Das klingt riskant, aber vor den Steuerbehörden wäre mein Geld dort immerhin sicher?
Aktuell weiß niemand, wie lange das so bleibt. In den vergangenen Jahren wurde eine Steueroase nach der anderen ausgetrocknet. Die EU und die USA machen großen Druck auf die verbliebenen Staaten, die noch Steuerschlupflöcher bieten, und setzen immer öfter den automatischen Informationsaustausch zwischen Banken und nationalen Steuerbehörden durch. Es kann also passieren, dass Ihr Vermögen bald auch in dem anderen Land nicht mehr anonym ist.
Also doch die Selbstanzeige? Aber droht mir dann nicht das Gefängnis?
Die Selbstanzeige ist die sicherste Möglichkeit. Eine Gefängnisstrafe und jede andere Sanktion scheidet aus, wenn die Selbstanzeige gut vorbereitet ist und sachkundig begleitet wird. Im Übrigen ist eine Gefängnisstrafe bei reinen Kapitalanlagefällen ziemlich unwahrscheinlich, selbst wenn man ohne eine Selbstanzeige erwischt wird. Damit es dazu kommt, müsste es noch um mehr Geld als fünf Millionen Euro gehen.
Und wie hoch würde in meinem Fall die Nachzahlung sein?
Angenommen, Sie haben das Konto über die letzten zehn Jahre geführt und die Summe ist stets etwa gleich geblieben, weil Sie zwischendurch einen Teil abgehoben haben oder Gebühren zahlen mussten. Wenn Sie dann jährlich zwei Prozent steuerpflichtigen Ertrag wie Zinsen und Dividenden erwirtschaftet haben, müssen Sie für jedes Jahr knapp unter 100.000 Euro versteuern, also zusammen vielleicht rund eine Millionen Euro. Wenn grob gerechnet etwa 50 Prozent Steuern anfallen, ergibt sich eine Steuerlast von 500.000 Euro. Dazu kommen noch Zinsen von sechs Prozent pro Jahr für die verspätete Zahlung. Insgesamt ergibt das eine Nachzahlung von etwa 700.000 Euro.
Dann bleiben mir also nur noch 4,3 Millionen?!
Wenn Sie mich fragen würden, ob ich lieber fünf Millionen hätte, die sich quasi in einem Glaskasten befinden, weil ich damit nichts machen kann. Oder die 4,3 Millionen, bei denen ich freie Hand bei der Anlage habe, würde ich auf jeden Fall die 4,3 Millionen Euro nehmen. Noch dazu gewinnt man auch an Lebensqualität, wenn man nicht ständig Angst hat, dass der Steuerfahnder klingelt.
Und wie hoch wäre die Strafe, wenn ich mich nicht melde und erwischt werde?
Wenn Sie erwischt werden, müssen Sie ebenfalls die etwa 700.000 Euro nachzahlen, dazu kommt dann noch eine Geldstrafe, die sich an den persönlichen Einkommensverhältnissen orientiert, aber ohne weiteres nochmals denselben Betrag erreichen kann. Wenn der Fall als besonders schwer eingestuft würde, könnte sogar eine Freiheitsstrafe auf Bewährung drohen.

Mit den USA funktioniert der steuerliche Auskunftsaustausch problemlos. Es sitzt sogar ein deutscher Verbindungsbeamter beim amerik. IRS, umgekehrt ebenso in US-Beamter in Berlin.
Die USA haben bereits in den 70'iger Jahren im Rahmen des automatisierten Verfahrens Kontrollmitteilungen (z.B. über den Bezug von Belegschaftsaktien von US-Gesellschaften, die in D. Niederlassungen hatten) nach D. geschickt. Noch nicht einmal mit allen EU-Ländern läuft der Informationsaustausch so gut wie mit den USA.

Die USA ist die größte legale Steueroase. Mein Tip: Eröffne eine Trust Company in Delaware und Du bist sicher. Die USA werden auch noch in 100 Jahren keine Informationen nach Europa senden. Mexico versucht das vergeblich seit Jahren.

.......das ist doch nicht schwierig! Wie vor 100 o. 200 Jahren unters Kopfkissen, unter die Matratze und abwarten. Es wird sich dann irgendwie wieder ein Weg finden lassen, das Geld mit Gewinn anzulegen. Also, kein Kopfzerbrechen, Ruhe bewaren Kommt Zeit kommt Rat






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