Immobilien

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Mietrecht: Was bei der Haustierhaltung zu beachten ist

Die Kleintierhaltung ist in Mietwohnung generell erlaubt, egal, was im Mietvertrag steht. Allerdings dürfen von den Tieren keine Störungen und Schäden zu erwarten sein. Einige Tiere sind nicht ohne weiteres gestattet.

Nicht jedes Tier darf ohne weiteres in der Wohnung gehalten werden. Meerschweinchen sind kein Problem, Schlangen schon eher. Quelle: Reuters
Nicht jedes Tier darf ohne weiteres in der Wohnung gehalten werden. Meerschweinchen sind kein Problem, Schlangen schon eher. Quelle: Reuters

Zwar ist Kleintierhaltung in der Mietwohnung generell erlaubt. Sogar eine Klausel, die die Erlaubnis zur Tierhaltung auf nur wenige Kleintierarten beschränkt, ist ungültig (BGH, Az.: VIII ZR 340/06). Ziervögel, Fische, Meerschweinchen, Zwergkaninchen oder Hamster darf der Mieter immer halten, egal was im Mietvertrag steht. Voraussetzung ist aber: Von den Tieren dürfen keine Störungen und Schäden zu erwarten sein. Dennoch empfiehlt es sich, mit dem Vermieter eine klare  Absprache zu treffen. Das gilt vor allem bei Tieren, die größer und gefährlicher sind als die üblichen Kleintiere.

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Auch Yorkshire-Terrier, so befanden die Landgerichte Kassel und Düsseldorf übereinstimmend, seien wie Kleintiere zu behandeln. Ihre Haltung sei daher generell zulässig. Begründung: Yorkshire-Terrier machten sich höchstens durch ein leises, heiseres Krächzen bemerkbar und könnten andere Hausbewohner erfahrungsgemäß nicht belästigen (LG Kassel 1 S 503/96 WM 97, 260; LG Düsseldorf 24 S 90/93 WM 93, 604). Für andere Schoßhündchen wie Chihuahuas dürfte das gleiche gelten.

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