Diskussion: Kommentare zu: „Banken sitzen auf einer Zeitbombe“

Oliver Stock, Chefredakteur Online

Liebe Leserinnen und Leser,

Wir freuen uns auf Ihren Kommentar. Gerne kritisch. Gerne auf den Punkt - von mir aus kurz und schmerzhaft. Auch Lob würden wir annehmen. Am meisten freuen wir uns, wenn Sie zu Ihrer Meinung mit Ihrem wirklichen Namen stehen. Wir möchten wissen, mit wem wir diskutieren, und Sie möchten wahrscheinlich auch wissen, mit wem Sie sich auseinandersetzen. Wir glauben, dass es zu einem fairen Umgang miteinander im Netz gehört, sich offen gegenüberzutreten. Dafür steht die Handelsblatt-Online-Redaktion. Dafür stehe ich.

Ihr
Oliver Stock
Chefredakteur Handelsblatt Online

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  • 16.03.2010, 18:57 UhrAnonymer Benutzer: k.-h.

    Provisionen dienen vor allem der Verteilung - dazu wurden sie eingeführt. Nichts ist falsch, dem, der hilfreich war, ein Püktchen - oder zwei - zukommen zu lassen. Oft werden Vermittler allein deswegen in Geschäfte einbezogen, um Provisionen zur Verteilung an Adressen zu generieren, die für eine Seite tabu sind oder bleiben sollen. So what? Nicht in der Skandalisierung liegt die Lösung, sondern in der Aufklärung, daß dies so ist, seit es Geschäft gibt und daß dies ein Jeder wissen kann, wenn er es denn will. Das sollte reichen - für den sogenannten kleinen Mann, der ohnehin der Einzige ist, der sich noch erfolgreich dumm zu stellen vermag.

  • 16.03.2010, 19:13 UhrAnonymer Benutzer: Jonas

    "Das sollte reichen - für den sogenannten kleinen Mann, der ohnehin der Einzige ist, der sich noch erfolgreich dumm zu stellen vermag."

    Aber k.-h., die Dümmsten sind doch immer noch die bankster, die sich Schrottimmobilien haben andrehen lassen, wo das 200000 Haus für den 500000 Kredit als Sicherheit reichen sollte. Es waren banker, die das Haus als Sicherheit zu dem Preis anerkannt haben.

    Klar, hinterher wollen einige von denen mehr Sicherheiten haben, und DAS ist das eigentlich kriminelle, während die Überbewertung nur die grenzenlose Dummheit der Dümmsten der Dummen war.

    Hinzu kommt natürlich die kriminelle Handlung, den Steuerzahler für die Verluste einspringen zu lassen, aber die boni weiterhin beziehen zu wollen.

    Wie versteckt die schlechten KOnditionen von vielen Finanzprodukten sind, erfährt man erst. wenn man es mal wirklich zerlegt un hinterfragt. Hinterfragt mit Fragen auf die nicht mal ein bankprofi kommt. Denn Sie sollten nicht vergessen, daß hundertausende von bankmitarbeiteren seit Jahrzehnten keinen anderen Job haben, also möglichst gut aussehende aber vom inhalt her desaströse Produkte zu entwerfen, die nur ein Zeil haben: Den Kunden über's Ohr zu hauen. Und weil man nie wissen kann wie klug der Kunde ist, sind die Produkte halt so geschickt gebaut, daß selbst die Vertreter, also der bankster eigene Garde, sie nicht mehr durchschauen können.

