
Wie kalkuliere ich das Budget für einen Haus-/Wohnungskauf?
Mit dem Kaufpreis für ein Haus oder eine Wohnung ist es nicht getan. Es fallen noch weitere Kosten an, Steuern und Gebühren allein machen dabei schon fünf Prozent aus. Die größten Brocken sind:
Grunderwerbssteuer (3,5 bis fünf Prozent des Immobilienpreises. Mehrere Bundesländer haben zum 1. Januar 2011 die Grunderwerbssteuer angehoben. Spitzenreiter ist Brandenburg mit fünf Prozent.)
Welche Kosten kommen auf Bauherren zu?
Die größten Positionen sind neben den Baukosten die Grundstückskosten. Daneben sind aber auch die Erschließungskosten (Straßenzugang, Anschlüsse für Wasser, Abwasser, Strom, Gas, Telefon und Kabel), die Kosten für Außenanlagen (Garten, Wege, Stellplätze, Entwässerung) sowie Honorare für Architekten und Ingenieure zu berücksichtigen.
Die Grunderwerbssteuer schlägt zudem mit bis zu fünf Prozent des Immobilienkaufpreises zu Buche. Bei einem Kaufpreis von 300.000 Euro sind das allein schon 10.500 Euro, die umgehend bezahlt werden müssen. Denn erst dann stellt das Finanzamt die sogenannte Unbedenklichkeitsbescheinigung aus. Sie ist die Voraussetzung, um sich als neuer Eigentümer ins Grundbuch eintragen zu lassen.
Für Notar- und Grundbuch-Kosten müssen alles in allem 1,5 Prozent des Kaufpreises veranschlagt werden. Der Notar muss zum einen den Kaufvertrag beurkunden. Die Gebühren dafür sind gesetzlich festgeschrieben und richten sich nach dem Wert der Immobilie. Hinzu kommen Telefon- und Schreibgebühren des Notariats sowie die Mehrwertsteuer. Eigentümer einer Immobilie ist nur, wer im Grundbuch als solcher eingetragen ist. Auch für diesen Eintrag, den der Notar veranlasst, fallen Gebühren an.
Wer den Hauskauf über Darlehen oder Bausparverträge finanziert, muss als Sicherheit für die Geldgeber zusätzlich die Grundschuld ins Grundbuch eintragen lassen. Damit gewährleisten Kreditinstitute, dass sie Zugriff auf die Immobilie haben, falls der Eigentümer seine Raten nicht zahlt. Auch für diesen Eintrag fallen Gebühren an.
Makler erheben je nach Region eine Provision von bis zu sieben Prozent des Kaufpreises, hinzu kommt noch die Mehrwertsteuer. Welches Niveau vor Ort üblich ist, lässt sich bei den Regionalstellen des Bundesverbands der Immobilienberater, Makler, Verwalter und Sachverständigen (IVD) erfragen. Adressen sind unter www.ivd.net im Internet zu finden.
Bereitstellungszinsen fallen an, wenn ein Bauherr einen Kredit ausgehandelt hat, ihn aber zunächst nicht in Anspruch nimmt, beispielsweise, weil sich der Baubeginn verzögert. Die Bank zieht das Geld zwar nicht zurück, stellt aber Zinsen in Rechnung.

Das eine Immobilie eine Wertanlage sei - dachte ich früher einmal! Das ist eine Wertanlage für alle Handwerker! Höchstens in Toplagen in Ballungszentren kann man von Netto-Wertsteigerungen noch ausgehen.
Alles andere ist Quatsch - auf dem flachen Land und in Kleinstädten kaufen/bauen Leute Häuser für TEUR 250 und mehr...zahlen diese dann 25 - 30 Jahre ab (mit Zinsen also mind. doppelt abgezahlt).
Selbst bei dem niedrigen Zinsniveau ist mieten hier viel günstiger. Und um die Instandhaltung brauche ich mir keine Sorgen machen.
Das ist das Fatale, dass fast niemand sich über die Unterhaltungskosten Gedanken macht und die Handwerkerkosten steige und steigen....
Ein sich immer wiederholendes Beispiel aus meiner Tätigkeit: Altes Haus (70er Jahre) in Kleinstadt: Kaufpreis T€ 200. Aber: alte Heizung, alte Fenster, keine Außendämmung, alte Bäder..... da kommen schnell weitere T€ 100 dazu! Lasst die Finger weg - mietet und macht Urlaub.
Wer spart fastet für die Erben (und den Staat)!

habe noch nie eine Maklerprovision grösser 3,57% inkl. MwSt. gesehen, wo soll das denn sein?






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