Immobilien

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Mietrecht: Was Mieter bei Mieterhöhungen tun können

Mieterhöhungen sind ärgerlich, und können in den meisten Fällen nicht verhindert werden. Trotzdem gibt es Regeln, an die sich Mieter und Vermieter halten müssen. Ein Leitfaden.

Aufschlag: Jede Mieterhöhungen muss begründet sein. Quelle: dpa
Aufschlag: Jede Mieterhöhungen muss begründet sein. Quelle: dpa

Was ist bei Mieterhöhungen zu beachten?

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Mieterhöhungen sind an die strengen Regelungen des MHG (Gesetz zur Regelung der Miethöhe) gebunden. Denn eine Mieterhöhung ist eine Vertragsänderung, mit der beide Seiten einverstanden sein müssen. Der Vermieter muss sein Vorhaben dem Mieter schriftlich mitteilen und begründen. Danach ist er auf die Zustimmung des Mieters angewiesen, wobei der Mieter eine zweimonatige Frist zum Überlegen hat. Stimmt er zu, wird die erhöhte Miete ab dem dritten Monat nach Zugang des schriftlichen Mieterhöhungsverlangens fällig. Stimmt der Mieter nicht zu, kann er bis Ende des zweiten Monats nach Zugang der Mieterhöhung kündigen. Der Vermieter kann zudem bei Nicht- oder nur eingeschränkter Zustimmung innerhalb von zwei Monaten auf Zustimmung klagen.

Ein Mieter kann einen Mietaufschlag nur verhindern, wenn die neue Miete höher ist als die ortsübliche Vergleichsmiete. Andernfalls ist er zur Zustimmung verpflichtet. Sein Einverständnis gilt bereits dann als erfolgt, wenn er zweimal hintereinander die erhöhte Miete zahlt (AG Berlin-Schöneberg, Az.: 6 C 280/09). Ob eine Mieterhöhung angemessen ist, verrät der örtliche Mietspiegel. Hier werden die Preise genannt, die für vergleichbare Wohnungen in den letzten Jahren am Markt gezahlt wurden.

Diesen und weitere Artikel zum Thema Immobilien finden Sie in unserem Ratgeber, erhältlich als PDF im Kaufhaus der Weltwirtschaft.

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  • 18.12.2012, 13:10 Uhrmatthias.mueller

    "Elf Prozent der Jahresmiete sind erlaubt" - das ist falsch. Richtig muss es heißen: 11 % der Modernisierungsaufwendungen.

  • 04.05.2013, 12:17 UhrDieter.Baumann

    Es gibt nicht nur die Mieterhöhung nach ortsüblicher Vergleichsmiete. Ein Blick in den eigenen Mietvertrag (gern auch das BGB) ist Pflicht. So ist in meinem Mietvertrag z.B. eine an die Inflation gekoppelte Indexmiete vereinbart, eine Erhöhung nach Vergleichmiete ist danach nicht zulässig!

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