Anleger- und Verbraucherrecht

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Finanzkompetenz für Kinder: Wenn der Goldesel streikt

Woher kommt eigentlich das Geld? Und was kann man damit machen? Schon Kleinkinder verstehen, dass Spielsachen Geld kosten und die Eltern dafür arbeiten müssen. Wie aus dem Nachwuchs kleine Finanzexperten werden.

Quelle: Getty Images
Quelle: Getty Images

Düsseldorf/Bochum„Bricklebrit, Brick-le-brit!“, rufen knapp 60 Kinder und warten gespannt – doch nichts passiert. Der Esel will einfach keine Goldtaler ausspucken. Ob es wohl daran liegt, dass er nur ein Stofftier ist? Nein, auch ein Esel aus Fleisch und Blut produziert kein Gold. Das gibt es nur im Märchen. Doch woher kommt dann unser Geld? Aus dem Geldautomaten?

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Die Drei- bis Sechsjährigen im Evangelischen Familienzentrum Hand in Hand in Bochum schauen ein bisschen ratlos. Doch dann rufen einige: „Dafür muss man arbeiten!“ Ganz genau. Aber was hat das Thema Geld eigentlich in einer Kindertagesstätte zu suchen? Sollten die Kleinen nicht einfach mit dem Esel und anderen Kuscheltieren spielen, ohne sich solche Gedanken zu machen?

Netzwerk Finanzkompetenz

  • Akteure

    Das Netzwerk besteht aus Vertretern von Verbraucher- und Schuldnerverbänden, von Banken und Wirtschaft sowie aus Wissenschaft, Politik und Bildungseinrichtungen in NRW. Hier eine Übersicht.

  • Gründung des Netzwerks

    Ins Leben gerufen wurde das Netzwerk Finanzkompetenz 2006 vom Ministerium für Klimaschutz, Umwelt, Landwirtschaft, Natur- und Verbraucherschutz NRW (MKULNV). Es will die Finanzkompetenz der Menschen in Nordrhein-Westfalen stärken.

  • Aktionswoche Finanzkompetenz

    An der Aktionswoche nehmen landesweit mehr als 30 Projekte teil. Sie werden währenddessen vom Verbraucherministerium NRW finanziell unterstützt. Koordiniert wird die Aktionswoche von der Evangelischen Schuldnerberatung der Diakonie Düsseldorf.

  • Ablauf der Aktionswoche

    Der Schwerpunkt der Aktionswoche „Stärkung der Finanzkompetenz von Kindern, Jugendlichen und jungen Familien in Nordrhein-Westfalen“ liegt auf der Woche vom 15. Bis 19. Juli. Die Aktionen dürfen aber auch schon vorher beginnen. Vertreten sind zahlreiche bewährte Projekte, einige wurden auch eigens anlässlich der Aktionswoche ins Leben gerufen.

  • Ziel der Aktionswoche

    Innovative Projekte, die der Vermittlung von Finanzkompetenz dienen, sollen in den Fokus der Öffentlichkeit gerückt und bekannt gemacht werden.

In dieser Woche nicht. Denn die Kinder sollen einige Grundlagen rund ums Geld lernen. Das Konzept stammt von Kirstin Wulf. Die Wahl-Berlinerin hat Anfang 2012 mit ihrem Partner das Projekt „Bricklebrit – Eltern. Kinder. Geld“ gegründet. In Workshops reden sie mit Eltern darüber, wie Geldthemen in den Alltag integriert und Kindern und Jugendlichen spielerisch Finanzwissen und Werte vermittelt werden können. Gefördert wird die Aktion in Bochum durch das Netzwerk Finanzkompetenz NRW.

„Man kann gar nicht früh genug anfangen, Kinder an Geld und Finanzthemen heranzuführen“, sagt Wulf. „Genauso wie Erwachsene leben auch Kinder in einer Konsumwelt und sollten rechtzeitig lernen, damit umzugehen.“ Bei den Eltern in Bochum stieß das Ansinnen auf großes Interesse. „So viele Eltern waren lange nicht zu einem Elternabend gekommen“, sagt Astrid Schröder, Leiterin des Familienzentrums.

  • 13.05.2013, 10:48 UhrJohnnyCash

    Kleinen Kindern den Unwert des Fiat-Geldes beizubringen ist völlig kontraproduktiv, da diese Kindern damit nur zu Mitläufern eines nicht mehr funktionierenden Systems werden, anstatt später die Ursachen der Krise zu beseitigen über wirklichkeitsnähere Denkmodelle und das Ursachenverständnis!

  • 09.05.2013, 15:13 UhrRDA

    Na dann erläutern Sie bitte Ihre Argumente. Insbesondere die Werthaltigkeit von Kapitalstöcken privater Versicherer angesichts negativer Realzinsen, Schuldenschnitten sowie debt-to-equity swaps interessiert mich. Und erläutern Sie auch bitte, wie man einen asset-meltdown vermeidet, wenn private Versicherer weltweit zwischen 2020 und 2040 ihre Anlagen auflösen, weil die Bevölkerung in vielen Ländern zur gleichen Zeit massiv altert.
    Und zu guter Letzt möchte ich auch wissen, warum unser Staat an der Lohnsteuer festhält, wenn denn angeblich immer weniger Arbeitnehmer überfordert sind, Staatsaufgaben zu finanzieren.

  • 07.05.2013, 22:41 UhrAnderson

    Sie haben ja so recht. Bildung macht eben auch blöd. Wenn die Erziehung in Sachen Wirtschafts- und Finanzsystem so aussieht dann lieber keine Bildung. Unverbildetete Kinder erkennen wahrscheinlich diesen Irrsinn im Finanzsystem eher als irgendwelche BWL-er. Schließlich ist es ja auch ein Kind in "Des Kaisers neue Kleider", welches laut ausruft, daß der Kaiser nackt ist.

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