Steuern

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Steueränderungen 2013: Ein bisschen mehr Netto in der Tasche

Im kommenden Jahr können sich viele über mehr Geld freuen – zunächst. Denn Steuersenkungen machen sich bemerkbar, doch auf der anderen Seite wird es auch einige neue Belastungen geben.

Die Bürger bekommen 2013 mehr Netto durch Steuererleichterungen - aber gleichzeitig gibt es höhere Belastungen durch steigende Sozialversicherungen. Quelle: dpa
Die Bürger bekommen 2013 mehr Netto durch Steuererleichterungen - aber gleichzeitig gibt es höhere Belastungen durch steigende Sozialversicherungen. Quelle: dpa

BerlinIm Jahr der Bundestagswahl können sich Millionen Beschäftigte über etwas mehr Netto in der Lohntüte freuen. Durch Steueränderungen dürften 2013 übers Jahr gesehen bis über 200 Euro mehr auf dem Gehaltskonto landen, je nach persönlicher Situation, wie der Haufe-Verlag im Auftrag des Bundesverbands der Lohnsteuerhilfevereine (BdL) berechnet hat. Bei dem Plus ist noch nicht berücksichtigt, dass der steuerfreie Grundbetrag voraussichtlich ab März um 126 Euro auf 8.130 Euro erhöht werden soll. Sprich: Sobald die Anhebung abgesegnet ist, sinkt die Steuerlast dann noch einmal für Millionen Bürger.

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Im Vorteil sind ab Januar vor allem die mittleren bis kleinen Einkommensstufen, wie BdL-Geschäftsführer Erich Nöll der Nachrichtenagentur dapd sagte. Trotz der erfreulichen Gehaltsaussichten fürs neue Jahr kann aber der Mehrverdienst für viele schnell wieder dahin sein. Vor allem die enormen Preissprünge für Energie dürften die Entlastung im Geldbeutel vermutlich rasch wieder schrumpfen lassen. Viele privat Krankenversicherte müssen 2013 zudem empfindliche Verteuerungen für ihre Policen in Kauf nehmen.

Steuerrecht Der Dienstwagen könnte günstiger werden

Vor dem Bundesfinanzhof wurde heute über die Besteuerung von Dienstwagen verhandelt.

Dass viele Bundesbürger ab Januar etwas mehr Verdienst rauskriegen, liegt vor allem an den neuen Rechengrößen in der Sozialversicherung. Der Beitrag für die gesetzliche Rentenversicherung sinkt 2013 auf den niedrigsten Stand seit 18 Jahren, nämlich von 19,6 auf 18,9 Prozent des Bruttoeinkommens. Niedriger lag der Beitrag zuletzt im Jahr 1995, da waren es 18,6 Prozent. Er wird je zur Hälfte vom Arbeitnehmer und Arbeitgeber bezahlt. Beide müssen im kommenden Jahr jeweils 0,35 Prozentpunkte weniger dafür aufbringen. Einem Durchschnittsverdiener bringt das etwa acht bis neun Euro mehr Lohn im Monat.

Gesetzlich Krankenversicherte zahlen allerdings zugleich etwas mehr für die Pflegeversicherung. Der Beitragssatz steigt 2013 von 1,95 auf 2,05 Prozent, bei Kinderlosen auf 2,3 Prozent. Unterm Strich bleibt aber immer noch mehr in der Lohntüte als bisher, wie Uwe Rauhöft vom Neuen Verband der Lohnsteuerhilfevereine (NVL) erklärt.

  • 30.12.2012, 19:14 UhrDienstwagenNurFuerDienste

    Ja, wer den Weg ins NETTO findet, der muß aber immer wieder höllisch aufpassen, daß er irgendwie beim Vergleich der Packung erleben darf, Rechnen ist wirklich nur eine Sache für diejenigen, die es Können.

    So gesehen ist der Artikel eine Provokation für solche Menschen, die es richtig krachen lassen, zumindest an Sylvester. Was danach kommt? Wir werden sehen, ob wir unsere Bundeswehrsoldaten endlich, auch im täglichen Geschäft, einmal die Hand reichen dürfen. In unsicheren ZEITen, wie diesen, scheint es sicherlich unumstößlich, daß die Menschen irgendwann mit der Nase drauf gestossen werden, zu finden, was sie schon immer suchten. Und die meisten davon haben einen Führerschein schon beizeiten, um sich richtig fortbewegen zu können. Na ja, die Welt ändert sich solange nicht, bis der Mensch mit sich selbst ein Einsehen hat. Wer will das schon?

  • 30.12.2012, 19:04 UhrKeiner_ist_UNSCHULDIG

    Beitrag von der Redaktion gelöscht. Bitte achten Sie auf unsere Netiquette: „Kommentare sind keine Werbeflächen“ http://www.handelsblatt.com/netiquette

  • 30.12.2012, 18:02 Uhrblack

    ...was passiert eigentlich wenn NIEMAND ab Januar diese GEZ-Zwangsclubgebühr bezahlt? Das wäre doch einmal ein toller Volksversuch...

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