
FRANKFURT. "Dem Euro bläst ein heftiger Gegenwind ins Gesicht", sagt Volkswirt Lothar Heßler von HSBC Trinkaus & Burkhardt. Am Dienstag sorgten Gerüchte über ein bevorstehendes Rettungspaket für Griechenland allerdings für eine Stärkung des Euro-Kurses auf zwischenzeitlich 1,3836 Dollar. Am Abend gab die Gemeinschaftswährung aber einen Teil ihrer Gewinne wieder ab und notierte bei rund 1,3780 Dollar. Zum Vergleich: Am 20. Juli 2008 hatte der Euro mit einem Kurs von 1,6038 Dollar seinen bisherigen Höchststand erreicht.
Spekulationen pro oder contra die führenden Weltwährungen, wie sie jetzt gegen den Euro geführt werden, laufen vor allem über die Terminmärkte. Diese Transaktionen werden mit synthetischen Finanzprodukten - also Derivaten - durchgeführt und finden vor allem im Interbankenhandel, zunehmend aber auch an organisierten Terminbörsen wie der Chicago Mercantile Exchange (CME) statt. Spekulanten können hier mit geringem Einsatz ein großes Rad drehen, weil sie bei Swaps, Forwards, Optionen und Futures nur einen Teil des dem Geschäft zugrunde liegenden Nominalwertes einsetzen müssen.
Devisen-Derivate werden meist unreguliert gehandelt
Währungs-Swaps sind Tauschgeschäfte, bei denen Investoren sich Geld in Währung A leihen, es verkaufen und den Ertrag in Währung B investieren. Wenn Währung A im Kurs fällt, können sie das geliehene Geld billiger zurückgeben. Swaptions sind Optionsgeschäfte auf Swaps. Unter Forwards versteht man freie Vereinbarungen, bei denen zwei Parteien den Kauf und Verkauf einer Währung zu einer bestimmten Zeit in der Zukunft zu einem vorab fixierten Preis verabreden. Futures sind standardisierte, an Börsen handelbare Kontrakte, bei denen zwei Parteien den Kauf und Verkauf einer Währung zu einer bestimmten Zeit in der Zukunft zu einem fixen Preis und in einer fixen Menge vereinbaren.
Solche Devisen-Derivate werden zu mehr als 95 Prozent im direkten Handel zwischen Banken und großen Finanzinstituten weitgehend unreguliert im sogenannten Interbankenmarkt abgewickelt, wie Statistiken der Bank für Internationalen Zahlungsausgleich (BIZ) zeigen. Im Gegensatz zu diesem Freiverkehrsmarkt nimmt sich das Volumen standardisierter Devisen-Derivate wie Optionen und Futures an den Terminbörsen bescheiden aus.
@Peti @RDA
Unglaublich wie wenig Gedanken sich beide über weltwirtschaftliche Zusammenhänge machen. Nur weil keine Ahnung da ist (alleiibne das ist schon eine Katastrophe) - verbieten???? Das ist, wie wenn bP Chemie aufs Öl kipp, damit man es nicht mehr sieht. Schlimm, schlimm, so ein Denken. Und der blödsinn der Trennung von "Real-" zu "Finanzwirtschaft" - He Leute, das war mal ein akademisches Konstrukt und hat mit der Realität nichts zu tun.
Habe gerade in einem Forum gelesen:
"......1932 ging man so weit, um Kapitalflucht zu stoppen, dass man Käufe im Ausland nachweisen musste, d.h. die Ware musste innerhalb von 4 Wochen nach Deutschland importiert werden. Vorher waren Käufe im Ausland benutzt worden, um Geld ins Ausland zu transferieren......."
ist das eine Vorbereitung zu Devisenkontrollen? (vielleicht im Voraus zu Steuererhöhungen?) Auf jeden Fall empfehlen wir allen Vermögenden in unserem Umfeld - "Keinen unnötigen Cent in Deutschland lassen". Kleingeld, wie Gehälter etc. OK - aber kein Vermögen. Und wir sind absolut sicher, viele denken wie wir. Absurd dabei ist, gerade die CDU mit Schäuble ruiniert das Land durch solche undurchdachten Alleingänge absichtlich. Und dabei dachten wir doch immer "das Ende ist Nahles".
Währungs-Swaps, Swapopitonen, Forwards, Futures usw. usw. ???
Kann mir nicht mal jemand erklären, welchen Nutzen diese Konstrukte für die Realwirtschaft unserer Staaten haben? Da zwingen verantwortungslose Spekulanten (nicht etwa "die Märkte") im Rahmen selbst definierter Legalität mit kriminellen Methoden ganze Volkswirtschaften in die Knie. Dagegen ist doch jedes Pokerspiel im Hinterzimmer eines Pornokinos eine harmlose Vergüngungsveranstaltung. Sollte etwa der alte Marx mit seiner Kritik am hemmungslosen Kapitalismus doch noch Recht behalten? Warum ist die politische Elite so wenig in der Lage oder so wenig daran interessiert, diesen Zockern das Handwerk zu legen?
Gewiß ist die hemmungslose Überschuldung der öffentlichen Haushalte eine Ursache für die Probleme im Euroland. Legitimiert das aber die Kasinowirtschaft der sog. "Finanzmärkte"?
Jetzt geht das Gezocke wieder von vorn los! Termingeschäfte sind zwar teilweise wichtig für die Realwirtschaft, aber sie sollten folgendermaßen reguliert werden: 1. Alle Geschäfte müssen zwingend über eine Clearingstelle (börse etc.) abgewickelt werden. 2. Der initial Margin muss auf 50% erhöht werden, damit man nicht Unmengen von Kontrakten öffnet, die man niemals mehr zurückzahlen kann. Kleiner Pferdefuß an diesem Modell: Es belastet die Liquidität, aber in Zeiten niedriger Geldmarktzinsen ist das verkraftbar.





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