
Könnte ich davon nicht ein Haus für mich oder meine Kinder kaufen?
Wer ein Haus kauft, kann dem Verkäufer nicht einfach das Geld in die Hand drücken und einziehen. Bei einem Immobilienkauf muss ein Notar eingeschaltet werden, dieser meldet den Vorgang dem Finanzamt, schon wegen der Grunderwerbsteuer. Auch ein Immobilienerwerb löst also unkalkulierbare Risiken aus.
Aber fünf Millionen Euro im Safe sind doch besser als eine kleine Summe auf einem Konto oder Depot. Und viele Sachen kann ich auch bar bezahlen.
Fünf Millionen Euro nach und nach für Einkäufe im Supermarkt auszugeben, ist keine gute Idee. Eine sinnvolle Vermögensnutzung sieht anders aus. Auch Kleider und Hemden haben Sie irgendwann genug und wenn Sie teuren Schmuck bar bezahlen, muss der Juwelier die Barzahlung wiederum prüfen und gegebenenfalls an die Behörden melden.
Wie wäre es dann mit einer Schenkung? Ich könnte das Geld an meine Kinder und Enkel verteilen?
Das würde das Problem nur verschieben, denn die Beschenkten müssten Schenkungssteuer zahlen und hierfür eine Steuererklärung abgeben. Geben Sie ihnen das Geld einfach so und erklären die Beschenkten nichts, so werden sie auch zu Steuerhinterziehern. Wird die Schenkung hingegen offiziell mit einem Schenkungsvertrag besiegelt, steht dort ihr Name drin. Und dann ist es für das Finanzamt ein Leichtes, bei Ihnen nachzufragen, woher das Geld kommt.
Als Steueroasen werden Länder bezeichnet, die keine oder nur sehr niedrige Steuern auf Einkommen oder Vermögen erheben - und Anlegern Anonymität und Diskretion versprechen. Besonders für Anleger, die in ihrem Heimatland höhere Steuersätze zahlen müssten, sind Steueroasen attraktiv. Die Staaten sind oft klein und wohlhabend, werden meist von stabilen Regierungen geführt und bemühen sich häufig um Investitionen aus dem Ausland. Außerdem garantieren sie Rechtssicherheit und wahren das Bankengeheimnis.
Den jüngsten Enthüllungen zufolge geht es vielfach um autonome Inselstaaten, weshalb häufig von „Offshore-Leaks“ die Rede ist. Betroffen sein sollen etwa die Britischen Jungferninseln und Kaimaninseln in der Karibik, im Südpazifik die Cookinseln und Samoa, die im Indischen Ozean gelegenen Seychellen und das zu Malaysia gehörende Eiland Labuan sowie Hongkong, Singapur und Panama. Aber auch auf dem Festland, etwa in Luxemburg, sollen die Beschuldigten ihr Geld den Recherchen zufolge versteckt haben.
Eine der wichtigsten Voraussetzungen für diese Geschäfte ist Verschwiegenheit. Viele Steueroasen werben im Internet mit dieser Diskretion und locken so Anleger an, die ihr Kapital vor dem heimischen Fiskus verstecken wollen. Sie gründen oder kaufen für ihre Auslandsgeschäfte beispielsweise Tochterunternehmen, deren Gewinne im Niedrigsteuerland gehalten und wieder investiert werden. Oft erschweren komplexe Unternehmensgliederungen den Behörden die Ermittlungen.
Nach Schätzungen der Deutschen Steuergewerkschaft (DStG) umfasst das weltweite Hinterziehungsvolumen allein für deutsche Steuerhinterzieher rund 400 Milliarden Euro. Hiervon dürften laut DStG allein 150 Milliarden Euro auf die Schweiz entfallen. Nach einer im vergangenen Jahr veröffentlichten Studie verstecken Superreiche weltweit mindestens 21 Billionen US-Dollar (17 Billionen Euro) in Steueroasen, um dem Fiskus zu entgehen.
