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Aufschwung gefährdet: IWF warnt vor Währungskrise im Osten

Der Internationale Währungsfonds (IWF) fürchtet, dass starke Landeswährungen in Osteuropa die wirtschaftliche Erholung der Region verzögern könnten. Massive Aufwertungen gefährden nach Ansicht des IWF-Europachefs Marek Belka den Aufschwung und die Konkurrenzfähigkeit vieler Länder.

Vor einer Wechselstube in Warschau: Die künftige Geldpolitik ist Streitpunkt zwischen Notenbank und Regierung. Quelle: Reuters
Vor einer Wechselstube in Warschau: Die künftige Geldpolitik ist Streitpunkt zwischen Notenbank und Regierung. Quelle: Reuters

BERLIN. "Das sollte Sorge bereiten, denn es kostet Wachstum", sagte Belka. So habe etwa der polnische Zloty im vergangenen Jahr gegenüber dem Euro in der Spitze 22 Prozent an Wert gewonnen. Nur der südafrikanische Rand verzeichnete ein noch stärkeres Plus.

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Allerdings war Polen 2009 auch das einzige EU-Land mit Wirtschaftswachstum, was den Zloty stark beflügelt hatte. Auf dem Höhepunkt der Weltwirtschaftskrise hatte die polnische Währung an der Schwelle von fünf Zloty für einen Euro gekratzt. Danach gab sie aber wieder deutlich nach: Gestern lag der Kurs bei 3,86. Aber auch Ungarns Forint hatte 2009 um 17, Tschechiens Krone um 8,6 und Rumäniens Leu um 3,9 Prozent aufgewertet.

Trotz der starken Aufwertung sehen viele osteuropäische Länder aber keine Notwendigkeit, ihre Zinspolitik zu ändern. Die polnische Zentralbank entschied gestern, den Leitzins den neunten Monat in Folge auf dem Rekordtief von 3,5 Prozent zu belassen. Ungarn, das nach einem scharfen Einbruch seiner Wirtschaft in 2009 für dieses Jahr wieder mit einer Zunahme des Bruttoinlandsprodukts (BIP) rechnet, hatte zu Wochenbeginn den Leitzins zwar um einen Viertelprozentpunkt auf das Rekordtief von 5,5 Prozent gesenkt. Doch auch Tschechien ließ den Leitzins unverändert bei einem Prozent.

Polens Zentralbank begründete ihre Entscheidung mit Unsicherheiten beim Wirtschaftswachstum, das 2009 trotz Krise bei 1,7 Prozent gelegen hatte: So nehme der Einzelhandelsumsatz zwar weiter zu, aber die Bauindustrie stehe mit einem Einbruch um 25 Prozent im Februar so schlecht da wie seit sieben Jahren nicht mehr, sagten Analysten.

Für dieses Jahr rechnet die Regierung von Premier Donald Tusk mit 2,1 bis 4,1 Prozent Wachstum. Allerdings hat sie sich diese Woche endgültig vom Zieldatum 2012 für die Euro-Einführung verabschiedet. Vor allem das Etatdefizit steht einem Beitritt zur Währungsunion entgegen.

  • 01.04.2010, 19:15 UhrAnonymer Benutzer: Popolski

    Euro braucht Polen nicht unbedingt. Dass der Zloty
    jetzt aufgewertet wird liegt auch daran, dass Euro
    schwächelt. Ansonstent war 1 Euro auch nur 3.2 PLN
    wert dann kam die Krise und ein kräftige Abschwächung
    auf knapp 5 PLN. Schwacher Zloty half die Krise zu
    überstehen.

  • 01.04.2010, 17:57 UhrAnonymer Benutzer: Kasper

    Der iWF sieht überall Krise - nur nicht vor der eigenen Haustüre !
    Der korrupte iWF ist USA lastig.
    blödes Kasperltheater.....

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