Die Relevanz
Von einem Einzelfall kann keine Rede sein, denn Produktpiraterie macht der Wirtschaft weltweit immer mehr zu schaffen. „Speziell bei Schuhen stellten wir diesen Winter deutlich mehr Plagiate sicher“, sagt Gerd Plinz. 2009 habe man Schuhe im Wert von 2.000 Euro beschlagnahmt, 2010 seien es bereits Schuhe im Wert von 91.000 Euro gewesen.
Und das ist längst nicht alles, denn Smartphones, Tablet-PCs, Uhren, Schmuck oder Kleidung werden ebenfalls gerne gefälscht und als vermeintliche Schnäppchen ver- und gekauft. „Insgesamt haben wir beim Hauptzollamt Köln 2010 Waren im Wert von 3,7 Millionen Euro beschlagnahmt“, sagt Plinz. Bundesweit waren es Waren für fast 96 Millionen Euro.
Die Gegenseite
Die Firmen, die die gefälschten Waren vertreiben, sind zahlreich. Sie haben ihren Sitz und ihren Server oft in Asien. Unternehmen, deren Produkte gefälscht werden, fordern Suchmaschinenanbieter wie Google auf, die einschlägigen Adressen zu sperren, und leiten natürlich rechtliche Schritte gegen die Betrüger ein. Auch wenn immer wieder ein Schlag gegen Produktpiraten gelingt: Häufig ist es schwierig und aufwändig, die Betrüger zur Rechenschaft zu ziehen.
Das sind doch zum Teil kleine Fische.
Aber es gibt Oldtimer Ersatzteilhändler aus Prag,die kommen hier mit paar interessanten Ersatzteilen wovon immer nur ein Stück auf dem Taptentisch liegt und Sie fleißig aus dem Kofferraum Ihres Vans so auf ein Wochenende 50000 Euro Negergeld einsacken.Wir die alles versteuern müssen und noch Garantie geben müssen zuschauen bei den hohen gewerblichen Standmieten.
Ich habe noch nie bei Oldtimer und Teilemärkten den Zoll gesehen,auch wenn es dort haufenweise Boschfälschungen gibt.
Mich wundert, dass die Zahl der Fälle von einem Jahr aufs andere so hoch geschnellt ist.
Kann es sein, dass es vielleicht auch vom Originalhersteller gewollt ist, dass die Leute in die Falle tappen? Immerhin können sie ja dann Schadensersatz fordern. Und das bringt sicher auch eine Menge ein.
Die Erbsenzähler der örtlichen Zollämter und am Flughafen Frankfurt durchwühlen offenbar fast ausnahmslos jedes US-Paket mit auch noch so unscheinbarer Ebay-Ware, die unbescholtene Konsumenten für ein paar Euro, ohne jegliche böse Absichten aus Sammlerinteresse oder auch reiner Schnäppchensucht, anschaffen. Was innerhalb Europa eine BEHINDERUNG DES FREIEN WARENVERKEHRS darstellt, ist für Überseeeinfuhren ein Zollfall. Ein gigantisches staatliches Arbeitsbeschaffungsprogramm für Jobverlierer des Schengenabkommens und permanenten Restrukturierungen. Statt sich auf organisierte Zollkriminalität an der EU-Ostgrenze oder Wirtschaftsvergehen in großem Stil zu stürzen, filzen diese beamteten Pensionsberechtigten die Sendungen von Kleinverbrauchern auf der Suche nach Bagatellfällen ohne Pay-Out oder ordnungsrechtliche Relevanz. Teils werden dabei Pakete zerfleddert und Ware beschädigt oder geht auf unerfindlichen Irrwegen im Dienstfilz zwischen Flughafenzoll, Deutscher Post und örtlichen Zollklitschen wie Wetzlar oder Waldshut verloren. Eine 2-wöchige Zustellungsverschleppung ist dabei die Regel.
Sollte man eine zum Zoll „behandelte“ und mit grünem Zoll-Klebestreifen wieder zugeklebte Sendung erhalten, ist nach Prüfung des Sachverhaltes eine formlose DIENSTAUFSICHTSBESCHWERDE wegen Unterdrückung oder Verschleppung der Sendung an das Bundesfinanzministerium das beste Feed-Back-Instrument!





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