Private Unfallversicherung: Schutz für den (Un)Fall der Fälle

Private Unfallversicherung
Schutz für den (Un)Fall der Fälle

Über die Hälfte aller Unfälle ereignet sich in der Freizeit. Wer keine entsprechende Versicherung hat, bleibt auf eventuell anfallenden Kosten sitzen. Dennoch ist eine private Police für viele nur zweite Wahl. Mit Recht?
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Private Unfallversicherungen leisten Zahlungen, wenn durch einen Unfall ein bleibender körperlicher Schaden entstanden ist. Der Auszahlungsbetrag hängt von der Versicherungssumme und dem Grad der Invalidität ab. Allerdings hat nur eine Minderheit der Schwerbehinderten ihre Behinderung durch einen Unfall erlitten. Die Unfallversicherung eignet sich zudem nicht, um das Risiko der Berufsunfähigkeit abzusichern. Sie bietet nur einen eingeschränkten Schutz, da lediglich bei jeder zehnten Berufsunfähigkeit ein Unfall die Ursache ist. Außerdem springt bei einem Arbeitsunfall die gesetzliche Unfallversicherung ein. Viel häufiger führen psychische Erkrankungen, Rückenkrankheiten, Herz- und Kreislauferkrankungen sowie Krebs zur Berufsunfähigkeit. Deswegen bietet eine Berufsunfähigkeitsversicherung einen umfassenderen Schutz.

Welche Leistungen bieten gute Tarife?

Die Versicherungssumme sollte mindestens 100.000 Euro betragen. Denn nur so lässt sich der entstandene Schaden einigermaßen ausgleichen. Zu empfehlen sind Tarife mit einer Progression, das heißt, mit steigendem Invaliditätsgrad steigt auch die Auszahlungssumme. Bei einer Versicherungssumme von 100.000 Euro und einer Progression von 500 Prozent erhalten Versicherte bei einer durch Unfall entstandenen vollen Invalidität 500.000 Euro.

Wichtig sind auch verbraucherfreundliche Konditionen: Es sollte genau vereinbart werden, für welchen Schaden wie viel Prozent Invalidität angesetzt wird. So gibt es bei manchen Versicherern keine Kompensation für den Verlust der Stimme, bei anderen wird immerhin ein Invaliditätsgrad von 50 Prozent angenommen. Oft werden Vorerkrankungen in die Anrechnung einbezogen. Gute Tarife machen das erst, wenn die Vorerkrankung zu 50 Prozent für die Invalidität verantwortlich ist. Oft setzen die Versicherer enge Fristen, wann die Invalidität nach einem Unfall spätestens einzutreten hat. Manche Tarife sehen vor, dass es nur Geld gibt, wenn die Invalidität innerhalb von 15 Monaten festgestellt wird. Gute Tarife gewähren hier mehr Kulanz.

Wo entstehen gefährliche Deckungslücken?

Eine Unfallpolice sollte weltweit und rund um die Uhr gültig sein. Keinesfalls sollte der Schutz nur auf die Freizeit oder eine bestimmte Tätigkeit wie zum Beispiel Autofahren beschränkt sein.

Wie kann ich kündigen?

Es gilt eine Kündigungsfrist von drei Monaten. Stichtag ist der im Vertrag genannte Ablauftermin. Wird diese Frist versäumt, verlängert sich der Vertrag um ein Jahr.

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