
FrankfurtNach den schweren Verlusten des Vortages kann sich der Euro nicht stabilisieren. Erstmals seit dem 12. Januar 2011 fiel die Gemeinschaftswährung wieder auf einen Stand unter der psychologisch wichtigen Marke von 1,30 US-Dollar. Aktuell notiert der Euro bei 1,2982 US-Dollar, 0,4 Prozent schwächer. Am Dienstag hat der Euro bereits zwei Cent verloren. „Die Glaubwürdigkeit der europäischen Reaktion steht sehr in Frage“, betonte Kit Juckes, Chef-Devisenanalyst der Societe Generale. Marktteilnehmer sind skeptisch. „Wenig kann im Moment darüber hinwegtäuschen, dass die Unterseite in Euro/Dollar die schwache ist“, fügte Hecht hinzu. „Und so dürfte das grundsätzliche Muster auch heute bestehen bleiben: Auf Erholungsausschläge nach oben kann schnell wieder die Fahrstuhlfahrt nach unten folgen.“
Für Unsicherheit sorgte heute die erste Auktion fünfjähriger Staatsanleihen aus Italien nach dem richtungsweisenden EU-Gipfel. Das Land nahm drei Milliarden Euro ein. Die Anleger lassen sich ihr Geld im Schnitt mit einem Zins von 6,47 Prozent vergüten. Im November waren es nur 6,29 Prozent gewesen. Der Marktzins liegt mit 6,7 Prozent aber noch höher. „Die Unsicherheit für den Fortgang der Schuldenkrise bleibt hoch“, sagte Analystin Annalisa Piazza von Newedge Strategy. Die EU-Gipfelbeschlüsse hätten die Märkte nicht davon überzeugen können, dass die Krise nun bald gelöst werde. Ihr Kollege Sergio Capaldi von Intesasanpaolo bezeichnete die Auktion dennoch als gelungen: „Dass der Zins unter dem Marktniveau liegt, deutet auf eine starke Nachfrage von Investoren hin“.
Der Euro wird von den elf Gründerländern der Europäischen Währungsunion (EWU) aus der Taufe gehoben. Der Umrechnungskurs zur D-Mark beträgt1,95583 DM je Euro.
Der Handel startet in Sydney - der ersten großen Börse, die nach dem Datumswechsel öffnet - mit einem Kurs von 1,1747 Dollar.
Der Euro fällt erstmals auf 1,00 Dollar.
Bei Kursen unter 0,85 Dollar wächst die Befürchtung, der schwache Euro könnte die Weltwirtschaft destabilisieren. Mit Unterstützung der Zentralbanken Japans und der USA greift die EZB der jungen Währung unter die Arme. Doch die Interventionen verpuffen rasch: Am26. Oktober ist ein Euro noch 0,8225 Dollar wert. Eine weitere Interventionsrunde im November hievt ihn wieder auf 0,86 Dollar.
Die reibungslose Einführung des Euro-Bargelds honorieren die Finanzmärkte mit Euro-Käufen. Im Juli erreicht der Euro wieder die Ein-Dollar-Marke.
Der Beginn des Irakkrieges geht zu Lasten des Dollar. Der Euro ereicht wieder sein Einführungsniveau.
Finanzminister und Notenbanker der sieben führenden Industrieländer (G7) fordern flexiblere Wechselkurse, was an den Märkten als Signal für den Wunsch nach einem schwächeren Dollar interpretiert wird. Am 28. November 2003 steigt der Euro erstmals über 1,20 Dollar.
Nach einer deutlichen US-Zinssenkung im Zuge der Subprime-Krise steigt der Euro über 1,40 Dollar.
Der Euro erreicht mit 1,6038 Dollar ein Rekordhoch.
Im Sog der Lehman-Pleite ziehen US-Investoren ihre Euro-Gelder ab und drücken ihn bis zum 28. Oktober auf 1,2328 Dollar ,den niedrigsten Stand seit April 2006.
Mit den Aktienmärkten steigt zwar auch der Euro - erstmals seit einem Jahr klettert er am 21. Oktober über 1,50 Dollar. Doch das Comeback ist von kurzer Dauer: Griechenland schockiert die Märkte mit der Ankündigung eines etwa doppelt so hohen Haushaltsdefizits wie bislang gedacht.
Mit ersten Herabstufungen Griechenlands durch die Ratingagenturen Fitch, Standard & Poor's sowie Moody's beginnt der Euro seine Talfahrt.
Die EU einigt sich auf ein 750 Milliarden Euro schweres Rettungspaket für strauchelnde Mitgliedstaaten. Die Erleichterung weicht schnell Zweifeln am Willen der Europäer, die Probleme in den Griff zubekommen. Der Euro verliert zu seinem Tageshoch drei Cent und fällt unter 1,28 Dollar.
Mit 1,1875 Dollar erreicht der Euro das niedrigste Niveau seit März 2006.
EZB-Chef Jean-Claude Trichet signalisiert am 3. März überraschend für April eine Zinserhöhung. Im Juli folgt sogar eine zweite Zinsanhebung. Am 4. Mai notiert der Euro zeitweise über 1,49 Dollar. Spekulationen über einen möglichen Austritt Griechenlands aus der Euro-Zone bremsen die Gemeinschaftswährung aber für den Rest des Sommers aus. Sie pendelt meist in einer Spanne von etwa 1,40 bis 1,45 Dollar.
Analysten sehen in Trichets Aussagen ein Signal für eine Zinspause, der Euro beginnt seine Talfahrt und notiert am Ende des Tages nur noch bei knapp 1,39 Dollar.
