
LONDON. Am Montag durchbrach das Pfund gegenüber der US-Währung in teilweise hektischem Handel die wichtige Marke von 1,50 Dollar und sackte auf den tiefsten Stand seit zehn Monaten. Auch gegenüber anderen wichtigen Währungen verlor das Sterling kräftig an Wert und am Anleihemarkt fielen vor der am Mittwoch anstehenden Versteigerung 30-jähriger Staatsbonds die Kurse.
Experten gehen davon aus, dass sich spekulative Hedge-Fonds auf Großbritannien einschießen, nachdem sie in den vergangenen Wochen im Zuge der Griechenlandkrise bereits auf Wertverluste des Euro spekuliert hatten.
Gestützt wird diese These durch die Daten der Terminbörse Chicago Mercantile Exchange (CME), die in der Finanzbranche als Barometer für die Aktivität von Hedge-Fonds dienen. In der Woche bis zum 23. Februar stieg die Zahl der Kontrakte mit denen Investoren auf Wertverluste des Pfundes setzen auf knapp 63000. In der Vorwoche hatte die Zahl der Short-Kontrakte noch bei rund 56000 gelegen.
Die Devisenstrategen von BNP-Paribas sehen die heftigen Kursbewegungen als ein Zeichen dafür, dass die Investoren das Risiko von Großbritannien als Schuldner neu bewerten. "Den Märkten scheint allmählich die Geduld auszugehen, das Pfund könnte schon bald in einen Abgrund starren, warnt Mark O?Sullivan vom Broker Currency Direct.
Unmittelbarer Auslöser der Verwerfungen war die neue Unsicherheit über den Ausgang der in diesem Frühjahr anstehenden Parlamentswahl in Großbritannien. Neue Umfragen zeigen, dass der Vorsprung der favorisierten Konservativen gegenüber der Labour-Partei von Premier-Minister Gordon Brown schmilzt. Die Investoren fürchten nun, dass die Wahlen mit einem Patt enden, und das Land mit einer Minderheitsregierung zurecht kommen muss, der die Autorität fehlt, ein drastisches Sparpaket durchzusetzen.

Es sieht so aus, als koenne niemand das Ausmass der Krise richtig erkennen. Eines aber kann jeder erkennen: Wenn man eine Verschuldungskrise durch weitere und noch groessere Schulden bekaempft, stuerzt man irgendwann ab, oder?

Ob das Ausmaß der Krise, mit denen die Regierungen 2008/2009 fertig werden mussten, wirklich noch so klar ist ? ich denke, die jetzt so hämischen Kommentatoren würden es nicht so gut finden, wenn wir denn jetzt in einer Welt ohne banken lebten. Dazu hätte es aber durchaus kommen können.

Stimmt genau, der hochgejubelte "mutige retter" brown erhält nun die rechnung präsentiert. der bumerang kommt zurück, schneller als diese Schuldenmacher wohl dachten. weil sie halt nur von jetzt auf nachher denken, langfristiges denken gibt es bei denen nicht. Jetzt sieh nur zu, wie du die Liquidität sicherstellst, großer Meister !






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