Devisen

Diskussion: Kommentare zu: Der Euro wird überleben - die nächsten vier Monate

Karikatur eines Community-Trolls

Liebe Leserinnen und Leser,

kennen Sie Trolle? Das sind Unholde, die nichts Gutes im Schilde führen. Internet-Trolle gibt es auch. Das sind solche, die „Beiträge verfassen und sich darin auf die Provokation anderer Gesprächsteilnehmer beschränken“, heißt es in den einschlägigen Definitionen. Solche Provokationen würgen eine Diskussion ab. Internet-Trolle sind also Menschen, die wir in unserer Handelsblatt-Online-Community nicht brauchen. Was wir gut finden, sind Kommentatoren. Gerne solche, die auf den Punkt kommen - von uns aus kurz und schmerzhaft.
Am meisten freuen wir uns, wenn Sie zu Ihrer Meinung mit Ihrem Namen stehen. Wir möchten wissen, mit wem wir diskutieren, und Sie haben ein Recht zu wissen, mit wem Sie sich auseinandersetzen. Wir glauben, dass es zu einem fairen Umgang miteinander im Netz gehört, sich offen gegenüberzutreten.

Ihre Handelsblatt-Online-Redaktion
Bitte bleiben Sie fair und halten Sie sich an unsere Community Richtlinien sowie unsere Netiquette.
  • 07.09.2012, 08:22 UhrItalo

    Die EUROLIRE wird es in 100 Jahren noch geben.

    • 07.09.2012, 08:38 UhrMachiavelli

      Der Morgenthau-Plan oder warum Europa verblutet.
      Die Euro- und EU-Verträge, von der deutsch-französische Achse entworfen und durchgesetzt, führen zu eine Art Morgenthau-Plan für die Peripherieländer der Währungsunion.
      Die wirtschaftlich schwache Euro-Länder werden, weil ihre Wirtschaft gegen die stärkere Wirtschaften nicht geschützt ist, immer schwächer. Dies führt dazu dass vielen jungen und gut ausgebildete Menschen aus diesen Länder keine andere Alternative bleibt als Europa den Rücken zu kehren und ihr Glück auf andere Kontinente zu suchen.
      Diese Hämorrhagie ist nicht nur eine menschliche Tragödie aber auch wirtschaftlich nachteilig für Europa. Bedingt durch den permanenten deutschen Leistungsbilanzüberschuss, ist der Euro für die meisten andere Länder überbewertet und erschwert diesen Ländern Exporte und bremst Importe nicht ab. Folge: Wirtschaftlicher Niedergang. Der führt dann zu geringeren Staatseinnahmen, die wiederum zu einer höheren Verschuldung, die wiederum zu höheren Zinsen für das Land und seine Wirtschaft.
      Niemand soll sagen, dass diese Dinge nicht absehbar gewesen seien - dass ist Ökonomie-Grundstudiums-Wissen.
      Was Europa braucht sind Vertragsänderungen die zu einer Wirtschaftskonvergenz innerhalb der Währungsunion führen und zu einer horizontalen Arbeitsteilung, Vertragsänderungen die den natürlichen Standortsnachteile der Peripherieländer entgegen wirken.

    • 07.09.2012, 09:20 UhrIason

      Bis auf die Formulierung "natürlichen Standortsnachteile der Peripherieländer" kann man Ihnen nur zustimmen.
      'Peripherie' ist mitunter eine Thema des Standpunktes und sicher im Wechsel der Geschichte bzw. auch in Hinblick auf die Zukunft zu sehen. Für die starken Industrienationen innerhalb der EU auch zukünftig ein Grund auf diese Regionen massiv ökonomisch/politisch einzuwirken und auch soziale Unruhen bzw. Kriege wissendlich in Kauf zu nehemen. Selbst in der Gemeinschaft der EU ist auch zukünftig nicht zu erwarten, dass sowohl Deutschland als auch Frankreiche den derzeitigen Peripherielände in christlicher Nächstenliebe Luft zum Atmen lassen werden.

    • 07.09.2012, 12:00 UhrMachiavelli

      @ Iason,
      1. dann sagen wir anstelle von Peripherieländer "Euroländer die durch natürlichen Standortnachteilen benachteiligt sind" -
      2. "in christlicher Nächstenliebe" bestimmt nicht im eigenen Interesse schon! Hoffe ich!

    • 07.09.2012, 13:05 UhrMoD

      tatsächlich ist der club med nettoempfänger europäischer zahlungen gewesen, und mußte zinsen zahlen, die geringer waren, als die ausfallwarscheinlichkeit ihrer rückzahlungen. diese vorteile wurden jedoch nicht in infrastrukturmaßnahmen und strukturverbesserungen investiert, sondern verkonsumiert.

  • 07.09.2012, 08:51 UhrLeopold

    Er wird überleben bis zur Wahl in Deutschland. Und bis dorthin ist die Bevölkerung hoffentlich aufgewacht und hat gemerkt, wie ihnen Brüssel und EU auf der Nase herumtanzen und unsere Steuer-Kassen leerräumen. Mit Unterstützung der deutschen Politik. Wir müssen aufwachen!

    • 07.09.2012, 09:06 UhrRob Roy

      Solange das Hartz4-Schweigegeld pünktlich fließt und die Glotze banalsten Hirnschleim in die Stuben rülpst, wacht hier niemand auf. Im Gegenteil: die wenigen "Aufgewachten" werden als Verschwörungstheoretiker niedergeschrien.

    • 07.09.2012, 09:29 UhrHardie67

      Exakt auf den Punkt gebracht !

    • 07.09.2012, 10:40 Uhrgoldeneye

      Rob Roy, GENAU SO sehe ich das Dilemma hierzulande auch!
      Die Deutschen sind anscheinend immer noch zu dumm, um zu bemerken, was hier vor sich geht. In meinem Bekanntenkreis reget sich allerdings schon sehr viel Widerstand, Tendenz sehr stark steigend. Man ist voll entschlossen zur Protestwahl! Weiter so! Irgendwann MUSS damit begonnen werden!

    • 07.09.2012, 10:41 UhrHeinz

      Viel schlimmer. Kurz vor der Wahl 2013 werden dann schnell ein paar Wahlgeschenke verteilt, wie z.B. das die Krankenkassen Ihre Überschüsse teilweise an die Versicherten zürckgeben müßen etc und schon glaubt ein Großteil unsere Regierung würde einen Superjob machen und die Wahl ist gesichert.

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