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Devisenmarkt: Euro weitet Verluste zum Dollar aus

Der Euro hat am Mittwochnachmittag mit Kursverlusten zu kämpfen. Gründe sind die turbulente politische Lage in Spanien und Italien sowie die Probleme der italienischen Traditionsbank Monte dei Paschi.

Der Euro hat im Vergleich zum Dollar nachgegeben. Quelle: dpa
Der Euro hat im Vergleich zum Dollar nachgegeben. Quelle: dpa

Der Euro hat am Mittwochnachmittag zum Dollar weiter nachgegeben. Die politischen Unsicherheiten in Spanien und Italien belasteten dabei ebenso wie die Probleme der Bank Monte dei Paschi. Die europäische Gemeinschaftswährung notierte zuletzt mit 1,3531 Dollar um 0,4 Prozent leichter.

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Der spanische Ministerpräsident Mariano Rajoy sieht sich wegen Korruptionsvorwürfen mit Rücktrittsforderungen konfrontiert, während in Italien die Partei von Silvio Berlusconi bei Umfragen aufgeholt hat. Monte dei Paschi könnte noch heute Auskunft über das Ausmaß der Verluste in den Jahren 2008 und 2009 geben, die sie mit Derivategeschäften verheimlicht hatte.

„All das bedeutet, dass es immer noch Risiken für den Euro gibt, die das Aufwärtspotenzial begrenzen“, sagte Jane Foley, Währungsstrategin bei der Rabobank in London.

Für die Sitzung der Europäischen Zentralbank am Donnerstag gehen alle 58 Ökonomen in einer Umfrage von Bloomberg News davon aus, dass die Leitzinsen unverändert gelassen werden. Die Aufwertung der Gemeinschaftswährung zu Dollar und Yen hatte Spekulationen entfacht, dass die EZB zu einer Zinssenkung gezwungen sein könnte. Die Analysten der Citigroup zählen zu denjenigen, die eine Zinssenkung bis zum Ende des ersten Halbjahres für nötig halten.

Devisen

Der Yen stieg zum Euro um 0,4 Prozent auf 126,66 Yen und erholte sich damit etwas. Am Dienstag hatte er zu der Gemeinschaftswährung den tiefsten Stand seit April 2010 markiert. Zum Dollar notierte die japanische Devise mit 93,60 Dollar, nachdem sie am Vortag den niedrigsten Kurs seit fast drei Jahren erreicht hatte.

Mehr als eine vorübergehende Stabilisierung wollen Marktteilnehmer aber nicht erkennen. Der japanische Zentralbankpräsident Masaaki Shirakawa hatte am Dienstag zu Reportern in Tokio gesagt, er werde am 19. März zurücktreten und damit fast drei Wochen früher als ursprünglich geplant. „Es wird erwartet, dass der neue Gouverneur der Bank of Japan geldpolitische Lockerungen mit Nachdruck verfolgen wird“, sagte Masato Yanagiya, Leiter des Währungshandels von Sumitomo Mitsui Banking Corp. in New York. „Der schwache Trend des Yen dürfte anhalten.“

Die Devisenanalysten der DZ Bank erwarten für den Yen in Euro auf Sicht von zwölf Monaten einen Kurs von 137,00 Yen und auf Basis der US-Währung 102,00 Yen.

Der Schweizer Franken legte zum Euro um 0,1 Prozent auf 1,2322 Franken zu. Zum Dollar gab die eidgenössische Währung 0,2 Prozent auf 91,05 Rappen nach.

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