Nicht alle Methoden, die deutschen Steuerbehörden zu umgehen, sind illegal. Wer etwa seinen Wohnsitz ins Ausland verlegt, kann privates Einkommen in ein ausländisches Niedrigsteuerland verlagern, ohne sich strafbar zu machen. Strafbar macht sich aber, wer dem Finanzamt seine Geldanlagen in Überseegebieten verschweigt, seinen Wohnsitz aber in Deutschland hat und dort auch sein Einkommen versteuern müsste. International tätige Konzerne können ihre Gewinne durchaus legal auf die Tochterunternehmen verteilen, so dass ein möglichst geringes Steueraufkommen anfällt.
Mangels verbindlicher internationaler Abkommen fällt es den Strafverfolgern schwer, den illegalen Geschäften auf die Spur zu kommen. Auskünfte zu Banken oder den Eigentumsverhältnissen an Gesellschaften können ihnen verwehrt werden. Zwar hat die Wirtschaftsorganisation OECD einen internationalen Steuerstandard festgeschrieben, der vor allem den Austausch von Informationen über mögliche Betrüger umfasst. Diese Regeln werden aber nicht immer von allen Ländern eingehalten. Zudem müsste die Zahl der Betriebsprüfer nach Angaben der DStG in Deutschland um 10 bis 20 Prozent erhöht werden, um Einkommensmillionäre ausreichend zu prüfen.
Also gut, aber könnte ich das Geld dann nicht einfach in ein anderes Land bringen?
Es geht hier ja um Ihre Ersparnisse, die Sie für schlechte Zeiten zurückgelegt haben. Und Sie möchten das Geld wohl nicht sofort verprassen. Rein theoretisch könnten Sie das Geld natürlich in ein anderes Land transferieren.
Wohin denn? In die Schweiz?
Die Schweizer Banken nehmen inzwischen keine großen Bargeldbeträge mehr an, das ist Teil ihrer Weißgeldstrategie. Sie müssten also etwas weiter weggehen.
In die Karibik oder nach Singapur?
Zum Beispiel. Mit diesen sogenannten Steueroasen gibt es aktuell noch keinen automatischen Informationsaustausch. Auch mag es sein, dass Sie ein Land finden, in dem Banken noch größere Bargeldbeträge einfach so entgegennehmen, wenn Sie es nicht überweisen wollen. Allerdings ist das Geld dann so weit weg, dass Sie kaum noch Kontrolle darüber haben. Und wenn Sie vor Ort nach Ihrem Konto fragen, kann es passieren, dass man Sie gar nicht kennt und das Geld verschwunden ist.

Mit den USA funktioniert der steuerliche Auskunftsaustausch problemlos. Es sitzt sogar ein deutscher Verbindungsbeamter beim amerik. IRS, umgekehrt ebenso in US-Beamter in Berlin.
Die USA haben bereits in den 70'iger Jahren im Rahmen des automatisierten Verfahrens Kontrollmitteilungen (z.B. über den Bezug von Belegschaftsaktien von US-Gesellschaften, die in D. Niederlassungen hatten) nach D. geschickt. Noch nicht einmal mit allen EU-Ländern läuft der Informationsaustausch so gut wie mit den USA.

Die USA ist die größte legale Steueroase. Mein Tip: Eröffne eine Trust Company in Delaware und Du bist sicher. Die USA werden auch noch in 100 Jahren keine Informationen nach Europa senden. Mexico versucht das vergeblich seit Jahren.

.......das ist doch nicht schwierig! Wie vor 100 o. 200 Jahren unters Kopfkissen, unter die Matratze und abwarten. Es wird sich dann irgendwie wieder ein Weg finden lassen, das Geld mit Gewinn anzulegen. Also, kein Kopfzerbrechen, Ruhe bewaren Kommt Zeit kommt Rat






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