Versicherung

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Rechtsschutz-Versicherung: Juristisch auf der sicheren Seite

Beim Thema Rechtsschutz ist eine Kombination verschiedener Policen am sinnvollsten. Doch welcher Schutz ist wirklich wichtig? Ein Rundum-Sorglos-Paket für alle Lebenslagen gibt es nicht.

Welcher Schutz ist wichtig?

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Arbeitsrecht: In Krisenzeiten steigt die Zahl der betriebsbedingten Kündigungen stark an. Allein in Nordrhein-Westfalen klagten im vergangenen Jahr 116.000 Arbeitnehmer gegen ihre Kündigung – ein Zuwachs von 13 Prozent im Vergleich zu 2008. Betroffen sind vor allem gut verdienende Angestellte. Wer aber vor dem Kadi die Rechtmäßigkeit seiner Kündigung überprüfen will, muss tief in die Tasche greifen. Selbst wenn er gewinnt, sind die Anwaltskosten selbst zu bezahlen. Nicht nur in Krisenbranchen ist eine Rechtsschutzpolice unerlässlich, die das Arbeitsrecht umfasst. Wird einem Arbeitnehmer ein Aufhebungsvertrag angeboten, muss die Versicherung nach höchstrichterlichem Urteil auch zahlen.

Verkehrsrecht: Auch Autofahrern ist eine Rechtsschutz-Police dringend zu empfehlen. Denn eine juristische Vertretung kann sich in Bußgeldfragen, aber auch bei einem Unfall bezahlt machen.

Mietrecht: Immer wieder zu Streitigkeiten kommt es auch in Mietfragen. Allerdings lohnt sich der Abschluss einer gesonderten Police nicht zwingend. In vielen Städten ist es günstiger in die örtlichen Mietervereine einzutreten. Hier gibt es sofort Beratungs-Rechtsschutz. Für eine außergerichtliche Hilfe gibt es somit anders als beim Rechtsschutz keine Wartefrist. Oft können auch laufende Streitigkeiten an den Mieterverein herangetragen werden. Der Beratungsrechtsschutz umfasst meist auch die aktive Unterstützung durch Juristen des Mietervereins, die im Bedarfsfall versuchen, Streitigkeiten zu schlichten oder die Interessenvertretung gegenüber dem Vermieter übernehmen. Die Modalitäten sind zwar von Ort zu Ort etwas unterschiedlich. Aber zumeist inkludiert der Beitritt zum Mieterverein eine Prozesskosten-Rechtsschutzpolice. Unter http://www.mieterbund.de/ können Interessierte zu 320 Mietervereinen im Land Kontakt aufnehmen.

Eine Kombination aus verschiedenen Bausteinen macht Sinn. Damit lässt sich für jeden gewünschten Bereich Rechtsschutz erlangen. Allerdings ist ein kompletter Rechtsschutz für alle Lebenslagen nicht erhältlich. So lässt sich zum Beispiel für Familienstreitigkeiten, den Hausbau oder vorsätzliche Straftaten kein Rechtsschutz abschließen.

Und die Kosten werden bei Schadensfällen meist erst nach der Wartezeit von in der Regel drei Monaten übernommen. Wer also beispielsweise heute gekündigt wird und bei einer Police, die Arbeitsrecht inkludiert, die Wartefrist noch nicht erfüllt hat, muss die Prozesskosten voraussichtlich selbst übernehmen. So wollen die Versicherer verhindern, dass Kunden kurz vor dem Eintreten eines vorhersehbaren Schadens Policen abschließen und sie kurz nach dem Ereignis wieder kündigen. Treten unvorhergesehene Versicherungsfälle ein, wie zum Beispiel im Verkehrsrecht, entfällt die Wartezeit. In jedem Fall empfiehlt es sich, eine Zusage der Kostenübernahme einzuholen, bevor Kunden einen Anwalt beauftragen.

Welche Leistungen bieten gute Tarife?

Nicht nur der Versicherungsnehmer, auch der Ehepartner oder der Partner aus einer Lebensgemeinschaft sollte Schutz erlangen. Allerdings muss dafür eine Mitversicherung vereinbart werden. Kinder sollten auch mitversichert sein, bis sie selbst eine auf Dauer angelegte Tätigkeit ausüben. Wichtig ist, bei Rechtsschutzpolicen auf eine ausreichende Deckungssumme zu achten. Sie sollte mindestens bei 250.000 Euro liegen. Für eine Kaution sollte die Mindestsumme 100.000 Euro betragen. Ein weiteres wichtiges Detail, das zu beachten ist: Der Versicherungsschutz sollte sich auch auf rechtliche Interessen außerhalb Europas erstrecken.

Kunden mit einer Rechtsschutz-Police gelten zwar als Anwalts Liebling, doch Vorsicht: Die Tarife vieler Top-Anwälte liegen oft über den Sätzen, die die Versicherer zahlen. Die Kostenfrage sollten Versicherte im Erstgespräch unbedingt ansprechen und eventuelle Kostengrenzen klar vereinbaren.

  • 18.11.2012, 12:56 Uhrmaikmue

    Verbrauchervergleich-Versicherungen
    www.versicherungs-world.de

  • 17.10.2012, 09:18 UhrVerbraucherforum-Versicherungen

    Auf der sicheren Seite ist man mit einer Rechtsschutzversicherung aber nur, wenn man die, mit dem richtigen Bedingungswerk abgeschlossen hat, besonders erwähnenswert: Folgeereignis- und Kausaltheorie. Hier sollte man sich insbesondere für die Rechtsschutzversicherung entscheiden, die eine Folgeereignistheorie beinhaltet und dadurch u. U. ein wenig teurer sein kann, als andere.

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