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Bauüberwachung: Welche Tücken es beim Hausbau gibt

Der Bau eines Hauses ist äußerst zeitintensiv, und neben dem Job kaum zu leisten. Viele beauftragen deshalb einen Bauträger, der sich sich um alles kümmert. Dabei gilt: Vertrauen ist gut, Kontrolle ist besser.

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Ein Grundstück suchen, einen Architekten finden, die Arbeiten am Bau koordinieren: Wer beim Bau seines Hauses alles selbst in die Hand nimmt, hat alle Hände voll zu tun. Das ist ein Grund, warum viele lieber einen Bauträger beauftragen. So haben sie nur einen Ansprechpartner, der für sie alles abwickelt, Handwerker beauftragt, Arbeiten koordiniert, bis alles fertig ist. So der Idealfall.

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Die Tücken beginnen beim Bauvertrag. Dieser sollte sehr sorgfältig geprüft werden, am besten von einem unabhängigen Sachverständigen, der firmen- und produktneutral berät. Denn Leistungsbeschreibungen müssen eindeutig sein, die Kostenpläne realistisch. Ansonsten kann es passieren, dass zum Beispiel die in der Leistungsbeschreibung genannte Stärke der Mineralwolle für den Bau eines Niedrigenergie-Hauses nicht ausreicht.

Damit sich nicht erst beim Einzug mögliche Mängel zeigen, raten Verbraucherverbände den Bauherren, auch während der Bauzeit einen eigenen Sachverständigen mit der regelmäßigen Baukontrolle zu beauftragen. So werden Fehler schon zu einem Zeitpunkt entdeckt, zu dem sie noch ohne großen Aufwand zu beheben sind. Vier bis fünf Kontrolltermine reichen in der Regel.

Als Bauherr kann man nicht immer auf der Baustelle sein, dafür gibt es einen Bauträger. Quelle: dapd
Als Bauherr kann man nicht immer auf der Baustelle sein, dafür gibt es einen Bauträger. Quelle: dapd

Außerdem sollte der Bauherr auf eine offizielle Bauabnahme bestehen, auch wenn Anbieter versuchen, das Ganze formlos abzuwickeln. Die Bauabnahme ist der wichtigste Rechtsakt nach der Unterzeichnung des Kaufvertrags. Mit ihr gehen alle Risiken wieder auf den Bauherrn über. Außerdem beginnt mit der Bauabnahme die Gewährleistungsfrist. Wenn eine Firma zwischenzeitlich Insolvenz anmeldet, bleibt der Bauherr auf seinen Mängeln sitzen.

Genaue Auskünfte zu diesem Thema gibt der Verband privater Bauherren (VPB), eine bundesweit tätige Verbraucherschutz-Organisation im Bauwesen. Er unterhält 61 Regionalbüros im Bundesgebiet. Auf der informativen Homepage (www.vpb.de) finden Interessenten unter anderem auch VPB-Ratgeber zum Thema Gutachter und Bauabnahme zum kostenlosen Download.

  • 05.11.2011, 13:40 UhrGeschaedigte

    TIPP: Bauen ja, jedoch nur mit einem seriösen Architekten, der die Gewerke einzeln vergibt -oder einer SERIÖSEN Fertighausfirma Finger weg von irgendwelchen "Möchtegern-Bauträgern" - von denen gibt es in der Zwischenzeit sehr viele schwarze Schafe. [...]. Beitrag von der Redaktion editiert. Bitte achten Sie auf unsere Netiquette: „Kommentare sind keine Werbeflächen“ http://www.handelsblatt.com/netiquette

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