
FRANKFURT. Es wird eng für den Euro. Seit Wochen bröckelt der Wert der Gemeinschaftswährung; gestern wurden weniger als 1,40 Dollar je Euro bezahlt, so wenig wie seit einem halben Jahr nicht mehr. "Der Euro ist angeschlagen", schreibt die Helaba in einem aktuellen Marktkommentar. Dies zeige sich dadurch, dass positive Nachrichten ignoriert und negative Meldungen zum Anlass genommen würden, die Währung zu verkaufen.
Dabei lag der Wechselkurs im Dezember noch bei mehr als 1,50 Dollar. Damals ist es die US-Währung, die angezählt ist. Mit jedem billigen Dollar, den die Notenbank Federal Reserve zur Bekämpfung der Finanzkrise in die Märkte pumpt, verlieren die Scheine, die schon im Umlauf sind, an Wert. Der Absturz des Greenbacks scheint unaufhaltsam, der Dollar zur Billigwährung verkommen. Immer mehr Investoren schaffen ihr Geld in den Euro-Raum. Bis die Nachrichten aus Griechenland über den Ticker laufen.
Anfang Dezember stuft die Ratingagentur Fitch die Kreditwürdigkeit der Südeuropäer von A auf BBB+ herunter. Der mittelfristige Ausblick für die Entwicklung der Staatsfinanzen mache Sorgen, teilt Fitch mit. Die Neuverschuldung der Hellenen ist im abgelaufenen Jahr auf 13 Prozent des Bruttoinlandsprodukts (BIP) geklettert, der Gesamtschuldenstand beträgt nunmehr 113 Prozent des BIP.
Erstmals seit zehn Jahren wird Griechenland nicht mehr als sogenanntes A-Land eingestuft. Auch die beiden anderen großen Agenturen, S&P und Moody?s, strafen die notorisch klammen Griechen ab und überarbeiten ihre Bonitätseinschätzung.
Jean-Claude Trichet, der oberste Währungshüter der EU, zeigt sich besorgt über das Schuldenproblem der Südeuropäer. "Die Situation in Griechenland ist sehr schwierig", sagt der EZB-Chef bei einer Anhörung vor dem Wirtschafts- und Währungsausschusses des Europa-Parlaments in Brüssel. Die Investoren sind verunsichert. In Athen, aber auch an den anderen europäischen Börsen knicken die Aktienkurse ein. Gerüchte von einer bevorstehenden Staatspleite machen die Runde. Der Eurokurs bröckelt weiter.
Das mit dem Ausschluß hieße dann konkret: Mit Frist von 1 Jahr die Wiedereinführung der Drachme in Griechenland. Die Folge muß nicht die Stärkung des € sein. Der globale Vertrauenszuwachs in die Staatengemeinde wäre immens. Eben machtvoll und zielbewußt. Haben wir aber nicht!
Das Kraftfahrzeug Europa hat noch manche Schalthebel im Führerhaus, die sich noch niemand getraute, zu betätigen: Der Schalter "Wiedereinführung der Landeswährung" ist ein solcher. in Deutschland "fährt" man dagegen gerne mit Automatik-Verfahrensweisen. bei glattem Untergrund bricht man dann mit dem Fahrzeug ein.;-)
Länder die ihre Mitgliedschaft in der Währungsunion durch betrug erschlichen haben und danach die Mastricht - Kriterien nicht beachten sollen aus der Währungsunion ausgeschlossen werden.
Das sehe ich genauso wie Leertasche.
Das wird passieren, nur nicht so bald, so wie viele schon wieder denken und deswegen ihr Geld in Gold anlegen.
Die bewegungen, die in letzter Zeit zustande kamen und auch noch in in naher Zukunft kommen werden, sind wie immer nur Spekulationen. Die Kernfrage ist einfach nur, wie ich dem Volk der Euro-Zone beibringen kann, den Euro als Leitwährung abzuschaffen und eine neue zu wählen?! Die Antwort ist eigentlich ganz simpel: indem ich die Staaten einen nach den anderen pleite gehen lasse. Das Vertrauen geht dahin und als Lösung präsentieren dann die Regierungen die neue Währung usw.
Sowas ist nicht von heute auf morgen zu machen. Das braucht Zeit. Und solange der Deutsche immernoch denkt, dass Deutschland was besonderes ist wie Exportweltmeister oder beste in Maschinenbau bla bla bla -in der Realität absolut falsch- und die Menschen verzweifeln, wird der Euro dann in ca. 10 bis 12 Jahren auch nichts mehr wert und Geschichte sein.





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