  • 17.03.2010, 11:47 UhrAnonymer Benutzer: Dr. Robi

    in der Tat verwundert es immer wieder, wie erfolgreich manche Menschen damit sind, sich "dumm" zu stellen. Und die selbsternannten Verbraucherschützer - und noch schlimmer Verbraucherschutzanwälte - verhalten sich wie Parasiten. Denn wer ein bischen denken kann, der weiss:
    - der bäcker verdient am brot, ggf. die Filiale, die Verkäuferin ...
    - der Autohersteller und seine Mitarbeiter verdienen am Auto, der Autohändler und sein Verkäufer
    - und so könnte die Liste weitergehen...
    Aber auch wir leisten unsere Arbeit und wollen dafür entlohnt werden! Mit Recht!
    Warum bitte, sollte die bank und deren Mitarbeiter nichts daran verdienen. Oder der Finanzberater seine Leistung kosternfrei erbringen?????? Dieser Gedanke ist nicht nur naiv, sondern unverschämt. Und der Kunde legt sein Geld mit dem Ziel der Rendite an, dass er auch "Nebenkosten" mitbezahlt sollte auch dem Dümmsten klar sein. Wer das nicht versteht, sollte seine Finger davon lassen! Aber für die eigene Dummheit und Gier permanent anderen den schwarzen Peter zuzuschieben, ist wirklich daneben.
    Versteht mich nicht falsch, ich rechtfertige hier nicht Falschberatung, unseriöse Produkte, Kriminalität, etc.; im Artikel geht es um die bezahlten Nebenkosten und wer diese erhalten hat. Wenn ich 5% Agio bezahle, dann ist mir eigentlich egal, wer diese erhält. Und wie die Managementgebühr verteilt wird, ändert für mich auch nichts. Da ist es für mich wesentlich bedeutender, dass die Anlage ihre versprochene Rendite erwirtschaftet. Der Rest ist Philosophie.

  • 17.03.2010, 13:36 UhrAnonymer Benutzer: Tonce

    # Dr. Robi # und Konsorten
    Verdienen ist die eine Sache - aber ich glaube nicht, das der bäcker seiner Verkäuferin zum Jahresende noch eine "boni" zahlt, welche das (teilweise) Mehrfache vom Jahresgehalt ist. Dazu müsste er die brote natürlich um einiges verteuern und ein # Dr. Robi # dann schreiben würde, das die brote doch nicht so teuer sein können.

    NUR:
    beim bäcker kann ich dem sein brot bei schlechter Ware auf dem Tresen knallen und er muss mir das Geld Rückerstatten.

    UND:
    Die Verkäufer(rin) verkauft nur das, was der Kunde will und bekommt dafür halt nur ihr monatliches Lohn. Die restlichen Gewinne/Verluste bleiben beim bäcker – so etwas nennt sich „unternehmerisches Risiko“.

    AbER:
    Die Vermittler leben ja nicht nur von Provisionen einzelner Produkte.

    Meines Erachtens ist in diesen Fällen das eigentliche Problem nicht die Zahlungen der Vermittlergebühren. Entweder arbeite ich auf Provisionsbasis oder für Lohn/Gehalt. Das Resultat der heutig angewendeten Variante sehen (und spüren) wir jetzt. Vor allem die „kleineren“ Leute, welche tiefer in ihre Tasche greifen dürfen – auch wegen dem Staatlichen Garantien über ein Paar Milliardchen mehr. Kann an da von einem gesunden Gesellschaftsprinzies einer Demokratie sprechen??

    Das Fundament, auf dem Gesellschaften aufgebaut sind, sind doch die unteren Volksschichten – die sogenannten Füße der Gesellschaft. ich kenne zumindest keine Gesellschaft, in der den „Oberen“ was entnommen wird, um den „Unteren“ mehr zukommen zu lassen.

    Wenn ich mir so manche, auch negativer Aussagen aus den 90’er Jahren wieder vor Augen führe, hat sich doch die Eine oder Andere bewahrheitet – leider.

    Aber was soll's - Augen zu und durch; bis zum nächsten mal.

  • 17.03.2010, 18:30 UhrAnonymer Benutzer: schnutzelpuh

    Nur das der im u. g. Kommentar genannte Personenkreis (bäcker Autohersteller, -Verkäufer) bei bezahlung immer liefert, was bei den Finanzproduktverkäufern in dem ein oder anderen Geschäft nicht der Fall ist. Die Rendite bleibt aus aus oder man hat sogar Verluste. Es ist dringend neben dem bonus auch ein ein Malus System zu etablieren.
    Dann wird von den Finanzproduktverkäufern nicht jeder Scheissdreck an den mann gebracht. Der begriff berater kann bei dieser berufsgruppe ohnehin nicht mehr in den Mund genommen werden. Das hat dieses Klientel einfach vergeigt.

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