
DüsseldorfDer US-Großinvestor George Soros hat Deutschland aufgefordert, den Euro-Raum zu verlassen oder seiner Führungsrolle gerecht zu werden und schwächeren Ländern aus dem Teufelskreis von dramatischer Verschuldung und Rezession zu helfen.
In der Ausgabe der „New York Review of Books“ vom 10. September schreibt er: Als die Europäische Union geschaffen wurde, war sie der „Inbegriff einer offenen Gesellschaft – eines freiwilligen Zusammenschlusses gleichrangiger Staaten, die einen Teil ihrer Souveränität für das Gemeinwohl aufgaben.
Anzahl der Aktien: 4,83 Millionen
Anteil am gesamten Unternehmen: 0,1 Prozent
Anteil in Soros Portfolio: 4,9 Prozent
Anzahl der Aktien: 25,39 Millionen
Anteil am gesamten Unternehmen: 21,1 Prozent
Anteil in Soros Portfolio: 3,4 Prozent
Anzahl der Aktien: 8,58 Millionen
Anteil am gesamten Unternehmen: 0,1 Prozent
Anteil in Soros Portfolio: 2,6 Prozent
Anzahl der Aktien: 4,13 Millionen
Anteil am gesamten Unternehmen: 7,5 Prozent
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Anzahl der Aktien: 4,48 Millionen
Anteil am gesamten Unternehmen: 1,2 Prozent
Anteil in Soros Portfolio: 2,1 Prozent
Anzahl der Anteile: 884.400
Anteil am gesamten Fonds: 0,2 Prozent
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Anzahl der Aktien: 1,88 Millionen
Anteil am gesamten Unternehmen: 1,9 Prozent
Anteil in Soros Portfolio: 1,9 Prozent
Durch die Eurokrise entwickelt sich die Europäische Union jedoch in eine grundlegend andere Richtung. Die Mitgliedsländer werden in zwei Klassen aufgeteilt – in Gläubiger und Schuldner – wobei die Gläubiger, allen voran Deutschland, die Richtung vorgeben.“
Das Anleihenprogramm der EZB könne vielleicht den Euro retten, allerdings „könnte aber nicht einmal eine unbegrenzte Intervention ausreichen, um zu verhindern, dass die Spaltung der Euro-Zone in Gläubiger- und Schuldnerstaaten dauerhaft wird. [...] und die Gläubiger werden die Richtung vorgeben. Als stärkstes Gläubigerland wird Deutschland als Hegemon hervorgehen.
Das New York Magazin kürte Winslow 1968 zum „Big Daddy“ der Branche. 1949 hatte er den „abgesicherten Fonds“ erfunden und große Gewinne eingefahren. Er veränderte wie viele Hedge-Fonds-Titanen die Finanzbranche. Kapital wurde nicht mehr nur von Treuhändern verwaltet, sondern aktiv verwaltet.
Die erste Ära der Hedge-Fonds wurde von der Baisse Anfang der 70er-Jahre jäh beendet. Mchael Steinhardt war einer der Ersten, die danach wieder aufstanden und wurde zur Legende. Dank einer harten Kindheit in Brooklyn unter der Knute eines spielsüchtigen Vaters entwickelte er sich zum „heißesten Analysten der Wall Street“. 1994 verlor er Steinhardt aber sehr viel Geld bei einem „Blutbad“, das auf das Wirken vom damaligen Fed-Chef Alan Greenspan zurückging.
An Steinhardts Seite standen Jerold Fine und Howard Berkowitz. Das Trio gründete 1967 ihren Hedge-Fongs – vorher waren sie Broker gewesen. Die Drei stellten einen Poolbillard-Tisch in ihr Büro und verkündeten die „Überlegenheit der Jugend“. Ihr Erfolg demonstrierte eindrucksvoll die Möglichkeit der antizyklischen Vorgehensweise.
Weymars Karriere begann mit seiner Doktorarbeit, in der er eine Methode entwickelte, Kakaopreise zu antizipieren. Er galt als äußerst ehrgeizig, aber auch ein wenig größenwahnsinnig. Doch der Mangel an Selbstzweifel hat ihm viel Geld eingebracht. Er gründete rasch seine eigene Firma – gemeinsam mit Frank Vannersen. Außerdem inspirierte Weymar den Nobelpreisträger Paul Samuelson.
