Devisen

_

Nach fast 14 Monaten : Euro steigt wieder auf 1,35 Dollar

Erstmals seit fast 14 Monaten konnte die europäische Gemeinschaftswährung die Marke von 1,35 US-Dollar erreichen. In den USA stehen wichtige Konjunkturdaten und geldpolitische Beschlüsse der US-Notenbank an.

Der Euro hat zuletzt deutliche Kaufsignale gesendet. Quelle: dpa
Der Euro hat zuletzt deutliche Kaufsignale gesendet.Quelle: dpa

Frankfurt am MainDer Euro hat am Mittwoch erstmals seit fast 14 Monaten die Marke von 1,35 US-Dollar erreicht. Vor geldpolitischen Beschlüssen der US-Notenbank am Abend und wichtigen Konjunkturdaten aus den USA am Nachmittag habe der Handel mit der Gemeinschaftswährung am Morgen erneut an Schwung gewonnen, hieß es von Händlern. Im frühen Handel erreichte der Euro in der Spitze 1,3500 Dollar. Am Vortag hatte die Europäische Zentralbank (EZB) den Referenzkurs auf 1,3433 (Montag: 1,3444) Dollar festgesetzt. Nach Einschätzung des Devisenexperten Lutz Karpowitz von der Commerzbank sind die Aussichten gut, dass der Euro über die Marke von 1,35 Dollar steigen kann.

Anzeige

„Heute stehen wichtige Ereignisse auf der Agenda“, sagte Ulrich Wortberg von der Landesbank Hessen-Thüringen (Helaba). Die Anleger warten gespannt auf die Stellungnahme der US-Notenbank nach den geldpolitischen Beschlüssen am Abend. Marktteilnehmer rechnen damit, dass die Fed vorerst keine Änderungen bei ihren quantitativen Lockerungen signalisieren wird. “Die US-Wirtschaft bleibt schwach. Das wird die Sicht des Marktes verstärken, dass die Anleihekäufe durch die Fed noch eine Weile andauern werden, was wiederum den Dollar belasten wird,” sagte Peter Dragicevich, Währungsstratege bei der Commonwealth Bank of Australia in Sydney.

Die Ratings der Euro-Länder

  • Belgien

    S&P Rating: AA
    Ausblick: Negativ
    Moody's Rating: Aa3
    Ausblick: Negativ
    Fitch Rating: AA
    Ausblick: Stabil

