Versicherung

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Hausratversicherung: Wenn der Fernseher plötzlich weg ist

Ob Fernseher, Haushaltsgeräte oder Möbel – die Hausratsversicherung schützt das Eigentum gegen Schäden, die etwa durch Feuer oder Diebstahl entstehen. Vor Abschluss sollte man jedoch das Kleingedruckte sorgfältig lesen.

Welche Leistungen bieten gute Tarife?

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Fernseher, Teppiche, Möbel, teure Haushaltsgeräte: Diese Police versichert das bewegliche Eigentum, das in der Wohnung und in den Nebenräumen untergebracht ist. Versichert sind Schäden, die durch Feuer, Blitz, Explosion und Implosion, Diebstahl, Leitungswasserschäden, Sturm und Hagel, sogar durch den Absturz von Luftfahrzeugen entstehen.

Der Versicherungsschutz erstreckt sich nicht nur auf die Wohnung. So ist auf Reisen das Gepäck in gewissen Umfang mitversichert. Auch wenn Kinder studieren und vorübergehend in einer Wohngemeinschaft leben, ist ihr Eigentum „außenversichert“, solange kein eigener Haushalt gegründet wurde. Der Schadenersatz ist allerdings auf zehn Prozent der Versicherungssumme der Hausratpolice begrenzt.

Gegen einen Aufpreis können Versicherte Vertragselemente wie den Diebstahl von Gartenmöbeln oder Fahrrädern einschließen.

Wo drohen gefährliche Deckungslücken?

Auch in der Hausratsversicherung gilt es, das Kleingedruckte sorgfältig zu lesen:

  • Es sollte ein sogenannter "Unterversicherungsverzicht" des Versicherers bestehen. Das heißt: Wenn der Wert des Inventars höher ist als die Versicherungssumme, drohen ansonsten Abzüge. Beispiel: Falls die Versicherungssumme 100.000 Euro beträgt, das Inventar aber einen Wert von 200.000 Euro hat, erhält der Kunde bei 80.000 Euro Schaden nur 40.000 Euro ersetzt. Zur Ermittlung der Versicherungssumme für einen durchschnittlichen Haushalt gibt es ein Pauschalsystem. Dabei werden in der Regel 650 Euro Versicherungssumme pro Quadratmeter Wohnfläche angesetzt. Eine 80-Quadratmeter-Wohnung ist nach diesem Verfahren mit 52.000 Euro versichert.
  • Eine Deckungslücke droht zudem, wenn Sie in Ihrer Wohnung ein Arbeitszimmer eingerichtet haben, das das Finanzamt steuerlich anerkennt. Hier ist das Inventar nicht automatisch durch die Hausratversicherung geschützt. Sie benötigen eine separate Police.
  • Wertgegenstände sind nur in begrenztem Umfang über Standardpolicen versichert. So gilt beispielsweise für Bargeld in manchen Policen eine Obergrenze von 1.500 Euro; für Urkunden, Sparbücher und Wertpapiere 3.000 Euro; für teuren Schmuck, Briefmarken, Gold oder Platin können es 25.000 Euro sein. Gegen Aufpreis sind oft höhere Entschädigungen versicherbar. Auch wer Antiquitäten oder wertvolle Gemälde in die Wohnung stellt oder hängt, sollte mit dem Versicherer sprechen und gegebenenfalls den Schutz erhöhen. Von besonders teuren Wertgegenständen sollten Versicherte Fotos anfertigen. Auch Expertisen und Rechnungen sind im Schadensfall wichtige Dokumente.
  • Problematisch sind auch bei der Hausratversicherung Überspannungsschäden. Sie entstehen bei Blitzeinschlag in die Strom-, Telefon-, oder Antennenleitung. Dadurch können die angeschlossen Geräte beschädigt oder zerstört werden. Eine solche Schadensart ist in der Hausratversicherung grundsätzlich nicht eingeschlossen, kann aber extra versichert werden.

Wie kann ich kündigen?

Eine Hausratversicherung kann zum Ende der Vertragslaufzeit gekündigt werden. Die Frist beträgt normalerweise drei Monate vor Ablauf des Versicherungsjahres. Ansonsten verlängert sich die Laufzeit automatisch um ein weiteres Jahr. Länger laufende Verträge sind nach dem Versicherungsvertragsgesetz ebenfalls erstmals nach Ablauf des dritten Jahres kündbar. In der Regel ist hier eine Frist von drei Monaten einzuhalten. Wer also zum 1.1. aus dem Vertrag aussteigen will, dessen Kündigung muss dem Versicherer bis zum 30. September des Vorjahres vorliegen.

Eine außerordentliche Kündigung ist nach einer Prämienerhöhung ohne eine gleichzeitige Verbesserung der Leistungen möglich. Hier muss innerhalb eines Monats nach dem Eingang der Mitteilung gekündigt werden. Auch wenn ein Schaden eingetreten ist, kann spätestens einen Monat nach Zahlung oder Ablehnung des Schadens gekündigt werden. Der Vertrag wird dann frühestens mit sofortiger Wirkung und spätestens zum Ende des Versicherungsjahres beendet.

Wer kündigen will, sollte dies grundsätzlich schriftlich tun. Und zum Nachweis, dass das Kündigungsschreiben auch fristgemäß bei der Versicherungsgesellschaft eingegangen ist, empfiehlt sich die Versendung per Einschreiben mit Rückschein.

Auch hier gilt: Versicherungsnehmer achten auf einen lückenlosen Versicherungsschutz. Die neue Versicherung sollte bereits laufen, wenn die alte Police endet.

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