Marcus hatte eine denkbar schlechte Eignung für einen Hedge-Fonds-Manager: Er hatte keine Ahnung von Computern und noch weniger von Mathematik. Aber als er in Weymars Firma kam, hatte er großen Erfolg. Marcus zeigte eine furchtsame Selbstkontrolle. Und setzte Weymars ursprüngliches Konzept außer Kraft. Er perfektionierte die Kunst des Tradings nach Chartsignalen.
Der berühmteste, aber auch berüchtigste Hede-Fonds-Manager aller Zeiten: Als der junge Ungar 1949 an der London School of Economics ankam, hatte er schon viel durchgemacht.: Der Jude entkam den Nazis nur mit Mühe und hatte die Grauen des Krieges intensiv mitbekommen. In London verschmolz er sein eigenes Wissen mit Karl Poppers Ideen. Erst 1973, nach vielen Jahren, wurde der Wirtschaftswissenschaftler zum Hedge-Fonds-Manager. 1978 wurde der Soros Fund in Quantum Funds umbenannt, der Rest ist Geschichte. Berühmt wurde Soros im Jahr 1992 mit seiner Spekulation gegen das britische Pfund.
Bacon war ein besonders stiller Vertreter der Hedge-Fonds-Branche, die ohnehin nicht mit Exzentrikern überfrachtet ist. Journalisten beschrieben ihn stets als „skurrile Figur hinter einer Wand aus Monitoren“. Am Ende seiner Karriere kaufte er sich eine Insel und hatte dann das geschafft, was vorher eigentlich auch schon galt: Er war maximal isoliert.
Robinson war ein spezieller Typ: Er hatte den Charme eines Südstaatlers, aber auch das Netzwerk eines New-Yorkers. Voller Selbstvertrauen, extrovertiert und athletisch. Inspiriert von Steinhardt und Soros gründete er 1980 im fortgeschrittenen Alter von 48 Jahren den Hedge-Fonds „Tiger“. Bis zum Höhepunkt 1998 verdiente „Tiger“ nach Abzug der Gebühren 31,7 Prozent jährlich.
Die späten 80er-Jahre markierten einen Wendepunkt für die Hedge-Fonds. Die Branche war beinahe ausgelöscht, es gab nur noch wenige Fonds mit unbedeutenden Mengen an Kapital. Doch dann entstanden neue Titanen, einer von ihnen war Paul Tudor James II., Sohn eines Baumwollhändlers. Er hatte gelernt, Trading als psychologisches Spiel und als Bluff in hoher Geschwindigkeit zu begreifen.
Im Herbst 1988 konnte Druckenmiller den Angeboten von George Soros nicht mehr wiederstehen und heuerte bei ihm an. Die beiden waren sehr unterschiedliche Persönlichkeiten, passten als Investoren aber perfekt zusammen. Neben einem guten Gespür für Aktien brachte der gelernte Analyst ein starkes Verständnis für Währungen und Zinsen mit.
Meriwether ist neben George Soros der bekannte Gründer eines Hedge-Fonds – nämlich des Long-Term Capital Management (LTCM). Er war in jungen Jahren einer der ersten Manager an der Wall Street, der das Potenzial neuartiger Finanzprodukte erkannte. Sein Rüstzeug lernte er als Star bei der Bank Solomon Brothers. 1994 gründete Meriwether dann seinen Fonds. Das spezielle Vorgehen – LTCM wette vor allem auf die Entwicklung der Renditeunterschiede zwischen verschiedenen Anleihen – war zunächst äußerst lukrativ. Im Jahr 1998 kam jedoch die Wende, da sich LTCM in der Russland-Krise massiv verspekulierte. LTCM kollabierte und erschütterte die Kapitalmärkte. Der Fonds musste schließlich aufgefangen werden, um eine Finanzkrise zu verhindern. Meriwether wurde danach Selbstüberschätzung vorgeworfen.
