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Devisen: US-Haushaltsstreit beschleunigt Dollar-Talfahrt

Die Unsicherheit der Anleger wächst. Können sich Demokraten und Republikaner nicht bis Dienstag einigen, droht den USA die Zahlungsunfähigkeit. Tritt die ein, droht dem Dollar ein irreparabler Vertrauensverlust.

US-Dollar-Note auf indischen Münzen: Der Haushaltsstreit belastet den Ruf der Währung. Quelle: SAP/dpa
US-Dollar-Note auf indischen Münzen: Der Haushaltsstreit belastet den Ruf der Währung. Quelle: SAP/dpa

FrankfurtDer Weltleitwährung Dollar droht ein weiterer Nackenschlag. Nach den Befürchtungen vor einer Wachstumsschwäche in den USA und einem Ende der lockeren Geldpolitik treibt nun der neu entfachte Haushaltsstreit in Washington vielen Investoren den Angstschweiß auf die Stirn. Devisenexperten gehen davon aus, dass der politische Kampf um den Etat und die Anhebung der Schuldenobergrenze den Dollar kurzfristig weiter schwächen wird. Denn es droht nichts Geringeres als die Zahlungsunfähigkeit der weltgrößten Volkswirtschaft.

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Noch setzen die meisten Analysten darauf, dass Republikaner und Demokraten in letzter Minute vor Beginn des neuen Haushaltsjahres am Dienstag eine Lösung finden. „Doch in der Tat steigt die Wahrscheinlichkeit für das Eintreten unerfreulicher Szenarien mit jedem Tag, der verstreicht“, sagt NordLB-Experte Tobias Basse.

In einem ersten Schritt müssen die Parteien bis Dienstag mit einem provisorischen Haushalt dafür sorgen, dass der Bund flüssig bleibt. Sonst drohen unter anderem Schließungen von Ministerien und Zwangsurlaub für Regierungsangestellte. Parallel läuft die Debatte über die Anhebung der Schuldenobergrenze von derzeit 16,7 Billionen Dollar - das ist nötig, um bestimmte Ausgaben zu decken. Ohne eine Einigung sind die USA schätzungsweise Mitte Oktober faktisch zahlungsunfähig.

Erst nachdenken, dann abschließen Goldene Regeln für den Vermögensaufbau

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Noch warten die Anleger ab, denn dieses Schauspiel um den Etat gab es schon öfters. In der Vergangenheit haben die Investoren in den Tagen vor Verstreichen der Fristen die Finger von der US-Währung gelassen und nach einer Einigung in letzter Minute erleichtert wieder zugegriffen, betonen die Analysten der Deutschen Bank. „Im Moment befinden sich die Märkte in einem nicht-panikartigen Schwebezustand“, sagt Stratege Jim Reid.

Eine länger andauernde Hängepartie könnte Dollar-Investoren allerdings vergraulen. „Die Zahlungsunfähigkeit könnte einen irreparablen Vertrauensverlust der internationalen Investoren für Anlagen in Dollar zur Folge haben“, warnt Ömer Esiner, Chefstratege von Commonwealth Foreign Exchange in Washington. „Ein Scheitern der Verhandlungen könnte im Markt für Panik sorgen“, ist Kathleen Brooks vom Brokerhaus „Forex.com“ überzeugt. „Das Hauptproblem ist nicht, dass die USA sich ihre enormen Schulden nicht leisten können, sondern dass die Politiker in Washington immer unfähiger werden“, ergänzt sie.

  • 30.09.2013, 15:20 Uhrr-tiroch@t-online.de

    und wer immer noch an den Dollar glaubt, hat selber schuld.

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