Devisen

_

EZB-Intervention: Nach Draghis Eingreifen bleibt Euro unter Druck

Von einer „sanften Verbalintervention“ war unter Experten die Rede: Der Präsident der Europäischen Zentralbank hatte sich besorgt über den seit 2012 massiv aufwertenden Euro geäußert.

Griechische Euromünze: Reaktion am Devisenmarkt sanft. Quelle: dpa
Griechische Euromünze: Reaktion am Devisenmarkt sanft. Quelle: dpa

Frankfurt/MainDer Euro hat sich am Freitag nur geringfügig von kritischen Äußerungen aus den Reihen der EZB zur Höhe des Wechselkurses erholt. Am Morgen kostete die Gemeinschaftswährung 1,3380 US-Dollar und damit kaum mehr als am Vorabend. Ein Dollar war zuletzt 0,7463 Euro wert.

Anzeige

Inflation und Staatsbankrott Wenn das Geld nichts mehr wert ist

  • Inflation und Staatsbankrott: Wenn das Geld nichts mehr wert ist
  • Inflation und Staatsbankrott: Wenn das Geld nichts mehr wert ist
  • Inflation und Staatsbankrott: Wenn das Geld nichts mehr wert ist
  • Inflation und Staatsbankrott: Wenn das Geld nichts mehr wert ist

Der Euro hat am Freitagmorgen zum Dollar kaum verändert tendiert. Damit stabilisierte sich die Gemeinschaftswährung etwas, nachdem sie am Vortag mehr als einen Cent verloren hatte. Der Euro notierte zuletzt bei 1,3395 Dollar.

Auslöser der Verluste waren Aussagen von EZB-Präsident Mario Draghi auf der Pressekonferenz nach der EZB-Sitzung gewesen. Die Europäische Zentralbank (EZB) hatte den Referenzkurs am Donnerstag auf 1,3546 (Mittwoch: 1,3517) Dollar festgesetzt.

Die Ratings der Euro-Länder

  • Belgien

    S&P Rating: AA
    Ausblick: Negativ
    Moody's Rating: Aa3
    Ausblick: Negativ
    Fitch Rating: AA
    Ausblick: Stabil

