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Devisen: Fulminantes Comeback der Rohstoffwährungen

Der rapide Anstieg der Rohstoffpreise hat in den vergangenen Wochen und Monaten auch am Devisenmarkt für reichlich Bewegung gesorgt. Die sogenannten Rohstoffwährungen aus wichtigen Förderländern von Bodenschätzen haben kräftig zugelegt. Wer am besten zu Euro und Dollar abschneidet.

Kupferrollen in Dillenburg. Der Preis für Industriemetalle ist zuletzt kräftig gestiegen. Quelle: dpa
Kupferrollen in Dillenburg. Der Preis für Industriemetalle ist zuletzt kräftig gestiegen. Quelle: dpa

FRANKFURT. Der rapide Anstieg der Rohstoffpreise hat in den vergangenen Wochen und Monaten auch am Devisenmarkt für reichlich Bewegung gesorgt. Die sogenannten Rohstoffwährungen aus wichtigen Förderländern von Bodenschätzen werden dabei ihrem Ruf als Nachläufer einer Entwicklung gerecht, die schon in früheren Phasen zu sehen war. In der Zeit bis Ende 2007 war die Situation ähnlich, ehe die Stimmung mit der Verschärfung der weltweiten Wirtschafts- und Finanzkrise kippte und zuerst die Rohstoffpreise und dann die Kurse der entsprechenden Währungen dramatisch fielen.

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Die Verluste aus dieser Zeit haben Rohstoffwährungen wie beispielsweise der australische Dollar mittlerweile fast wettmachen können. Zwei Dinge kommen dabei aktuell zusammen. Zum einen horten die Menschen trotz abklingender Krise weltweit noch immer immense Summen an Bargeld. Allein die Amerikaner sollen Schätzungen zufolge noch über 3,5 Billionen Dollar in bar verfügen, die bei weiterem Aufklaren der wirtschaftlichen Lage an die Aktienbörsen, aber auch in den Markt für Rohstoffprodukte fließen könnten.

Zum anderen steigen die Preise für Öl, Gold und besonders für die Industriemetalle seit Jahresanfang kräftig an. Der Preis für eine Tonne Kupfer hatte sich in diesen neun Monaten zwischenzeitlich bis auf 6 500 Dollar mehr als verdoppelt, ehe er zuletzt wieder unter die Marke von 6 000 Dollar gesunken war. Ein generelles Ende des Aufwärtstrends ist für das am weitesten verbreitete Industriemetall der Welt jedoch nicht absehbar. Im Jahr 2006, zum Höhepunkt des Rohstoffbooms, war der Preis immerhin bis auf fast 9 000 Dollar geklettert. Bei vielen anderen Metallen ist die Situation ähnlich. Auch weiterhin dürfte die Nachfrage vor allem aus dem rohstoffhungrigen China anhalten.

Kein Wunder also, dass der südafrikanische Rand zusammen mit dem brasilianischen Real und dem australischen Dollar seit Jahresbeginn regelmäßig auf dem Siegertreppchen der stärksten Währungen steht. Dennoch hegen Experten inzwischen Zweifel, ob sich der Kursaufschwung der Rohstoffe eins zu eins auch in den Devisenkursen niederschlägt.

Australien definiert Christian Apelt von der Helaba beispielsweise so: "Ein Land mit einem hohen Leistungsbilanzdefizit, einem deutlichen Haushaltsdefizit, einer geringen Sparquote, einem eher überbewerteten Häusermarkt sowie merklich gesunkenen Leitzinsen." Differenziert wird auch im unterschiedlichen Kursverlauf der Rohstoffwährungen zu US-Dollar und Euro. Allgemein gilt, dass zum schwachen US-Dollar bereits vieles gelaufen ist, während zum bislang so starken Euro noch Potenzial besteht.

Nicht nur der "Aussie" gilt deshalb als besonders anfällig, sollte es zu einem neuerlichen Rücksetzer der Märkte kommen. Gleiches trifft auf den südafrikanischen Rand zu. Dort halten viele Experten die jüngste Erholung für überzogen und glauben, dass der Kurs zumindest mittelfristig wieder stärker unter Druck geraten wird.

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