Nur einen Tag nach der Ratssitzung kündigt EZB-Chefvolkswirt Jürgen Stark seinen Rücktritt an. Die Gemeinschaftswährung rutscht unter 1,37 Dollar.
Wirtschaftsminister Philipp Rösler denkt laut über eine mögliche Staatspleite Griechenlands nach. Der Euro rutscht auf ein Sieben-Monats-Tief von knapp 1,35 Dollar.
Die Angst vor einer neuen Bankenkrise geht um. Die französisch-belgische Dexia muss vom Staat gestützt werden. Sie hatte Milliardenkredite an die Schuldenstaaten verliehen. Der Euro gibt deutlich nach und fällt in Richtung 1,30 Dollar. Spekulanten bauen hohe Short-Positionen gegen den Euro auf.
Europas Spitzepolitiker einigen sich auf einen Schuldenschnitt für Griechenland. Gläubiger sollen auf die Hälfte ihrer Forderungen verzichten. An den Märkten macht sich Hoffnung auf eine Lösung der Schuldenkrise breit. Der Euro steigt innerhalb kurzer Zeit auf 1,42 Dollar.
Italien sitzt auf einem Schuldenberg von rund 1,9 Billionen Euro. Diese Summe entspricht 120 Prozent der jährlichen Wirtschaftsleistung. Nur in Griechenland ist die Schuldenstandsquote höher. Italien muss sich im kommenden Jahr 440 Milliarden Euro von Investoren holen, um alte Kredite abzulösen, Zinsen zu zahlen und die Haushaltslücke zu schließen. Je höher die Refinanzierungskosten sind, desto mehr muss die Regierung von Ministerpräsident Mario Monti an anderer Stelle sparen, um den Haushalt zu sanieren. Experten bezweifeln deshalb, dass der Staat auf Dauer mit einem so hohen Zinsniveau zurecht kommt.
Der Bund profitierte in dem nervösen Marktumfeld einmal mehr von seinem Status als sicherer Hafen: Er sammelte bei der 68. und letzten Auktion in diesem Jahr knapp 4,2 Milliarden Euro bei Anlegern ein. Es hätten auch rund sechs Milliarden Euro sein können, so groß war die Nachfrage nach den Bundesschatzanweisungen mit zweijähriger Laufzeit. Die Versteigerung war damit 1,4-fach überzeichnet - im November nur 1,1-fach. Die Anleger begnügten sich mit einem Zins von 0,29 Prozent. Im November waren es noch 0,39 Prozent. Zum Vergleich: Der Marktzins für vergleichbare französische Papiere liegt mit knapp 0,9 Prozent deutlich höher.
Die Finanzagentur sprach von einem „sehr guten Ergebnis“. „Mit der letzten Auktion bestätigt sich der grundlegende Trend im laufenden Jahr: Der Emittent Bund kann als sicherer Hafen der Suche nach Qualität durch die Investoren gerecht werden“, sagte ein Sprecher. Insgesamt hat der Bund in diesem Jahr am Kapitalmarkt rund 283 Milliarden Euro eingesammelt. 2012 dürfte der Kreditbedarf etwas niedriger ausfallen. Trotz des drohenden Verlustes der Top-Bonitätsnote „AAA“ dürfte der Bund ein beliebter Schuldner bleiben.
Ein Grund dafür sind die vergleichsweise soliden Staatsfinanzen, ein anderer die hohe Liquidität der Bundespapiere: Die Bundesrepublik zahlt auch deshalb so niedrige Zinsen, weil Deutschland nach den USA der weltweit zweitgrößten Markt für Staatsanleihen ist. Über alle Laufzeiten hinweg hat der Bund Papiere im Wert von 1,1 Billionen Euro im Umlauf. Allein im ersten Halbjahr wechselten an den Börsen aber Papiere im Wert von mehr als 3,2 Billionen Euro ihren Besitzer. Anleger können ihre Wertpapiere damit bei Bedarf wieder zu cash machen und sind deshalb bereit, Abschläge bei der Rendite hinzunehmen.
Der permanente Kapitaltransfer im Euroraum, von Süden nach Norden, über die Leistungsbilanzüberschüsse und -defizite, wird mit Sicherheit zu politischer Unruhen innerhalb der Eurozone führen.
Automatische Sanktionen, wie immer wieder von Merkel verlangt, würden diesen Kapitaltransfer nur noch vergrößern.
Wichtig und richtig wären Vertragsänderungen die diese Leistungsbilanzungleichgewichte verhindern, damit die schwächere Wirtschaften nicht von den stärkeren erstickt werden. (wegen der Freihandelszone)
Diese Änderungen wären, wegen der dadurch erzielte politische Stabilität, im Interesse Europas und folglich auch langfristig im Interesse Deutschland.
1.30???
Oh, G*tt, das Ende ist nah! Zeichen am Himmel (zweite Sonne nächstes Jahr?), Prophezeiungen der Mayas und überhaupt, wir sollten uns schnell ein Loch in der Erde buddeln.
Oh, gerade ist ein Streichholz von meinem Tisch gefallen. Das hat sicher auch etwas zu bedeuten ...
1.30????
Ob's morgen regnen wird?
Fragen über Fragen. Gut, daß es immer einen gibt, der sich für umfallende Reissäcke in China interessiert, sonst würde es den Säcken ja gar keinen Spaß machen, umzufallen.
Na und, und wenn schon !
Wohl nur ein Problem für jemand der ein iPad aus NY beim Xmas-Shopping (billiger) mitbringen will.
Für unsere Exportwirtschaft einfach sensationell gut !
Ach ja, und für teurerer importiertes Öl / Energie, gibt es Derivate-Hedge-Instrumente.





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