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Düstere Prognose: Greenspan prophezeit Zusammenbruch des Euros

Dieser Mann liebt die Provokation: Alan Greenspan, ehemaliger Chef der US-Notenbank, meldet sich mit einer düsteren Prognose zu Wort. Er sieht den Euro vor dem Untergang. Die Märkte reagieren prompt.

Der ehemalige Fed-Chef Alan Greenspan. Quelle: AFP
Der ehemalige Fed-Chef Alan Greenspan. Quelle: AFP

Washington/DüsseldorfIn seiner Zeit als Chef der US-Notenbank war Alan Greenspan einer der mächtigsten Männer der Finanzwelt, wenn nicht der mächtigste. Auch wenn er schon Jahre nicht mehr in Amt und Würden ist, er polarisiert immer noch. Auf einem Symposium in Washington erklärte der 85-Jährige, der Euro stehe kurz vor dem Kollaps.

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„Der Euro bricht zusammen“, sagte Greenspan. In der Folge werde es sehr deutliche Probleme bei europäischen Banken geben. US-Unternehmen müssten sich auf Gewinneinbrüche und sinkende Aktienkurse einstellen, sollte es in Europa zu einem Schrumpfen der Wirtschaftsleistung kommen.

Einige Händler machten seine Aussagen sogar für den Kursrutsch des Euros verantwortlich. Kaum hatte Greenspan gesprochen, fiel der Euro unter 1,44 Dollar - er notierte rund ein US-Cent niedriger als am Vormittag .„Man muss zwar hinterfragen, welchen Stellenwert Herr Greenspan noch hat, aber die Reaktion zeigt, wie nervös die Märkte derzeit sind“, sagte ein Devisenhändler in Frankfurt.

Der Tag an den Märkten (Stand 11:00 Uhr)

Das Rekordniveau bei Gold - am Morgen war der Preis für eine Feinunze über 1900 Dollar gestiegen - hält der ehemalige Fed-Chef für gerechtfertigt. Er sehe keine Blase, so Greenspan.

„Greenspan spricht Klartext, wenn er sagt, dass sich Gold nicht in einer Blase befindet, und wenn er sagt, dass der Euro zusammenbricht, hat das immer noch Wirkung“, erklärte Robert Halver von der Baader Bank.

Greenspan war von 1987 bis 2006 Präsident der Fed. Unter seiner Ägide begann die Fed, die Geldpolitik zu lockern. Jede Krise der Realwirtschaft wurde dadurch bekämpft, dass die Zinsen gesenkt oder die Notenpresse angeworfen wurde. Kritiker sehen in ihm einen der Verursacher der aktuellen Finanzkrise. Nichtsdestotrotz oder gerade deshalb - an den Märkten haben seine Worte offenbar nach wie vor Gewicht.

  • 24.08.2011, 16:12 UhrAnonymer Benutzer: LXP1305

    Naja - der gute Herr Greenspan hat sich ja auch schon bei anderen Dingen geirrt !!
    (....wie er letzlich zugeben musste....)

  • 24.08.2011, 13:00 UhrAnonymer Benutzer: Silverager

    "Aber es kann ja nicht alles auf einmal wertlos werden, die ganzen Lebensversicherungen, Renten, Pensionsansprüche."
    -DOCH!-

  • 24.08.2011, 12:49 UhrAnonymer Benutzer: Silverager

    Stimmt, das Fundament des Euro war von Anfang an äußerst schwach.
    Aber natürlich, wenn immer weitere Steine aus dem sowieso schon schwachen Fundament herausgebrochen werden (Aushöhlung der Unabhängigkeit der EZB, ungestraftes Überschreiten der Schuldengrenze, gesetzeswidriger Bruch der "no-bail-out-Klausel usw.), dann wird sich niemand wundern dürfen, wenn das ganze Gebäude krachend zusammenstürzt.
    Mein Erspartes ruht lange nicht mehr auf einer Bank, sondern in Form von Gold- und Silbermünzen unter der Matratze.

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