Swensen war der Pionier des Ansatzes, Hedge-Fonds mit Stiftungen zu kombinieren. Der asketische Mann aus dem Mittleren Westen war besessen von seinem Sinn für Moral – und hatte eine große Leidenschaft für das Finanzwesen. Als Swensen die Yale-Stiftung übernahm, war diese zu über 80 Prozent in US-Aktien und –Anleihen investiert. Swensen war von der Gestaltung der Hedge-Fonds beeindruckt, wollte den Managern aber nicht dabei helfen, noch reicher zu werden. Er fand in Tom Steyer den richtigen Mann, um im Sinne der Stiftung viel Geld zu verdienen.
Es mag an seinem Allerweltsnamen liegen: Simons war Mitte der 2000er-Jahre sicher nicht der berühmteste Milliardär der Welt, aber wohl der klügste von ihnen. Sein Hedge-Fonds Renaissance Technologies ist der wahrscheinlich erfolgreichste aller Zeiten. Der Vorzeigefonds Medaillon verdiente zwischen 1989 und 2006 eine jährliche Rendite von 39 Prozent.
Chanos leitete den Hedge-Fonds Kynikos Associates, dessen Spezialität es war, nach finanziellen Leichen im Keller von Unternehmen zu suchen und auf Leerverkäufe zu setzen. Der schwache Markt der 2000er-Jahre war für Chanos ein Paradis. Und natürlich boten auch die Jahre 2007 und folgende für ihn so manche Chance.
Die Klasseneinteilung wird dauerhaften Charakter annehmen, weil die Schuldnerländer beträchtliche Risikoaufschläge zahlen werden müssen, um an Kapital zu kommen und es wird für sie unmöglich werden, zu den Gläubigerländern aufzuschließen. Statt zu einer Verringerung der Unterschiede hinsichtlich der wirtschaftlichen Leistung wird es zu einer Ausweitung kommen,“ schreibt Soros laut Pressemitteilung. Darin werden auch Zentrale Passagen aus dem Artikel genannt:
- „Für die deutsche Öffentlichkeit ist es überaus schwer zu verstehen, dass Deutschland Europa die falsche Politik aufzwingt. [...] Das ist nicht das Resultat eines heimtückischen Plans, sondern eine unbeabsichtigte Folge einer Entwicklung, in der ein Plan fehlte. Doch die deutschen Politiker sahen die Vorteile dieser Entwicklung für Deutschland, was wiederum ihre politischen Entscheidungen zu beeinflussen begann. [...] Je mehr Zeit vergeht, desto größer wird die Zahl der Gründe, Deutschland für die Politik verantwortlich zu machen, die es Europa auferlegt, obwohl sich die deutsche Öffentlichkeit zu Unrecht beschuldigt fühlt. Das ist eine Tragödie wahrhaft historischen Ausmaßes.“
Anzahl der Aktien: 400 Millionen
Anteil in Buffetts Portfolio: 20,14 Prozent
Anzahl der Aktien: 422 Millionen
Anteil in Buffetts Portfolio: 19,36 Prozent
Anzahl der Aktien: 67 Millionen
Anteil in Buffetts Portfolio: 18,59 Prozent
Anzahl der Aktien: 151,6 Millionen
Anteil in Buffetts Portfolio: 11,44 Prozent
Anzahl der Aktien: 52,8 Millionen
Anteil in Buffetts Portfolio: 4,86 Prozent
Anzahl der Aktien: 46,7 Millionen
Anteil in Buffetts Portfolio: 4,57 Prozent
Anzahl der Aktien: 61,3 Millionen
Anteil in Buffetts Portfolio: 2,78 Prozent
Anzahl der Aktien: 29,5 Millionen
Anteil in Buffetts Portfolio: 2,05 Prozent
Anzahl der Aktien: 24 Millionen
Anteil in Buffetts Portfolio: 1,83 Prozent
Anzahl der Aktien: 30,5 Millionen
Anteil in Buffetts Portfolio: 1,67 Prozent
Stand: 14.11.2012 / Quelle: http://warrenbuffettstockportfolio.com/
- „Wenn die Euro-Mitglieder nicht miteinander leben können, ohne ihre Union in eine dauerhafte Depression zu treiben, wäre eine Trennung in beiderseitigem Einverständnis die bessere Lösung.“
- „Ein Austritt Deutschlands wäre ein turbulentes, aber durchaus zu bewältigendes Ereignis, im Gegensatz zu dem chaotischen und langwierigen Dominoeffekt, im Zuge dessen ein Schuldnerland nach dem anderen durch Spekulation und Kapitalflucht aus dem Euro gezwungen würde. [...] Nach anfänglichen Turbulenzen würde sich die Eurozone aus der Depression in die Wachstumszone bewegen.“
- „Ungeachtet, ob sich Deutschland für die Führung oder den Austritt entschließt, wären beide Alternativen besser, als den aktuellen Kurs weiter zu verfolgen. [...] Das Ziel wäre nicht, Deutschland auszuschließen, sondern seine politische Haltung radikal zu ändern.
