Versicherung

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Gesetzliche Krankenversicherung: Versicherungsschutz für jedermann

Die große Mehrheit der Deutschen ist in der gesetzlichen Krankenversicherung pflichtversichert. Eine Übersicht über die Kosten und Leistungen.

Welche Leistungen bieten gute Kassen?

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Die gesetzliche Krankenversicherung erhebt Beiträge grundsätzlich nach dem Einkommen. Vorerkrankungen spielen dabei keine Rolle. Ehepartner und Kinder sind kostenlos mitversichert. Der Leistungskatalog ist gesetzlich festgelegt und – unabhängig vom Beitrag – für jeden gleich. In der Vergangenheit kam es aber immer wieder zu Einschnitten. So sind Leistungskürzungen auch in der Zukunft nicht auszuschließen. Das Leistungsspektrum ist bei den gesetzlichen Krankenkassen zu 95 Prozent identisch.

Seit der Gesundheitsreform der großen Koalition, die 2007 in Kraft trat, können die Krankenkassen verschiedene Zusatzangebote machen, die von den normalen Leistungen und vom normalen Beitragssatz abweichen. Dazu gehören Tarife mit Kostenerstattung und Selbstbehalt, aber auch zusätzliche Leistungen wie Auslandskrankenversicherungen oder die Unterbringung im Krankenhaus-Einzelzimmer. Beim Geld-Zurück-Tarif zahlt der Versicherer Patienten, die wenig zum Arzt gehen, Prämien.

Doch Vorsicht: Im Juni 2010 hat das Bundessozialgericht entschieden, dass Zahlungen bei Wahltarifen nur erlaubt sind, wenn innerhalb eines Kalenderjahres überhaupt keine Leistung in Anspruch genommen wurde. Gestaffelte Prämien sind nicht erlaubt. Zudem planen die Gesundheitspolitiker der schwarz-gelben Bundesregierung offensichtlich, die Wahltarife für gesetzliche Krankenkassen einzuschränken. Die gesetzlichen Krankenkassen reagieren darauf zwar mit Widerstand. Doch Versicherungskunden halten sich zunächst mit Neuabschlüssen von Wahltarifen zurück.

Kann ich bei einem Kassenwechsel Geld sparen?

Mit der Einführung des Gesundheitsfonds zum 1. Januar 2009 wurde ein einheitlicher allgemeiner Beitragssatz in Höhe von 15,5 Prozent des Einkommens eingeführt. Seit dem 1. Juli 2010 beträgt er 14,9 Prozent. Nach der geplanten Gesundheitsreform, die im Januar 2011 in Kraft treten soll, werden es wieder 15,5 Prozent sein. 7,3 Prozent davon zahlt dabei der Arbeitgeber, 8,2 Prozent sind es für den Arbeitnehmer. Dieser Beitragssatz gilt für alle gesetzlichen Kassen.

Gut wirtschaftende Krankenkassen sollen sich in Zukunft vor allem dadurch abheben, dass sie ihre Klientel mit Zusatzbeiträgen verschonen. Diese dürfen ab 2011 ohne Begrenzung nach oben von den Kassen erhoben werden. Sie richten sich nicht nach dem Einkommen. Geringverdiener, die mehr als zwei Prozent vom Einkommen für die Erhöhung berappen müssen, können einen sozialen Ausgleich beantragen.

Wie hoch dürfen Zusatzbeiträge sein?
Ohne Prüfung des Einkommens dürfen gesetzliche Krankenkassen bis Ende 2010 einen Zusatzbeitrag von bis zu acht Euro pro Monat erheben. Maximal können sie ein Prozent des Bruttoeinkommens als Zusatzbeitrag verlangen. Tritt der Gesetzesentwurf der Bundesregierung 2011 unverändert in Kraft, gibt es keine Begrenzung nach oben. Der Betrag ist stets als Euro-Betrag und unabhängig vom Einkommen einzufordern.

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