
DüsseldorfDer Skandal um die Immobiliengruppe S&K beherrscht seit Tagen die Schlagzeilen: Legendäre Partys, Models, Promis und Luxuskarossen. Einige verfolgen die Nachrichten besonders intensiv. Anleger, die in Fonds der S&K investiert haben, treibt dieser Tage eine große Sorge um: Was haben die Herren Schäfer und Köller, die Gründer des Unternehmens, mit ihrem Geld gemacht? Und ist von dem eingesammelten Vermögen noch etwas übrig? Da trifft es sich gut, dass sogleich ein Heer von hilfsbereiten Anwälten bereit steht und bei den verunsicherten Anlegern mit seiner Expertise wirbt. Doch Vorsicht: Blindes Vertrauen kann teuer werden.
Die Meldungen von Razzien und Verhaftungen verheißen nichts Gutes. Wenn die Staatsanwaltschaft mit 1200 Fahndern ausrückt, 130 Standorte untersucht und mindestens sechs Personen in Haft nimmt, muss es schon um mehr als nur eine kleine Gaunerei gehen. Anfangs kaufte die S&K noch Lebensversicherungen an, später legte das Unternehmen aus Frankfurt dann Immobilienfonds auf.
Die Rechtsanwalt-GmbH PIA, ein Zusammenschluss der beiden großen Kanzleien Nieding und Barth in Frankfurt und Tilp in Tübingen, hat eine Liste mit Fonds und anderen Produkten erstellt, die von dem mutmaßlichen Betrug der S&K betroffen sind. Nachfolgend wird diese Liste dargestellt.
Über eine Treuhandkommanditistin der United Investors Gruppe wurden hier die Gelder der Anleger, ausweislich des Prospektes, in andere S&K Gesellschaften investiert, die sich wiederum an weiteren S&K Zweckgesellschaften beteiligen sollten. Diese sollten dann in Immobilien aus Zwangsversteigerungen investieren.
Bei dieser Beteiligung wurden Anlegergelder des Fonds als Darlehen an die Deutsche S&K Sachwert AG vergeben, welche die Gelder dann auf dem deutschen Immobilienmarkt investieren sollte. Die Beteiligung erfolgte über eine treuhänderisch gehaltene Kommanditbeteiligung.
Der Nachfolgefonds zum Deutsche S&K Sachwerte GmbH & Co. KG versprach die gleiche Strategie wie der Vorgänger. Auch hier sollten Anlegergelder als Darlehen an S&K Gesellschaften vergeben werden, die dann im Immobilienmarkt investieren sollten.
Als Private-Equity Fonds sollten die vorstehenden Beteiligungsangebote nicht nur der Immobilienfinanzierung, sondern der S&K Gruppe auch zum Wachstum dienen.
Die sogenannten „Vario” Produkte (Vario Zins, Vario Flex, Vario Loan, Vario First und Vario Prime) der Deutsche Sachwert Emissionshaus AG (DSW), die in S&K Gesellschaften investiert haben.
Die MIDAS Mittelstandsfonds Nr. 1, 2, 3, 4, 5, 6 GmbH & Co. KGs, die von der S&K Gruppe 2011 übernommen wurden.
Die SHB-Fonds der SHB Innovative Fondskonzepte AG, an denen die S&K Gruppe über die Muttergesellschaft beteiligt ist, insbesondere die SHB Altersvorsorgefonds, SHB Renditefonds 6 und die SHB Fonds Fürstenfeldbruck und München.
Die DCM-Fonds der DCM AG, die seit 2012 von der S&K gehörenden DCM Verwaltungs GmbH und der DCM Service GmbH verwaltet werden.
Die Asset Trust AG bewog Anleger in der Vergangenheit dazu, Lebensversicherungen gegen Investments in S&K zu tauschen. Auch über die Deutsche Sachwert Emissionshaus AG beteiligen sich Anleger an S&K.
Nach Recherchen der Wirtschaftswoche soll auch das Hamburger Fondshaus United Investors in die Geschäfte verwickelt sein. Ebenso wie zwei ehemalige Töchter des Fondshauses DCM, die heute unter dem Namen MCS firmieren.
Die Staatsanwaltschaft Frankfurt vermutet hinter dem Geschäftsgebaren ein sogenanntes Schneeballsystem, dabei werden die Gelder der Anleger gar nicht investiert, sondern neue Einzahlungen genutzt, um die Ausschüttungen an alte Gläubiger zu bezahlen. Angesichts der Party-Bilder der S&K-Gründer, ihrer Nobelkarossen und ihres insgesamt wohl sehr exzessiven Lebensstils fällt es nicht schwer zu glauben, dass hier viel Geld verprasst wurde – sehr viel Geld sogar. Doch endgültig bewiesen ist noch nichts und den Schuldspruch können hierzulande bekanntlich nur Richter sprechen.
Von einem Urteil gegen die S&K-Gründer oder andere Strippenzieher sind wir jedoch noch weit entfernt und genau hier liegt aktuell auch das Problem der betroffenen Anleger. „Momentan gibt es einfach noch zu wenige Informationen“, sagt Markus Feck, Finanzexperte der Verbraucherzentrale NRW. „Die Staatsanwaltschaft hat in ihrer Razzia sehr viele Daten gesammelt, die müssen erst einmal gesichtet werden.“
Erst wenn das passiert ist, können die Anwälte Akteneinsicht beantragen. Solange gar nicht klar ist, wer genau für welche Taten verantwortlich gemacht werden kann, kann auch der beste Anwalt noch keine Klage erheben oder Ansprüche auf Schadenersatz geltend machen. Noch stehen Anleger also nicht unter Druck, sich schnell einen Rechtsbeistand zu suchen.

