Steuern

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Einkommensteuer-Tipps: Was Steuerzahler alles absetzen können

Ein durchschnittlicher Haushalt kann bei der aktuellen Steuererklärung für 2009 vor allem vom Steuerbonus für Handwerkerrechnungen und Haushalts-Dienstleistungen profitieren. Zusätzlich können alte Anlageverluste aus der Finanzkrise die Steuerlast reduzieren. Wie Sie mehr aus Ihrer Einkommensteuererklärung herausholen - Gestaltungstipps.

Rund 750 Euro Steuererstattung werden im bundesdeutschen Durchschnitt bei der Abgabe einer Einkommensteuererklärung erreicht. Quelle: ap
Rund 750 Euro Steuererstattung werden im bundesdeutschen Durchschnitt bei der Abgabe einer Einkommensteuererklärung erreicht. Quelle: ap

DÜSSELDORF. Wer 2009 Handwerker oder Dienstleister wie Au-Pair-Mädchen, Putzfrau und Altenpfleger bezahlen musste, kann damit kräftig Steuern sparen. Solche Rechnungen dürfen bei der Steuererklärung nicht vergessen werden. Es lohnt sich: Das Finanzamt beteiligt sich jetzt an vielen Ausgaben rund um den Haushalt von bis zu 5 710 Euro. Das ist deutlich mehr als noch 2008. Der Steuervorteil drückt die Steuerlast direkt nach unten.

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Und weil es häufig Streit darüber gab, ob auch ein Friseurbesuch daheim oder der Klavierstimmer absetzbar ist, listet das Bundesfinanzministerium (BMF) nun erstmals auf, welche Kosten geltend gemacht werden können und welche nicht.

Seit 2006 räumt der Staat Steuerboni ein für legale Handwerkerarbeiten und Dienstleistungen, die sonst gern schwarz vergeben werden. Doch die Finanzämter waren sich nicht immer einig darüber, was im Einzelnen tatsächlich geltend gemacht werden kann und was nicht. Wie Steuerpflichtige den finanziellen Vorteil richtig ausschöpfen:

Handwerkerarbeiten: Seit 2009 lassen sich viel mehr Handwerkerleistungen absetzen. Wer beispielsweise Haus und Hof in Schuss bringen oder die eigenen vier Wände renovieren ließ, kann 20 Prozent des Arbeitslohns von bis zu 6 000 Euro geltend machen. Maximal sind also 1 200 Euro Steuerersparnis drin, doppelt so viel wie noch 2008. Das Finanzamt erkennt dabei alles an, was mit Renovierung, Erhalt oder Modernisierung zusammenhängt. Absetzbar sind allerdings nur die Arbeitsleistung sowie Kosten für Anfahrt und Maschinenmiete, kein Material. Bargeld darf nicht fließen.

Zu den Handwerkerleistungen zählen Schönheitsreparaturen wie Tapezieren, Malern, Heizkörper-Lackieren oder die Teppichbodenreinigung vom Profi. Außerdem der Fensteraustausch, das Herausreißen alter Fußböden, Fliesen und Parkett legen sowie Möbelmontagen. Auch Arbeiten am Dach, an Regenrinne und Fassade, an Heizungsanlagen, Elektro-, Gas- oder Wasserinstallationen sind gefördert. Sogar der Schornsteinfeger, der Klavierstimmer sowie der Umzug inklusive Renovierung der alten und neuen Wohnung sind absetzbar.

Für die Reparatur und Wartung von Haushaltsgeräten im Haus darf man sich vom Finanzamt ebenso Geld zurückholen. Also dann, wenn Waschmaschine, Fernseher oder Computer streiken, Herd oder Geschirrspüler daheim gerichtet werden müssen.

Muss ein Gerät in die Werkstatt, gibt es dagegen keinen Bonus. Das gilt grundsätzlich auch beim Arbeitseinsatz für Neubaumaßnahmen. Kommen Friseur oder Kosmetikerin auf Hausbesuch, blockt der Fiskus ebenso ab - außer bei Pflegebedürftigen. Nicht absetzbar laut der BMF-Liste sind außerdem Kosten für den Energiepass, für Gutachter, eine Haushaltsauflösung oder etwa den Aufzugnotruf.

Übersicht:
1: Handwerker und BMF-Liste
2: Haushaltsnahe Dienstleitungen
3: Abgeltungsteuer und Verlust-Verrechnung
4: Arbeitsmittel und Steuerberatungskosten
5: Werbungskosten I: Versicherungsbeiträge, Telefon & Internet, Fortbildung
6: Werbungskosten II: Bewirtungskosten, Ehrenamt/Übungsleiter, Kontoführungsgebühren
7: Arbeitszimmer
8: Vorsorgeaufwendungen absetzen
9: Kinder und Ausbildung
10: Weiterführende Links zu den Themen: Doppelte Haushaltsführung, Pendlerpauschale, Abgeltungsteuer auf Indexfonds und Zertifikate, Elster und Steuersoftware

Lesen Sie weiter auf Seite 2: Putzhilfe und Kindermädchen absetzen

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