Soros gehört in der zwei Billionen Dollar schweren Hedgefonds-Branche zu den Starinvestoren. Er verwaltet Vermögenswerte von etwa 25 Milliarden Dollar. Die Investments des 82-Jährigen werden genau beobachtet. Bekannt wurde er, indem er 1992 im großen Stil gegen das britische Pfund wettete.
Der vollständige Essay erscheint auf der WebsiteNY Review of Books und bei Spiegel Online.

Wenn Soros nicht bereit ist, seine Stellung als Währungsspekulant/ Hedgefonds-Manager zu nutzen, um Weltwirtschafts-Wachstum voranzutreiben sondern weiterhin gegen das Wachstum spekuliert soll er aufhören anderen Ratschläge zu erteilen.
Bevor Italien den EURO erhielt hatte das Land doch erwiesenermaßen auch schon erhebliche Zinsaufschläge für seine Schuldaufnahme akzeptieren müssen oder....?
Reinhardt Sassenberg

@pleiti
"Euro eine Fehlkonstruktion."
Völlig richtig. Aber Ideologie ist leider oftmals stärker als jede wirtschaftliche Realität.
Das haben zuerst die Nazis, dann die Sozis merken müssen. Der 2. WK wurde schlußendlich durch überlegene Ökonomie gewonnen.
Nun werden es auch die Eurologen merken, das Spiel ist aus. Seit der EZB Entscheidung ist der Euro im Endspiel.

Ohne ein Fan von Sarkozy (gewesen) zu sein, aber seine Worte treffen auf Soros zu: Sie haben eine gute Gelegenheit verpaßt, den Mund zu halten!
Deutschland wäre ja schön blöd, zum jetzigen Zeitpunkt aus dem Euro auszutreten und seine Industrie mit einer dann explodierenden "DM" (oder wie auch immer) zu nötigen, Wertschöpfungsaktivitäten ins Ausland zu verlagern und eine explodierende Arbeitslosigkeit in Kauf zu nehmen.
Die Lösung der Eurokrise kann doch nicht sein, die Märkte mit weiterem billigen Geld "zuzuscheißen" durch die EZB. Die Südländer sollen erst mal die Struktur-Hausaufgaben machen: funktionierende Finanzverwaltungen aufbauen, Arbeits-/Sozialgesetzgebung zurechtstutzen und wettbewerbsfähig machen, vielleicht eine Art duales Ausbildungssystem auf den Weg bringen für ihre jungen Leute, gerne in Verbindung mit einem langfristigen "Marshallplan", der Neugründungen und Ansiedlungen in diesen Ländern unterstützt.
Aber über diese strukturellen Hausaufgaben wird mir viel zu wenig geredet in den Medien und von diesen superschlauen Investoren ("die Märkte"), die so blöd waren in der Vergangenheit, den Südländern billiges Geld zu geben, weil man meinte, Griechenland u.a. wären so kreditwürdig wie Österreich oder Finland. Auch Krugman & Co. reden über diese Strukturhausaufgaben auffällig wenig, sondern nur über Umverteilung von Finanzen und Schulden.
Und so lange diese strukturellen Hausaufgaben nicht angegangen sind, sollte man "die Märkte" sich ruhig mal "auskotzen lassen", auch mal Banken hops gehen lassen. Wer jahrelang auf Drogen lebt, kann doch nicht erwarten, dass eine Erhöhung der Dosis die Rettung bringt!






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