Während sich die meisten wissenschaftlichen Arbeiten auf einzelne Bewertungsfälscher konzentrieren, hat eine Forschergruppe der University of Illinois in Kooperation mit dem Suchmaschinenkonzern Google ganze Gruppen von Spammern aufs Korn genommen (http://www.cs.uic.edu/~liub/publications/WWW-2012-group-spam-camera-final.pdf) . Der Grund: Durch deren breitgestreute Falschbewertungen richteten sie besonders großen Schaden für Unternehmen und Kunden an.
Das Auffinden solcher Fälscherrudel ist zudem vergleichsweise leicht, so ein Ergebnis der Wissenschaftler, die zu diesem Zweck eine Software eingesetzt haben. Denn mit auffälligem Verhalten entblößen sich die Spammer: Bewerten etwa mehrere Nutzer innerhalb kurzer Zeit die gleichen Produkte mit der gleichen Gesamtnote, deutet dies auf eine solche Gruppe hin.
Zudem gehen die Informatiker davon aus, dass Spammerkollektive ihre Bewertungen in der Regel kurz nach dem Erscheinen eines Produkts vornehmen. So versuchten sie, möglichst früh und dementsprechend stark die Kaufentscheidung der Kunden zu beeinflussen.
Linguistische Analysen der Bewertungstexte schnitten in der Studie schlecht ab. Hier glauben die Forscher, dass Fälscher am ehesten bei Rezensionen ähnlicher Produkte auch an den Textinhalten erkannt werden können. Bei produktübergreifenden Manipulationen sei das schwieriger.
In der Arbeit aus Illinois zeigt sich auch, wie professionell die Betrüger mittlerweile vorgehen: Untersucht wurden Rezensionen beim Online-Kaufhaus Amazon. In einem der Fälle, die die Software ausgefiltert hat, haben die Fälscher nicht nur sehr glaubwürdige Texte geschrieben, sondern dafür auch viele „hilfreich“-Auszeichnungen von anderen Usern erhalten. Nur an ihren Inhalten gemessen wären sie also wohl nie aufgefallen. Weil sie sich beim Bewerten auffällig verhielten, konnten sie der Software jedoch nichts vormachen.

"Vlt ein bonussystem dazu einführen. Wenn man bestellte Artikel (abglecih mi Kundendaten) bewertet (telefonisch) "
Ja, wäre auch eine gute Möglichkeit, hilft aber bei den vielen, ach so nützlichen, Affiliate-Seiten nichts.
Kundenbewertungen, also echte Kunden, die was gekauft haben, wie man das auch immer bewerkstelligt, sehe ich als einzige Möglichkeit etwas mehr Ehrlichkeit ins Ganze zu bringen.
Aber selbst die größte Monopolsuchmaschine verzweifelt an den "Optimierungen" um die besten Plätze im Index.

Aber wer hat schon Zeit und Nerv da extra anzurufen? Wenn ich zB auf Am*zon etwas bewerten möchte tue cih das doch, weil cih gerade etwas Zeit ahbe und anderen etwas gutes tun möchte. Da will ich doch keine Tel. Kosten zahlen!
Vlt ein bonussystem dazu einführen. Wenn man bestellte Artikel (abglecih mi Kundendaten) bewertet (telefonisch)

"Haben die Betreiber also hohe Schutzwälle errichtet, erhöhen sie damit auch die Signalkosten für Spammer – die sich bei zu strengen Regularien abwenden."
Also irgendwie wäre ich da nun wirklich nicht drauf gekommen ...
Man kann es technisch noch so gut machen, es wird immer eine neue techische Finesse dazu erfunden, die genau das aushebelt.
Das einzige was wirklich hilft, ist Kommentarfunktion für Nicht-Mitglieder abschalten, und jede Bewertung persönlich durch z. B. telefonischen Kontakt verifizieren.
Damit könnte man sich in mancher Sparte auch andere Finanzierungsmodelle für solche Portale erschließen.






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