  • Deutschland

    S&P Rating: AAA
    Ausblick: Stabil

    Moody's Rating: Aaa
    Ausblick: Negativ

    Fitch Rating: AAA
    Ausblick: Stabil

  • Estland

    S&P Rating: AA-
    Ausblick: Stabil

    Moody's Rating: A1
    Ausblick: Stabil

    Fitch Rating: A+
    Ausblick: Stabil

  • Finnland

    S&P Rating: AAA
    Ausblick: Negativ

    Moody's Rating: Aaa
    Ausblick: Stabil

    Fitch Rating: AAA
    Ausblick: Stabil

  • Frankreich

    S&P Rating: AA
    Ausblick: Stabil

    Moody's Rating: Aa1
    Ausblick: Negativ

    Fitch Rating: AA+
    Ausblick: Stabil

  • Griechenland

    S&P Rating: B-
    Ausblick: Stabil

    Moody's Rating: Caa3
    Ausblick: Stabil

    Fitch Rating: B
    Ausblick: Stabil

  • Irland

    S&P Rating: BBB+
    Ausblick: Positiv

    Moody's Rating: Ba1
    Ausblick: Negativ

    Fitch Rating: BBB+
    Ausblick: Stabil

  • Italien

    S&P Rating: BBB
    Ausblick: Negativ

    Moody's Rating: Baa2
    Ausblick: Negativ

    Fitch Rating: BBB+
    Ausblick: Stabil

  • Luxemburg

    S&P Rating: AAA
    Ausblick: Stabil

    Moody's Rating: Aaa
    Ausblick: Negativ

    Fitch Rating: AAA
    Ausblick: Stabil

  • Malta

    S&P Rating: BBB+
    Ausblick: Stabil

    Moody's Rating: A3
    Ausblick: Negativ

    Fitch Rating: A+
    Ausblick: Stabil

  • Niederlande

    S&P Rating: AA+
    Ausblick: Negativ

    Moody's Rating: Aaa
    Ausblick: Negativ

    Fitch Rating: AAA
    Ausblick: Negativ

  • Österreich

    S&P Rating: AA+
    Ausblick: Stabil

    Moody's Rating: Aaa
    Ausblick: Negativ

    Fitch Rating: AAA
    Ausblick: Stabil

  • Portugal

    S&P Rating: BB
    Ausblick: Stabil

    Moody's Rating: Ba2
    Ausblick: Positiv

    Fitch Rating: BB+
    Ausblick: Negativ

  • Slowakei

    S&P Rating: A
    Ausblick: Stabil

    Moody's Rating: A2
    Ausblick: Negativ

    Fitch Rating: A+
    Ausblick: Stabil

  • Slowenien

    S&P Rating: A-
    Ausblick: Stabil

    Moody's Rating: Ba1
    Ausblick: Negativ

    Fitch Rating: BBB+
    Ausblick: Negativ

  • Spanien

    S&P Rating: BBB
    Ausblick: Stabil

    Moody's Rating: Baa3
    Ausblick: Stabil

    Fitch Rating: BBB
    Ausblick: Stabil

  • Zypern

    S&P Rating: B
    Ausblick: Positiv

    Moody's Rating: Caa3

    Ausblick: Negativ

    Fitch Rating: B-

    Ausblick: Stabil

EZB-Präsident Mario Draghi hatte sich am Donnerstag besorgt über den seit Sommer 2012 massiv aufwertenden Euro geäußert. Der Wechselkurs sei wichtig für Wachstum und Preisstabilität. Dementsprechend werde die Notenbank die Auswirkungen des starken Euro auf die Preisentwicklung im Auge behalten. Beobachter sprachen von einer „sanften Verbalintervention“ Draghis. Die Reaktion am Devisenmarkt fiel weniger sanft aus, der Euro gab um bis zu zwei US-Cent nach.

Ratings der größten Volkswirtschaften der Welt

  • USA

    S&P Rating: AA+
    Ausblick: Stabil

    Moody's Rating: Aaa
    Ausblick: Stabil

    Fitch Rating: AAA

    Ausblick: Negativ

  • China

    S&P Rating: AA-
    Ausblick: Stabil

    Moody's Rating: Aa3
    Ausblick: Positiv

    Fitch Rating: A+
    Ausblick: Stabil

  • Japan

    S&P Rating: AA-
    Ausblick: Negativ

    Moody's Rating: Aa3
    Ausblick: Stabil

    Fitch Rating: A+
    Ausblick: Negativ

  • Deutschland

    S&P Rating: AAA
    Ausblick: Stabil

    Moody's Rating: Aaa
    Ausblick: Negativ

    Fitch Rating: AAA
    Ausblick: Stabil

  • Frankreich

    S&P Rating: AA
    Ausblick: Stabil

    Moody's Rating: Aa1
    Ausblick: Negativ

    Fitch Rating: AA+
    Ausblick: Stabil

  • Vereinigtes Königreich

    S&P Rating: AAA
    Ausblick: Negativ

    Moody's Rating: Aa1
    Ausblick: Stabil

    Fitch Rating: AA+
    Ausblick: Stabil

  • Brasilien

    S&P Rating: BBB
    Ausblick: Negativ

    Moody's Rating: Baa2
    Ausblick: Positiv

    Fitch Rating: BBB
    Ausblick: Stabil

  • Italien

    S&P Rating: BBB
    Ausblick: Negativ

    Moody's Rating: Baa2
    Ausblick: Negativ

    Fitch Rating: BBB+
    Ausblick: Stabil

  • Russland

    S&P Rating: BBB
    Ausblick: Stabil

    Moody's Rating: Baa1
    Ausblick: Stabil

    Fitch Rating: BBB
    Ausblick: Stabil

  • Indien

    S&P Rating: BBB-
    Ausblick: Negativ

    Moody's Rating: Baa3
    Ausblick: Stabil

    Fitch Rating: BBB-
    Ausblick: Stabil

  • Kanada

    S&P Rating: AAA
    Ausblick: Stabil

    Moody's Rating: Aaa
    Ausblick: Stabil

    Fitch Rating: AAA
    Ausblick: Stabil

  • Australien

    S&P Rating: AAA
    Ausblick: Stabil

    Moody's Rating: Aaa
    Ausblick: Stabil

    Fitch Rating: AAA
    Ausblick: Stabil

  • Spanien

    S&P Rating: BBB
    Ausblick: Stabil

    Moody's Rating: Baa3
    Ausblick: Stabil

    Fitch Rating: BBB
    Ausblick: Stabil

  • Schweiz

    S&P Rating: AAA
    Ausblick: Stabil

    Moody's Rating: Aaa
    Ausblick: Stabil

    Fitch Rating: AAA
    Ausblick: Stabil

“Die Äußerungen des EZB-Chefs mündeten offensichtlich in verstärkten Zinssenkungserwartungen, die wir allerdings nicht teilen,” schrieb Ralf Umlauf, Volkswirt bei der Helaba in Frankfurt. “Wir rechnen im März erneut mit unveränderten Leitzinsen.”

