Versicherung

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Risikoschutz: Welche Versicherungen Pflicht sind

Unfälle oder Krankheiten können einen jederzeit treffen. Deshalb ist ein Mindestmaß an Schutz unabdingbar. Welche Policen für jeden ein Muss sind.

Die private Haftpflichtversicherung

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Eigene Unachtsamkeiten können zu Millionenschäden führen. Und wer einen Schaden verursacht, muss dafür geradestehen – mit seinem gesamten Vermögen und Einkommen. Eine private Haftpflichtversicherung ist daher ein Muss. Sie deckt Schäden, die durch Missgeschicke und Pannen entstehen. Kinder sind bis zum Ende der Ausbildung bei den Eltern mitversichert.

Die Kranken- und Pflegeversicherung

Mit Einführung des Gesundheitsfonds gilt in der gesetzlichen Krankenversicherung ein einheitlicher Beitragssatz für alle Kassen. Seit 1. Juli 2009 liegt der Satz bei 14,9 Prozent vom Bruttoeinkommen. Zusätzlich zahlen Kinderlose 2,2 Prozent für die Pflegeversicherung, Mütter und Väter zahlen 1,95 Prozent. Wenn ab Januar 2011 die schwarz-gelbe Gesundheitsreform in Kraft tritt, steigt der Krankenkassenbeitrag auf 15,5 Prozent. 7,3 Prozentpunkte davon tragen die Arbeitgeber, 8,2 Prozentpunkte die Arbeitnehmer. Der Arbeitgeberanteil wird festgeschrieben. Künftige Kostensteigerungen sollen alleine von den Kassenmitgliedern und den Steuerzahlern beglichen werden. Eingeführt wurden hierfür nach oben offene, vom Einkommen unabhängige Zusatzbeiträge und ein Sozialausgleich aus Steuermitteln.

Arbeitnehmer sichern sich mit einer gesetzlichen Krankenversicherung eine breite Versorgung, die viele Behandlungen abdeckt. Das Leistungsniveau bei privat Versicherten kann je nach Tarif deutlich höher sein. Dafür richtet sich die Höhe der Beiträge ausschließlich nach dem vereinbarten Tarif. Und dieser Beitrag steigt, unabhängig von der Einkommensentwicklung, mit dem Alter an.

Bis Ende 2010 gilt: Arbeitnehmer, die drei Jahre lang mehr als 49.950 Euro brutto per anno verdienen, haben das Recht, in eine private Krankenversicherung zu wechseln. Ab 2011 können Arbeitnehmer wechseln, die 2010 mindestens 49.900 Euro brutto verdient haben. Selbstständige haben generell ein Wahlrecht.

Bei Beamten und deren Familienangehörigen zahlt der Staat zwischen 50 und 80 Prozent der Behandlungskosten über die Beihilfe, für den Rest ist eine private Versicherung notwendig. Für sie lohnt sich eine gesetzliche Versicherung nicht.

Last but not least sollte jeder, der ins Ausland reist, einen privaten Versicherungsschutz besitzen.

Die Berufsunfähigkeitsversicherung

Statistisch gesehen wird jeder vierte Deutsche berufsunfähig. Zum gesundheitlichen Leid gesellt sich oft der soziale Abstieg. Denn die gesetzliche Absicherung ist bei allen, die nach 1961 geboren sind, minimal: Bis 2001 erhielten Arbeitnehmer, die aus Krankheitsgründen nicht länger als acht Stunden am Tag in ihrem Beruf arbeiten konnten, eine Erwerbsunfähigkeitsrente. Seither müssen Arbeitnehmer, die nach Unfällen oder nach dem Ausbruch chronischer Krankheiten in ihrem gelernten Beruf nicht mehr arbeiten können, jede Stelle annehmen.

Nur wer aus gesundheitlichen Gründen nicht länger als drei Stunden arbeiten kann, erhält den vollen Satz der Erwerbsminderungsrente. Deren Höhe richtet sich nach dem letzten Bruttoeinkommen. Wer zwischen drei und sechs Stunden arbeiten kann, hat Anspruch auf den halben Satz – stets vorausgesetzt der Arbeitnehmer hat zuvor mindestens fünf Jahre in die gesetzliche Rentenversicherung einbezahlt. Im Schnitt bezogen Männer, die voll erwerbsunfähig sind, 2008 in den alten Bundesländern monatlich 712 Euro und in den neuen Bundesländern 663 Euro.

