Anleger- und Verbraucherrecht

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EU-Vergleich: Strom ist in Deutschland besonders teuer

Die Deutschen werden im EU-Vergleich beim Strom besonders stark zur Kasse gebeten. Gemessen an der Kaufkraft zahlen nur die Zyprer mehr für ihren Strom. Auch das Gas hat sich in den letzten Jahren verteuert.

Im EU-Vergleich zahlen die Deutschen mit am meisten für Strom. Quelle: dpa
Im EU-Vergleich zahlen die Deutschen mit am meisten für Strom. Quelle: dpa

LuxemburgDie deutschen Haushalte zahlen im EU-Vergleich mit am meisten für Strom. Die Kilowattstunde Strom kostete in Deutschland in der zweiten Jahreshälfte 2012 durchschnittlich 26,8 Euro - mehr mussten nur Dänen und Zyprer mit jeweils mehr als 29 Euro zahlen, wie die EU-Statistikbehörde Eurostat am Montag in Luxemburg mitteilte. Gemessen an der Kaufkraft der Bevölkerung zahlen die Deutschen gemeinsam mit den Polen sogar am zweitmeisten für Strom. Nur die Haushalte in Zypern müssen demnach noch mehr für Strom ausgeben.

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Im EU-Durchschnitt sind die Strompreise zwischen dem zweiten Halbjahr 2011 und der zweiten Hälfte des vergangenen Jahres um 6,6 Prozent gestiegen, nachdem sie im Vorjahreszeitraum bereits um 6,3 Prozent zugenommen hatten. In Deutschland verteuerte sich der Strom für Haushalte zwischen dem letzten Halbjahr 2011 und der zweiten Hälfte des vergangenen Jahres um 5,7 Prozent.

So funktioniert der Stromanbieterwechsel

  • Vertrag prüfen

    Zuerst sollten Verbraucher in ihrem laufenden Vertrag prüfen, zu welchem Zeitpunkt sie diesen kündigen können.

  • Stromverbrauch ermitteln

    In der letzten Jahresabrechnung können Kunden ihren jährlichen Stromverbrauch ablesen.

  • Preise vergleichen

    In Vergleichsrechnern wie Verivox und Check24 können Nutzer ihren jährlichen Stromverbrauch und ihre Postleitzahl eingeben. Der Rechner ermittelt dann die günstigsten Preise. Verbraucherschützer empfehlen zudem, mehrere Rechner für die Tarifsuche zu nutzen.

  • Vertragsunterlagen anfordern

    Direkt über den Tarifrechner oder über die Website des Versorgers können Kunden die Vertragsunterlagen anfordern.

  • Unterlagen prüfen

    Die Vertragsunterlagen sollten Verbraucher sorgfältig prüfen und anschließend an den neuen Versorger zurücksenden. Oder sie schließen den Vertrag per E-Mail oder im Internet ab.

  • Vollmacht zur Kündigung

    Mit den Vertragsunterlagen kann der Kunde seinem neuen Versorger auch eine Vollmacht zur Kündigung des Liefervertrags mit dem bisherigen Versorger geben.

  • Neuer Versorger wird tätig

    Der neue Versorger regelt mit dem bisherigen den notwendigen Datenaustausch und organisiert gegebenenfalls auch mit dem Netzbetreiber die Zählerablesung, und meldet den Verbraucher dort als seinen Kunden an.

  • Schriftliche Bestätigung

    Vom neuen Anbieter bekommt der Kunde schriftlich oder per E-Mail eine Bestätigung über
    Vertragsabschluss und Lieferbeginn. Verbraucherschützer raten jedoch, den Zählerstand am Wechseltag selbst zu notieren und an ihren örtlichen Netzbetreiber zu schicken.

  • Post vom alten Versorger

    Der bisherige Versorger schickt dem Verbraucher eine Schlussrechnung über den bis zum Wechselzeitpunkt angefallenen Verbrauch. In der Regel kommt diese Rechnung innerhalb von vier bis sechs Wochen.

Die Kosten für Gas erhöhten sich für die Haushalte in den EU-Mitgliedstaaten in dieser Zeit um 10,3 Prozent, nachdem sie sich bereits im Vorjahreszeitraum um 12,6 Prozent erhöht hatten. Die deutschen Haushalte mussten in der zweiten Hälfte des vergangenen Jahres im Gegensatz zum zweiten Halbjahr 2011 beim Gas nur eine Preissteigerung von 1,2 Prozent hinnehmen.

Das dürfte für viele Hausbesitzer und Mieter mit Gasheizung besonders bitter sein, denn der Verbrauch von Erdgas stieg im ersten Quartal 2013 um knapp neun Prozent, wie der Bundesverband der Energie- und Wasserwirtschaft am Montag in Berlin mitteilte.

Grund sei vor allem die kalte Witterung. Der Stromverbrauch dagegen ging im selben Zeitraum um mehr als zwei Prozent im Vergleich zum Vorjahresquartal zurück. Hier nannte der Verband als Gründe die weiterhin schwache Konjunktur, den fehlenden Schalttag sowie das Osterfest, das dieses Jahr bereits im März gefeiert wurde.

  • 28.05.2013, 20:02 UhrSteuerKlasseEins

    Wenn wirklich die Mehrheit für Ökostrom bezahlen will, dann können die Politiker ja die diversen Zwangsmaßnahmen beenden, und wieder den freien Markt entscheiden lassen. Oder haben diese etwa Angst vor dem wahren Willen der Mehrheit? Kann nicht sein!

  • 28.05.2013, 06:40 Uhrklimaschutzinfos.de

    Die Deutschen wollten es doch so mit ihrem Ökowahn, daher sollen sie nicht rumjammern wenn der Strom nun noch teurer wird.

  • 27.05.2013, 23:09 Uhrzumderk

    Und darum sind alle Altparteien nicht mehr wählbar. Niemals. Die Stromabzocke trifft die Bürger hart und ungerecht. Man kann die Politiker nicht mehr wählen.

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