
Die Kfz-Haftpflichtversicherung deckt Personen- und Sachschäden ab, die anderen Verkehrsteilnehmern durch fehlerhaftes Verhalten entstehen. Sie ist gesetzlich vorgeschrieben. Wird der Fahrer selbst verletzt, zahlt nicht die Haftpflicht, sondern die Unfall-, Berufsunfähigkeits- oder Krankenversicherung. Für Sachschäden am eigenen Auto muss der Unfallverursacher selbst aufkommen.
Die Teilkasko ist eine freiwillige Versicherung und deckt Schäden durch Brand oder Explosion, Diebstahl oder durch die Einwirkung von Naturgewalten ab. Auch Reparaturen nach dem Zusammenstoß mit Haarwild können gemeldet werden, Glasbruchschäden sind meist inkludiert, ebenso Schäden der Verkabelung durch Kurzschluss oder Marderbiss.
Die Vollkasko versichert darüber hinaus Vandalismus und selbst verursachte Unfallschäden am eigenen Kraftfahrzeug.
Wer braucht welchen Schutz?
Wer einen teuren Neuwagen kauft, sollte auf die Leistungen der Vollkasko nicht verzichten. Ähnliches gilt bei Leasing-Wagen, bei denen jeder Kratzer ordnungsgemäß in Vertragswerkstätten repariert werden muss. Wer ein altes Auto fährt, bis ihm der TÜV die Erlaubnis entzieht, begnügt sich mit einem Haftpflichtschutz.
Bei Kfz-Policen ist die Höhe der Prämie stark von dem Risikoprofil des Fahrers abhängig. Landbewohner zahlen weniger als Stadtmenschen. Für Beamte reduzierte sich der Beitrag. Auch die Fahrpraxis zählt. Wenn auch Familienangehörige den Wagen fahren, steigt die Prämie zwischen 25 und 30 Prozent, bei Führerscheinneulingen sind es sogar rund 85 Prozent. Zahlreiche Versicherer geben ab dem zweiten Jahr einen Treuerabatt bis zu zehn Prozent oder reduzieren den Selbstbehalt in der Kasko. Ebenso im Angebot: Garantien, dass der Beitrag, Rabatte oder Schadenfreiheitsklasse über mehrere Jahre gleich bleiben.
Unterm Strich haben sich die Ausgaben für Kfz-Versicherungen seit 1990 inflationsbereinigt im Schnitt fast halbiert, rechnet der Branchenverband GDV vor.
Neben der Wahl des günstigsten Anbieters gilt es, unnütze Einschlüsse und Zusatzpolicen zu meiden. So bieten manche Versicherer eine Fahrer-Unfallversicherung an. Der Extraschutz deckt etwa Personenschäden des Fahrers nach einem selbstverschuldeten Unfall ab. Die eigene Haftpflicht springt in solchen Fällen nicht ein. Der Schaden wird jedoch von der Kranken-Unfall- oder Berufsunfähigkeitspolice gedeckt.
Welche Leistungen bieten gute Tarife?
Derzeit sind rund 6.000 unterschiedliche Tarifvarianten erhältlich. Autofahrer behalten das Wesentliche im Blick:





