Versicherung

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Risiko-Lebensversicherung : Todsicherer Hinterbliebenenschutz

Stirbt ein Familienmitglied, zum Beispiel der Vater, können Mutter und Kind in den wenigsten Fällen ihren Lebensstandard aufrecht erhalten. Zur Vorsorge bietet sich eine Risikolebensversicherung an.

Welche Leistungen bieten gute Tarife?

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Eine traurige Bilanz: 186.000 Bundesbürger unter 65 Jahren starben allein 2008. Viele von ihnen hinterließen Familien. Eine Situation, die in Deutschland rasch zum sozialen Abstieg führen kann: Ist mindestens ein Kind unter 18 Jahre alt, erhalten Witwen 55 Prozent der Erwerbsminderungsrente, die der Verstorbene bezogen hätte, sofern der Versicherte dafür mindestens fünf Jahre in die gesetzliche Rentenversicherung einbezahlt hat. Die Durchschnittsrente liegt in den Alten Bundesländern bei unter 800 Euro, die durchschnittliche Witwenrente fällt also ohnedies mager aus. Zudem erhalten nur Frauen, die Kinder unter 18 Jahren erziehen oder nach 1961 geboren sind, diese Zahlung. Kindern steht eine Waisenrente zu, die derzeit bei etwa 160 Euro liegt.

Die wenigsten Familien können mit der gesetzlichen Rente allein ihren Lebensstandard aufrecht erhalten. Eine Risikoleben-Police ist daher enorm wichtig. Zumindest der Hauptverdiener sollte abgesichert sein. Der Versicherer zahlt die vereinbarte Versicherungssumme im Todesfall aus. Für Ehepaare ist eine Police auf zwei Leben sinnvoll. Wenn einer der Ehepartner stirbt, erhält der andere die Todesfallsumme. Vorsicht: Auszahlungen oberhalb des Erbschaftsteuerfreibetrags (Ehepartner: 307.000 Euro) sind zur Hälfte steuerpflichtig.

Die Höhe der Prämien richtet sich auch nach den Risiken des Antragstellers. Ohne bestandenen Gesundheitstest sind Policen kaum noch erhältlich. Manche Versicherer berechnen sogar mittels Body-Mass-Index, ob der potenzielle Kunde für seine Größe zu viel wiegt und erheben in diesen Fällen Zuschläge. Auch wer einen riskanten Beruf ausübt, gefährlichen Hobbys nachgeht oder raucht, zahlt mehr.

Wo drohen gefährliche Deckungslücken?

Die Versicherungssumme ist bei jedem Vertrag frei wählbar und wird häufig zu niedrig angesetzt. Vor einem Abschluss gilt es daher, möglichst genau auszurechnen, wie viel die Familie wirklich braucht, um im schlimmsten Fall allein über die Runden zu kommen. Die Summen sind individuell unterschiedlich. Steht ein Studium an? Muss das Haus abbezahlt werden? Brauchen Kinder eine besondere Förderung? Wichtig zu wissen: Wie lange reichen 100.000 Euro? Zinseszinsrechner errechnen daraus bei einer unterstellten Verzinsung von vier Prozent eine monatliche Zahlung von 600 Euro mit einer Laufzeit von 20 Jahren. Wer 20 Jahre lang eine Zahlung von 2.000 Euro sicher stellen will, muss die Vertragssumme auf rund 330.000 Euro erhöhen.

Gefährlich sind zudem Vorerkrankungen des Hauptverdieners: Wer in jungen Jahren einen Bandscheibenvorfall erleidet oder chronisch krank wird, hat es schwer, eine Police zu bekommen. Wer Krankheiten verschweigt, riskiert seinen Versicherungsschutz.

Wie kann ich kündigen?

Die Risikolebensversicherung ist jährlich zum Ende des Versicherungsjahres kündbar. Bei Ratenzahlung kann auch zum Ende jedes Zahlungsabschnitts gekündigt werden, jedoch frühestens nach Ablauf des ersten Versicherungsjahres. Hierfür muss in der Regel nur eine Frist von einem Monat eingehalten werden.

Wer später eventuell wieder eine solche Versicherung abschließen möchte, sollte sich die Kündigung gut überlegen: Wichtige Gesundheitseigenschaften können sich ändern, zudem steigen die Beiträge mit dem Alter. Risikoleben ist ein wichtiger Versicherungsvertrag für Familien. Niemand sollte ihn kündigen, bevor er weiß, dass er den benötigten Versicherungsschutz tatsächlich auch bei einem anderen Anbieter erhält. Hat sich der eigene Gesundheitszustand des oder der Versicherten verschlechtert, kann der Abschluss einer neuen Police zu einem aussichtlosen Unterfangen werden. Ab einem gewissen Alter schließen die Versicherer keine neuen Verträge mehr ab.

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