Der Yen stieg zum Euro um 0,5 Prozent auf 124,76 Yen. Zum Dollar notierte die japanische Devise bei 93,16 Dollar 0,5 Prozent höher. Damit erholte sich der Yen etwas von dem vorherigen Absturz. Marktteilnehmer verwiesen darauf, dass technische Indikatoren auf eine überverkaufte Situation hindeuteten. Der Schweizer Franken legte zum Euro um 0,2 Prozent auf 1,2287 Franken zu. Zum Dollar war die eidgenössische Währung unverändert bei 91,77 Rappen.

  • 08.02.2013, 14:41 UhrKonrad_S

    1,60 Dollar je Euro, das wär das korrekte Bild. Darüber dürfte sich keiner beschweren, denn es würde die Stabilität (durch Sparmaßnahmen) gegenüber dem Dollar (Inflativ dank absoluter Überschuldung der USA) bestens darstellen.
    Wer jetzt jammert hat doch nur Angst, die Exporte würden nicht mehr so super laufen. Was Draghi hier macht sollte eigentlich verboten werden, denn das ist Manipulativ und einfach unzutreffend.

  • 08.02.2013, 11:25 UhrDagmarK

    Was soll dieser Schwachsinn? Der Wert des Euros lag vor einigen Jahren bei 1,50 zum Dollar. Das hat damals niemanden gejuckt.

    Aber heute geht es um die Daseinsberechtigung der Eurokraten, da ist offensichtlich alles erlaubt.

    Das eine Währung für 17 unterschiedliche Volkswirtschaften nicht funktioniert ist hinlänglich bewiesen. Aber ALLE reiten sie diesen toten Gaul weiter, ohne Rücksicht auf Verluste für das jeweilige Volk.

Ratgeber Geldanlage

Die beste Strategie für das eigene Vermögen: Der Ratgeber von Handelsblatt Online erklärt Grundlagen, Chancen und Risiken von Investments in Aktien, Fonds, Anleihen, Zertifikaten und Zinskonten. Anleger erfahren, wie sie die passenden Produkte auswählen und unkalkulierbare Risiken vermeiden. Mehr…

  • Die aktuellen Top-Themen
Finanzvertriebe: Wo die Provisionen einbrechen

Wo die Provisionen einbrechen

Viele Finanzvertriebe darben. Bei der Mehrzahl der Unternehmen stagnieren die  Erlöse aus Provisionen – oder sinken sogar. Eine Rangliste zeigt, wo die Verkaufserträge schwinden – und wo sie steigen.

Börse Frankfurt: Dax startet schwach

Dax startet schwach

In Am Donnerstag stehen die Berichtszahlen bei Börsianern im Vordergrund. Siemens, Lufthansa und VW lassen sich in die Bücher schauen. Adidas enttäuscht und verliert knapp zehn Prozent in den ersten Handelsminuten.

  • Depot-Contest
  • ANZEIGE
Depot-Contest : Wer am meisten aus Geld macht

Wer am meisten aus Geld macht

Welcher Vermögensverwalter ist der beste? Finden Sie es heraus: Wir lassen 21 Profis beim DAB-Depot-Contest gegeneinander antreten.

ANZEIGE
  • Tagesgeld-Vergleich

    Top-Kondtionen für Tagesgeld, inklusive Gebühren, Einlagensicherung und Abgeltungsteuer.

  • Festgeld-Vergleich

    Der Rechner sucht die höchsten Zinsen für Festgeld für jede Laufzeit und Höhe des Anlagebetrages.

  • Girokonten-Rechner

    Kosten für das Konto ermitteln, inklusive Entgelte für Kreditkarten sowie Dispo- und Guthabenzinsen.

  • Rendite-Rechner

    Der Zins entspricht nicht immer der Rendite. Welche Erträge Anlagen tatsächlich bringen.

  • Ratenkredit-Vergleich

    Die besten Angebote für Ratenkredite vergleichen. Für verschiedenen Bonitätsstufen.

  • Ratgeber Geldanlage

    Die beste Strategie für Ihr Vermögen: Grundlagen, Chancen und Risiken verschiedener Investments.

  • Rendite-Risiko-Radar

    Die Renditen für Aktienindizes, Rohstoffe oder Rentenindizes nach Zeiträumen berechnen.

  • Sparbrief-Rechner

    Die interessantesten Offerten für Sparbriefe mit einer Laufzeit zwischen einem und zehn Jahren.

  • Depot

    Erstellen Sie ein virtuelles Depot, mit dem Sie Ihre Strategie testen und Kursentwicklungen verfolgen.

  • Alle Rechner und Tools

    Übersichtsseite aller Rechner, Vergleiche und Tools für Finanzen, Immobilien, Jobs und vieles mehr.

  • Weitere Tools anzeigen