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Mietrecht: Was Mietern bei Zahlungsverzug droht

Wenn einer Mieter nicht pünktlich zahlt, ist der Vermieter zu einer berechtigt, fristlos zu kündigen. Dabei nutzt es wenig, wenn ein Teil der Mietschuld nachgezahlt wird.

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Ein Zahlungsverzug berechtigt den Vermieter zu einer außerordentlichen fristlosen Kündigung. Fristlos kündigen können beide Vertragsparteien "aus wichtigem Grund". Dazu reicht es, dass der Mieter zwei aufeinanderfolgende Termine mit einem erheblichen Teil der Miete in Verzug ist. Der Mietrückstand muss noch nicht mal zwei volle Monatsmieten betragen, sondern nur mehr als eine. Folgen die Fehlbeträge allerdings nicht direkt aufeinander, muss insgesamt ein Rückstand von zwei Monatsmieten vorliegen. Dann nützt es dem Mieter auch nur wenig, wenn er einen Teil der Mietschuld nachzahlt. Der Vermieter behält sein Kündigungsrecht, bis der ganze Rückstand einschließlich der laufenden Mieten ausgeglichen ist.

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Hat ein Mieter wiederholt verspätet gezahlt, so kann der Vermieter nach der Abmahnung sogar bei nur einer weiteren verspäteten Zahlung fristlos kündigen (BGH, Az.: VIII ZR 364/04). Keine Kündigung muss der Mieter befürchten, wenn die Miete beim Vermieter unpünktlich eingeht, weil sie von den Behörden zu spät überwiesen wurde. Mieter müssten sich ein Verschulden der Sozialbehörde nicht zurechnen lassen, da diese bei der Übernahme der Mietzahlungen nicht als Erfüllungsgehilfe des Mieters handle (BGH, VIII ZR 64/09).

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