  • Deutschland

    S&P Rating: AAA
    Ausblick: Stabil

    Moody's Rating: Aaa
    Ausblick: Negativ

    Fitch Rating: AAA
    Ausblick: Stabil

  • Estland

    S&P Rating: AA-
    Ausblick: Stabil

    Moody's Rating: A1
    Ausblick: Stabil

    Fitch Rating: A+
    Ausblick: Stabil

  • Finnland

    S&P Rating: AAA
    Ausblick: Negativ

    Moody's Rating: Aaa
    Ausblick: Stabil

    Fitch Rating: AAA
    Ausblick: Stabil

  • Frankreich

    S&P Rating: AA
    Ausblick: Stabil

    Moody's Rating: Aa1
    Ausblick: Negativ

    Fitch Rating: AA+
    Ausblick: Stabil

  • Griechenland

    S&P Rating: B-
    Ausblick: Stabil

    Moody's Rating: Caa3
    Ausblick: Stabil

    Fitch Rating: B
    Ausblick: Stabil

  • Irland

    S&P Rating: BBB+
    Ausblick: Positiv

    Moody's Rating: Ba1
    Ausblick: Negativ

    Fitch Rating: BBB+
    Ausblick: Stabil

  • Italien

    S&P Rating: BBB
    Ausblick: Negativ

    Moody's Rating: Baa2
    Ausblick: Negativ

    Fitch Rating: BBB+
    Ausblick: Stabil

  • Luxemburg

    S&P Rating: AAA
    Ausblick: Stabil

    Moody's Rating: Aaa
    Ausblick: Negativ

    Fitch Rating: AAA
    Ausblick: Stabil

  • Malta

    S&P Rating: BBB+
    Ausblick: Stabil

    Moody's Rating: A3
    Ausblick: Negativ

    Fitch Rating: A+
    Ausblick: Stabil

  • Niederlande

    S&P Rating: AA+
    Ausblick: Negativ

    Moody's Rating: Aaa
    Ausblick: Negativ

    Fitch Rating: AAA
    Ausblick: Negativ

  • Österreich

    S&P Rating: AA+
    Ausblick: Stabil

    Moody's Rating: Aaa
    Ausblick: Negativ

    Fitch Rating: AAA
    Ausblick: Stabil

  • Portugal

    S&P Rating: BB
    Ausblick: Stabil

    Moody's Rating: Ba2
    Ausblick: Positiv

    Fitch Rating: BB+
    Ausblick: Negativ

  • Slowakei

    S&P Rating: A
    Ausblick: Stabil

    Moody's Rating: A2
    Ausblick: Negativ

    Fitch Rating: A+
    Ausblick: Stabil

  • Slowenien

    S&P Rating: A-
    Ausblick: Stabil

    Moody's Rating: Ba1
    Ausblick: Negativ

    Fitch Rating: BBB+
    Ausblick: Negativ

  • Spanien

    S&P Rating: BBB
    Ausblick: Stabil

    Moody's Rating: Baa3
    Ausblick: Stabil

    Fitch Rating: BBB
    Ausblick: Stabil

  • Zypern

    S&P Rating: B
    Ausblick: Positiv

    Moody's Rating: Caa3

    Ausblick: Negativ

    Fitch Rating: B-

    Ausblick: Stabil

Zuvor werden am Nachmittag US-Arbeitsmarktdaten und die erste Schätzung für das amerikanische Wirtschaftswachstum im vierten Quartal 2012 das Interesse der Anleger auf sich ziehen. “Die wöchentlichen Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe sind zuletzt gesunken, sodass sich die moderate Erholung am Arbeitsmarkt wohl fortgesetzt haben wird”, schrieben Viola Julien und Ulrich Wortberg, Volkswirte bei der Helaba in Frankfurt.

Der Yen neigte nach den Erholungsansätzen am Vortag wieder zur Schwäche. Die japanische Währung verlor zum Dollar um 0,2 Prozent auf 90,95 Yen, während sie zum Euro um 0,4 Prozent auf 122,85 Yen nachgab. “Die Bank of Japan wird an ihrer lockeren Geldpolitik für längere Zeit festhalten. Das unterstreicht die Schwäche des Yen,” sagte Jonathan Cavenagh, Währungsstratege bei der Westpac Banking Corp. in Singapur.

Der Schweizer Franken tendierte zum Euro mit 1,2451 Franken 0,2 Prozent leichter. Gegenüber dem Dollar notierte die eidgenössische Währung mit 92,17 Rappen kaum verändert.


Ratgeber Geldanlage

Die beste Strategie für das eigene Vermögen: Der Ratgeber von Handelsblatt Online erklärt Grundlagen, Chancen und Risiken von Investments in Aktien, Fonds, Anleihen, Zertifikaten und Zinskonten. Anleger erfahren, wie sie die passenden Produkte auswählen und unkalkulierbare Risiken vermeiden. Mehr…

  • Die aktuellen Top-Themen
Musterdepots: Wir setzen auf die Euro-Schwäche

Wir setzen auf die Euro-Schwäche

US-Unternehmen überzeugen mit ihren Bilanzen und haben mehr Potenzial als Konzerne aus Europa, sagt unser Kommentator. Er setzt deshalb auf US-Aktien und den Dollar – und profitiert von der Euro-Schwäche.

Währung in der Krise: 1 Euro = 1 Dollar

1 Euro = 1 Dollar

Alle reden den Euro runter: erst Mario Draghi, jetzt Goldman Sachs. Die Bank glaubt sogar an einen 1:1-Kurs. Politisch ist das durchaus gewollt. Lesen Sie, welche Nebenwirkungen diese Strategie hat.

  • Depot-Contest
  • ANZEIGE
Depot-Contest : Wer am meisten aus Geld macht

Wer am meisten aus Geld macht

Welcher Vermögensverwalter ist der beste? Finden Sie es heraus: Wir lassen 21 Profis beim DAB-Depot-Contest gegeneinander antreten.

ANZEIGE
  • Tagesgeld-Vergleich

    Top-Kondtionen für Tagesgeld, inklusive Gebühren, Einlagensicherung und Abgeltungsteuer.

  • Festgeld-Vergleich

    Der Rechner sucht die höchsten Zinsen für Festgeld für jede Laufzeit und Höhe des Anlagebetrages.

  • Girokonten-Rechner

    Kosten für das Konto ermitteln, inklusive Entgelte für Kreditkarten sowie Dispo- und Guthabenzinsen.

  • Rendite-Rechner

    Der Zins entspricht nicht immer der Rendite. Welche Erträge Anlagen tatsächlich bringen.

  • Ratenkredit-Vergleich

    Die besten Angebote für Ratenkredite vergleichen. Für verschiedenen Bonitätsstufen.

  • Ratgeber Geldanlage

    Die beste Strategie für Ihr Vermögen: Grundlagen, Chancen und Risiken verschiedener Investments.

  • Rendite-Risiko-Radar

    Die Renditen für Aktienindizes, Rohstoffe oder Rentenindizes nach Zeiträumen berechnen.

  • Sparbrief-Rechner

    Die interessantesten Offerten für Sparbriefe mit einer Laufzeit zwischen einem und zehn Jahren.

  • Depot

    Erstellen Sie ein virtuelles Depot, mit dem Sie Ihre Strategie testen und Kursentwicklungen verfolgen.

  • Alle Rechner und Tools

    Übersichtsseite aller Rechner, Vergleiche und Tools für Finanzen, Immobilien, Jobs und vieles mehr.

  • Weitere Tools anzeigen