
FrankfurtDer Euro ist am Dienstag infolge robuster Konjunkturdaten aus den USA unter Druck geraten. Nachdem die Gemeinschaftswährung gegen Mittag ein Tageshoch bei 1,2950 Dollar erreicht hatte, fiel sie am späten Nachmittag auf bis zu 1,2855 Dollar zurück. Die Europäische Zentralbank (EZB) hatte den Referenzkurs zuvor auf 1,2938 (Montag: 1,2939) Dollar festgesetzt. Der Dollar kostete damit 0,7729 (0,7729) Euro.
Im Vormittagshandel reagierte der Euro zunächst verschnupft auf schwache Fundamentaldaten aus Frankreich. Dort hatte sich die Verbraucherstimmung spürbar eingetrübt und war auf den tiefsten Stand seit fast fünf Jahren gefallen. Frankreich kämpft mit strukturellen Schwächen seiner Wirtschaft, etwa auf dem Arbeitsmarkt. Zudem muss die zweitgrößte Volkswirtschaft im Euroraum die Neuverschuldung reduzieren und einen Weg aus der Rezession finden.
Das Ziel einer Währungsunion war bereits im EG-Vertrag verankert. Am 1. Januar 1999 ist es so weit: Der Euro wird gemeinsame Währung von elf Ländern. In Euro bezahlt werden kann per Scheck, Kredit- oder EC-Karte. Das alte Geld bleibt jedoch zunächst das allein gültige Zahlungsmittel. Wenige Tage später nehmen auch die Finanzmärkte den Handel mit Euro auf.
Zu den ersten Ländern, die den Euro einführten, gehörten Belgien, Deutschland, Finnland, Frankreich, Irland, Italien, Luxemburg, Niederlande, Österreich, Portugal und Spanien. Griechenland trat erst 2001 der Gemeinschaft bei, da es vorher nicht die Auflagen erfüllte. Großbritannien, Dänemark und Schweden verzichteten auf den Euro.
Am 1. Januar 2002 wird der Euro in zwölf Ländern gesetzliches Zahlungsmittel. Die D-Mark behält für zwei Monate ihr Gültigkeit, kann danach aber immer noch gegen Euro eingetauscht werden. Der Wechselkurs ist festgesetzt auf 1 Euro = 1,95583 D-Mark.
2004 werden zehn Länder in Mittel- und Osteuropa sowie im Mittelmeerraum neue EU-Mitglieder. Sie müssen die Gemeinschaftswährung übernehmen, sobald sie die Konvergenzkriterien erfüllen. Bis heute sind allerdings nur fünf weitere Staaten der Euro-Zone beigetreten, nämlich Slowenien, Malta, Zypern, Estland und die Slowakei. Damit gibt es insgesamt 17 Länder in Europa, in denen offiziell mit Euro bezahlt werden kann.
Ende August 2008 steigt der Euro zum ersten Mal über die psychologisch wichtige Marke von 1,50 US-Dollar. Sein bisheriges Allzeithoch von 1,5990 Dollar erreicht die Gemeinschaftswährung am 15. Juli, wobei der höchste je am Markt gehandelte Kurs sogar über 1,60 Dollar liegt.
Im Frühjahr 2010 kommt Griechenland in immer größere Finanznöte und muss als erstes Euro-Land Milliardenhilfen beantragen. Damit nimmt eine Schuldenkrise ihren Lauf, in dessen Zuge weitere Länder, darunter Irland und Portugal, um Geldmittel bitten müssen. In der Öffentlichkeit wird heftig über einen möglichen Zusammenbruch der Euro-Zone spekuliert. Die Gemeinschaftswährung wertet kontinuierlich ab.
Zusätzlichen Druck übten im Nachmittagshandel Konjunkturzahlen aus den USA aus. Die vom Forschungsinstitut Conference Board erhobene Verbraucherstimmung stieg auf den höchsten Stand seit über fünf Jahren. Wesentlichen Anteil daran dürfte die anhaltende Erholung am Immobilienmarkt haben. Wie Zahlen vom Dienstag zeigen, setzen die amerikanischen Häuserpreise ihre Erholung fort, nachdem sie vor und während der weltweiten Finanzkrise massiv eingebrochen waren. Obwohl die Preise zurzeit mit teils zweistelligen Jahresraten steigen, sehen Experten nicht die Gefahr einer abermaligen Übertreibung. Grund ist das immer noch geringe Preisniveau.
Zu anderen wichtigen Währungen legte die EZB die Referenzkurse für einen Euro auf 0,85530 (0,85560) britische Pfund, 131,98 (130,59) japanische Yen und 1,2533 (1,2452) Schweizer Franken fest. Die Feinunze Gold wurde am Nachmittag in London mit 1376,50 (1390,25) Dollar gefixt. Ein Kilogramm Gold kostete 33 760,00 (33 680,00) Euro.

Ob sich der EURO erholt oder nicht.
Europa wird an ihm zerbrechen!
Mit dem EURO wird es niemals Stabilität im europäischen Wirtschaftsraum geben. Die jetzige wird durch Milliarden von Schulden teuer erkauft.






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