Die wenigsten Betroffenen können damit ihren Lebensstandard aufrecht erhalten. Jeder, der hauptsächlich vom Arbeitseinkommen lebt, sollte daher zusätzlich eine Berufsunfähigkeitsversicherung abschließen. Das gilt für Arbeitnehmer ebenso wie für Selbstständige. Die Police gehört schon für Berufseinsteiger zum Pflichtprogramm. Denn treten erste Anzeichen von chronischen Krankheiten auf, ist es oft zu spät. Es wird schwierig oder teuer, eine Versicherung zu erhalten.

  • 16.01.2013, 12:04 UhrDenizT

    4Friends... du sagst das Geld auf den Lebensversicherungen ist nach 40 Jahren nichts mehr Wert? Was ist mit deinem Geld unter dem Kopfkissen? Ist das nach 40 Jahren noch was Wert? Banal ausgesprochen... für deinen Kopfkissen bekommst du keinerlei Zinsen, das heisst es geht stetig mit der Inflation mit, jedes Jahr 3-5 % (2,5 wie es Vater-Staat es vorgibt ist nur um die Leute ruhig zuhalten) Wenn der Mantel um deine Lebensversicherung gut ist, du dich richtig von Speziallisten Beraten lässt, dann kannst du es sinnvoll ansparen, natürlich ist die Lebensversicherung von der Inflation, bei der Auszahlung von der Kapitalertragsteuer, nicht befreit, aber wenn man es gut macht, ist es eine weitaus mehr sinnvollere Variante als es unter den Kopfkissen zu verstauen und damit das Geld zu vernichten! Leider denken viele so wie du, schade...Wenn du etwas haben möchtest wo dir keiner was tun kann, sprich Inflation etc... dann kauf die Immobilien, Aktien oder Beteiligungen

  • 15.11.2012, 18:18 Uhrksb

    Lieber 4Friends,
    mit zarten 22 Jahren wird ein Sparbuch mit 1000€ kaum ein Kopfkissen ersetzen. Und im Falle eines dummen Zufalls reichen 1000€ auch nicht aus um nur 2 Monate "Verdienstausfall" auszugleichen (reicht nichtmal für die Miete).
    Eine BU ist beispielsweise (aus meiner Sicht) eine der wichtigsten Absicherungen! In meinem Kollegenkreis sind schon 2 (34 & 48 Jahre) die die BU in Anspruch nehmen mußten/müssen. Ich selbst bin der Meinung (gewesen): ich bin ein Mann wie ein Baum, was soll mir passieren?? Seit einer Woche kämpfe ich mit einem Kreuzbandriss und langen Wartezeiten auf einen Arzttermin. Der "Unfallhergang" so banal, dass ich nicht darüber reden will, ABER: ich kann mich schonmal auf gut 10 Wochen einstellen und als Selbstständiger kostet mich das viel Geld, was nicht reinkommt. In diesem Fall hilft mir da zwar nicht die BU, aber die Erkenntnis: "es passiert viel schneller etwas, als man es sich vorstellen kann!" - Alles in allem - und wie in allen "Investistionsfragen": DIVERSIFIZIEREN = Geld nicht nur unters Kopfkissen, sondern auf verschiedene Töpfe verteilen...

  • 31.10.2012, 22:19 Uhr4friends

    Ich bin erst 22 Jahre alt und selbst ich weiß das wir uns schon lange nicht mehr auf Vater-Staat verlassen können.
    Die Zeiten sind länst vorbei!
    Ich habe wirklich nur das Minimum an Versicherungen bzw. Absicherungen. Ich halte davon gar nichts. Man wird hingehalten. Jeder will einem irgendetwas aufquatschen, sei es eine BU bei der lieben SV-Versicherung oder gleich ganze Pakete bei den großen Konzernen. Mann muss sich mal vorstellen das manche Vertreter davon leben, den Leuten das Geld aus den Taschen zu ziehn - für irgendwelche unschaftlichen Verträge... Lebensversicherung? Für was? Dank Inflation ist das ersparte in 40 Jahren eh nichts mehr wert. Mein Vertrauen in jene Versicherungen ist schon seit Jahren ins Nirwana verschwunden und das wird sich auch nicht mehr ändern.

    Ich bunker mein Geld unterm Kopfkissen. Da kann mir keiner was..

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