Geldanlage

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Zinsanlagen: Für wen sich Tages- und Festgeldkonten eignen

Das Sparbuch hat ausgedient. Tages- und Festgeld sind die neue, moderne Art der Zinsanlage. Die Vor- und Nachteile im Überblick.

Wozu dienen Tages- und Festgeld?

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Jeder braucht einen Notgroschen, um eine unvorhergesehene Autoreparatur oder den Eigenanteil bei der Zahnbehandlung zu bezahlen. Dafür sollten zwei bis drei Monatsgehälter verfügbar sein. Hier ist Tagesgeld ideal. Es ist in der Regel täglich kündbar. Dafür ist der Zinssatz variabel. Festgeld bindet hingegen Kapital über einen gewissen Zeitraum. Die Fristigkeit reicht hier von wenigen Monaten bis zu mehreren Jahren. Im Prinzip ist diese Anlageform vor allem für Konservative ideal, die kein Risiko eingehen oder kurzfristige Sparziele erreichen wollen.

Egal, ob Tages- oder Festgeld: Sparer sollten stets die Inflationsrate im Blick haben. Sie muss de facto die Minimalrendite sein, die mit einer Anlage erzielt werden soll. Denn fällt der Zins niedriger aus, verliert das Geld an Kaufkraft.

Wieso das Sparbuch ausgedient hat

So schön es auch einst gewesen sein mag, Erspartes gutschreiben zu lassen, sich einmal jährlich die Zinsen abzuholen und zuzusehen, wie das Sparziel näher rückt – das Sparbuch lohnt nicht mehr. Der Zins liegt weit unter der Inflationsrate. 0,25 Prozent bietet so manche Großbank im zweiten Halbjahr 2010 für ein Sparbuch.

Tagesgeld: Vorsicht vor Lockvogel-Angeboten

Auch beim Tagesgeld liegen die Sätze zahlreicher Großbanken unterhalb von einem Prozent und damit unter der Inflationsrate. Direktbanken bieten oft etwas mehr. Denn Tages- und Festgeld ist als Instrument zur Kundenwerbung beliebt. Onlinebrokern oder Bausparkassen garantieren für Tagesgeld während einer Einstiegsfrist oft feste Zinsen. Sparer sollten jedoch auf die Einlagensicherung achten. So lockte die isländische Kaupthing-Bank jahrelang mit hohen Zinsen. Doch 2008 schlitterte das Institut in die Pleite. Anleger zitterten monatelang um ihr Geld. Für das gestrauchelte Institut war die Garantie auf 20.000 Euro pro Anleger begrenzt. Bei der deutschen Einlagensicherung schrieb der Gesetzgeber eine Sicherheit von damals bis zu 50.000 Euro vor. Heute liegt die europäische Einlagensicherung bei 100.000 Euro.

Vorsichtige Sparer teilen generell höhere Beträge auf mehrere Institute auf. Unter http://www.handelsblatt.com/finanzen/tagesgeld-rechner können Anleger aktuelle Angebote unter Berücksichtigung der entsprechenden Einlagensicherung vergleichen.

  • 10.10.2012, 14:18 Uhrmerkelkj

    Die Aussage, dass die einlagensicherung sich bei Tochtergesellschaften auslädischer Instituite nach deren Heimatstaat richtet ist unvollkommen und daher im Ergebnis falsch. Z.B. unterliegt die in Deutschland operierende Santander nicht der Einlagensicherung Spaniens, sondern zählt zum deutschen Einlagensicherungsfonds. Um dem Qualitätsniveau des Handelsblatts gerecht zu werden, sollte die Aussage entsprechend eingeschränkt werden!

  • 19.06.2012, 10:05 UhrCharlemagne

    Tatsache ist, dass die Sparer mit Minizinsen den Luxus im Club Med(-iterran) mitfinanzieren. Schwacher Trost: Auch die begeisterten neue Euro-Europäer wie Estland und Slowakeimüssen bluten. Dabei haben sie nur ein fünftel des Einkommens wie im Club Med. Was für eine herrliche gemeinsame Bruchbude Europa!

  • 22.03.2012, 23:09 UhrGloster

    Bei der Postbank bekommt man auf einem Sparbuch mehr Zinsen, als wenn man es bei der Deutschen Bank für 9 Jahre als Sparbrief festlegt. Ähnliche Beispiele lassen sich finden. "Das Sparbuch hat ausgedient" ist blühender Unsinn.

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