
HB TOKIO. Der Dollar kann seine Talfahrt nicht stoppen. Im fernöstlichen Handel fiel die US-Währung am Donnerstagmorgen im Vergleich zum Yen auf den tiefsten Stand seit 14 Jahren. Angesichts des Rückgangs auf 86,52 Yen je Dollar schlossen Händler auch einen kurzfristigen Absturz Richtung 86 oder sogar 85,50 Yen nicht aus, da der Dollar auf breiter Front unter Druck geriet.
Am Mittwochabend war der Dollar bereits gegenüber dem Euro deutlich abgesackt. Erstmals in diesem Jahr übersprang der Euro die Marke von 1,51 Dollar und kletterte in der Spitze bis auf 1,5140 Dollar. Am Morgen notierte die Gemeinschaftswährung nur minimal unter diesem Niveau. Sein Allzeithoch hat der Euro im vergangenen Sommer mit rund 1,6038 Dollar aufgestellt.
Analysten schließen neue Kursgewinne nicht aus. Auslöser der jüngsten Käufe seien Aussagen der US-Notenbank Fed, wonach die Dollar-Schwäche in geordneten Bahnen verlaufe. „Damit suggeriert die Fed, dass sie nichts dagegen unternehmen wird“, sagte ein Händler. Ein weiterer Grund für den anhaltend starken Euro gilt die Nullzinspolitik in den USA, die Anlagen in der US-Währung unrentabel erscheinen lässt und damit den Euro wie auch andere Währungen stützt.
In Japan wachsen angesichts des Yen-Anstiegs die Sorgen der Exporteure. Der Nikkei gab daraufhin am Morgen rund 0,6 Prozent nach. Japans Finanzminister Hirohisa Fujii und einer seiner Stellvertreter erklärten, derzeit gebe es keine Pläne für eine Intervention, um den Anstieg des Yen zu stoppen. Japan müsse jedoch angemessene Maßnahmen ergreifen, wenn die Bewegungen am Markt "abnormal" seien.
Händler bezweifeln jedoch, dass Japans Behörden zu diesem Zeitpunkt einschreiten würden, da der Dollar gegenüber einer Reihe von Währungen schwächelt. Da es sich um eine Schwäche des Dollars und nicht um eine Stärke des Yen handle, könnten die japanischen Behörden nichts tun, um den Trend zu stoppen, sagte Koichi Haji, Chefökonom des NLI Research Institute in Tokio.
Gegenüber dem Schweizer Franken fiel der Dollar auf der Handelsplattform EBS auf fast 0,9900 Franken und damit den tiefsten Stand seit eineinhalb Jahren.
An den Rohstoffmärkten sorgte die Dollar-Schwäche einmal mehr für steigende Preise. Vor allem der Goldpreis, der traditionell sehr stark am Dollar hängt, kletterte kräftig und markierte mit 1 195 Dollar je Feinunze ein weiteres Allzeithoch. Seit Anfang November hat sich der Preis um fast 15 Prozent verteuert. „Die Nachfrage von Zentralbanken und anderen Investoren könnte den Goldpreis in den kommenden drei bis sechs Monaten auf 1 500 Dollar steigen lassen“, sagte ein Händler.
"Vor allem der Goldpreis, der traditionell sehr stark am Dollar hängt, kletterte kräftig und markierte mit 1 195 Dollar je Feinunze ein weiteres Allzeithoch. Seit Anfang November hat sich der Preis um fast 15 Prozent verteuert." - Na, wenn nur der Preis sich verteuert, ist das ja alles nicht so schlimm. - Nein, bitte, liebes Handelsblatt: Preise steigen. Sie verteuern sich allenfalls im Waren-Terminhandel. bislang hatte sich das Hb durch gutes Deutsch angenehm von den Konkurrenten abgehoben. bitte halten Sie den Standard! - Danke.





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