27.2.13. Zum S&K-Skandal seien 10 Regeln vermerkt, die jeder Anleger in Zeiten des Raubeinkapitalismus beherzigen sollte, bevor er sein Vermögen in fremden Händen verwalten läßt:
1. Meide als Privatanleger geschlossene Fonds. 2. Verteile dein Vermögen auf viele Anlageklassen, ggf. auch auf mehrere Vermögensverwalter bzw. Geldhäuser. 3. Folge nie blind dem Rat von Geldberatern, hinterfrage die persönliche Bonität von Vermögensverwaltern 4. Werde misstrauisch, wenn dir Renditen versprochen werden, die extrem von den aktuellen Marktrenditen abweichen 5. Kaufe dich nie in Geldanlagen ein, die dir nicht transparent dargestellt werden und die du nicht verstanden hast. 6. Folge keinen telefonischen Anrufen oder sonstiger Umwerbung, die dich zu einer schnellen Kaufentscheidung drängen. 7. Nehme zu einem Beratungsgespräch einen Zeugen mit. 8. Verzichte auf Geldanlagen, in deren Prospekt (oft auch im Wust des Textes verstreckt) ein möglicher Totalverlust nicht ausgeschlossen wird. 9. Richte deine Geldanlage auf deine persönlichen Lebensumstände aus. Wenn du Geld für die Altersvorsorge anlegst, verzichte auf Risikopapiere und auf alle Anlagen, welche im Zeithorizont den Eintritt in dein Rentenstadium überschreiten. 10. Setze auf Aktien und andere Risikoanlagen nur Geld, das du absolut übrig hast, darauf im Falle eines hohen Verlustes jederzeit unbeschadet verzichten kannst. Wolfgang Werkmeister, Buchautor, Eschborn

Damit meine ich nur, dass es sich um eine Quasselbude mit Entengeschnatter handelt ;-)

naja das ist ja das Übel das die Kinderschänder mehr oder weniger unbehelligt in der Gegend rumlaufen. Die Kerle haben nur Geld geklaut, das hat schon Rockefeller gemacht... Ist auch nicht wirklich schlimm.
Kinderschändung dagegen finde ich schon schlimm. Aber das sehen Sie vermutlich anders......






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