
Deutschland hat es wieder geschafft, ein neues Amt zu schaffen. Für die Erfassung der Benzinpreise. Bringen wird das nichts.
Dabei machen andere Länder es vor, wie es gehen kann. Beispielsweise nur eine Preissetzung pro Tag zulassen.
Aber dies ist zu einfach. Ausserdem würde es zwar den Bürgerinteressen, nicht aber den Gewinnzielen der Konzerne entsprechen. Und wären die die Bürger keinerlei Lobby in diesem Staat haben, diktieren die Ölkonzerne hierzulande die Politik.

So ein nonsens.
Zerschlagen Sie lieber das Stromkartell, Herr Mundt. Ach so ... das trauen Sie sich nicht. Ist klar.

Dieses Land ist wahrscheinlich nur noch durch einen totalen Zusammenbruch oder eine Revolution zu retten. Das hier passt ja zum Thema: http://newsbote.com/brennpunkt/spritpreise-und-die-koalition-der-abzockenden-volksverdummung/

..genau das ist die fehlerhafte Annahme: Die Mineralölmultis haben die alleinige Schuld. Nun, Preistreiber Nummer 1 ist und bleibt der Staat. Wie schon beim Strompreis sind die Steuern beim Abgabepreis schlichtweg dreist. Berechnet man mal den Steuer-Aufschlag (der Begriff "Steueranteil" ist Schönfärberei; die MwSt wird ja auch aufgeschlagen), dann ist das Raubrittertum sichtbar. Die Mineralölgesellschaften treiben das Spiel durch mehrfache Preisänderungen am Tag auf die Spitze. Differenzen von 9 Cent und mehr sind keine Seltenheit. Früher waren vier Pfennig eine Meldung in der Tagesschau wert; heute hört man nichts. Warum diese Preisschwankungen? Weil wir uns dies gefallen lassen. Ein Blick über die Grenzen zeigt, daß diese Schwankungen so nicht existieren. Und auch der vermeintliche Wettbewerb funktioniert in Frankreich besser. Da kostet der Liter Sprit nicht an jeder Tankstelle gleich viel. Hier in Deutschland ist es egal, ob bei Esso, Aral oder Shell getankt wird. Der Liter ist gleich teuer. Das Kartellamt kann aber keine Preisabsprachen erkennen. Ja was bitte ist denn das? Fakt ist: So lange der Staat eifrig vom hohen Preis profitiert, wird zu Gunsten des Verbrauchers, der sich ja alles gefallen lässt, nichts unternommen.

In einem vollständig transparentem Markt nähern sich Preise zwangsläufig immer stärker an. Für unterschiedliche Preise in einem solchem Markt bräuchte es auch unterschiedliche Produkte. Aber Benzin ist ein durchgenormtes Produkt, welches sich nur durch die Farbe der Tankstelle unterscheidet. Es ist in der Tat völlig egal wo Sie tanken.
Bezüglich Preisen: Wenn meine Nachbartankstelle ihre Preise verändert und das mit einem riesigem Schild preis tut, dann kann ich meine Preise auch ändern. Völlig ohne Absprache.
Die Verschwörungstheorie ist daher völlig deplaziert.





