Versicherung

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Kranken-Zusatzversicherung: Privatversicherung für den kleinen Geldbeutel

Mit Zusatzversicherungen können Mitglieder der gesetzlichen Krankenversicherung ihre Basisversorgung um bestimmte Leistungen erweitern. Welche Angebote sinnvoll sind und welche nicht.

Mit Kranken-Zusatzversicherungen können gesetzlich Krankenversicherte ergänzende Bausteine zur Basisversorgung hinzukaufen. Damit können sie in einzelnen Bereichen Leistungen in Anspruch nehmen, die über dem Standard der gesetzlichen Krankenversicherung liegen. Wie bei privaten Krankenpolicen üblich, hängt der Beitrag von Geschlecht, Alter und Gesundheitszustand ab. Bei Vorerkrankungen können die Versicherer Risikozuschläge erheben, Krankheiten ausschließen oder den Antrag ganz ablehnen. Dabei vertreiben auch die gesetzlichen Kassen diese Policen in Kooperation mit privaten Versicherern. Zwar gewähren die Anbieter oft einen Rabatt, doch nicht immer sind diese Tarife die besten. Interessenten sollten die Tarife verschiedener Anbieter vergleichen und nicht blind auf die Offerte der eigenen Krankenkasse vertrauen.

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Wer einen Tarif für eine Kranken-Zusatzversicherung ermittelt, sollte zunächst seinen Bedarf an zusätzlichen Leistungen klären. Eine Alternative könnte sein, jeden Monat einen bestimmten Betrag für Behandlungskosten zu sparen. Es gibt sogar Zusatzschutz für Brillen oder für die gesetzlich vorgeschriebenen Zuzahlungen wie die Praxisgebühr. In der Regel ist es günstiger, diese Kosten selbst zu tragen. Nicht selten wird in einem Gesamtpaket ein Krankenschutz fürs Ausland angeboten. Meist ist jedoch der separate Abschluss günstiger.

Sinnvoll kann eine Zahnzusatzversicherung sein. Denn mittlerweile bezahlen die gesetzlichen Krankenkassen für Zahnersatz genau definierte Festzuschüsse. Damit lassen sich die Kosten für eine hochwertige Versorgung meist nicht einmal zur Hälfte decken. Die Zahnzusatzversicherungen übernehmen einen Teil des Eigenanteils an der Zahnarztrechnung. Der Vertrag sollte einen möglichst hohen Erstattungsbetrag beinhalten. Sie sollten darauf achten, dass sich Leistungen der Zahnzusatzversicherung auf den Rechnungsbetrag beziehen und nicht auf den Zuschuss der gesetzlichen Krankenversicherung. Der private Versicherer sollte die Zahnarztrechnung bis zum Höchstsatz der Gebührenordnung für Zahnärzte erstatten, sonst entsteht schnell eine Deckungslücke, die der Patient dann aus eigener Kasse begleichen muss.

Sinnvoll kann auch eine Krankenhaus-Zusatzversicherung sein. Sie umfasst in der Regel die Unterbringung im Ein- oder Zweibettzimmer sowie die Behandlung durch den Chefarzt. Der Vorteil: Versicherte können sich von ausgewiesenen Spezialisten behandeln lassen, die in ihrem Fachgebiet renommiert sind. Diese Police macht sich gerade bei seltenen oder komplizierten Behandlungen bezahlt. Der Versicherer zahlt in der Regel auch dann, wenn ein Patient ein teureres Krankenhaus wählt, als es die ärztliche Einweisung vorsieht.

Aber Vorsicht: Reine Privatkliniken können auch mit einer privaten Zusatzpolice oft nicht gratis aufgesucht werden. Dann kann schnell eine neue Deckungslücke entstehen. Die Krankenhaus-Zusatzversicherung sollte Arztkosten bis zum 3,5-fachen Satz der Gebührenordnung für Ärzte (GOZ) bezahlen und nicht nur den Regelhöchstsatz von 2,3. Denn oft rechnen Chefärzte zu höheren Sätzen ab. Zudem sollte der Versicherer kein Recht haben, in den ersten drei Versicherungsjahren zu kündigen.

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