HB FRANKFURT. Ein Vertrauensbeweis aus China hat dem Euro gestützt.. Der Euro hat am Donnerstag im späten europäischen Geschäft seine Gewinne ausgeweitet. Die Gemeinschaftswährung stieg auf bis zu 1,2373 Dollar und holte damit ihren Kursrutsch vom Mittwoch nahezu vollständig wieder auf. In der Nacht war der Euro nach einem Pressebericht über angebliche Überlegungen Chinas, sein Engagement in Staatsanleihen der Eurozone zu überdenken, bis auf 1,2155 Dollar gefallen. Ein Dementi aus Peking schob den Euro an. Die Europäische Zentralbank (EZB) hatte den Referenzkurs am Mittag auf 1,2255 (Mittwoch: 1,2309) US-Dollar festgesetzt. Der Dollar kostete damit 0,8160 (0,8124) Euro.
Die positive Reaktion des Euro auf die Äußerungen aus China sei nicht nachhaltig gewesen, sagte Devisenexperte Rainer Sartoris von HSBC Trinkaus. „Vertrauen kommt nicht von heute auf morgen zurück.“ Auch in den nächsten Tagen werde es der Euro schwer haben. Die schlechter als erwartet ausgefallenen US-Konjunkturdaten hätten dem Euro nicht geholfen, sagte Sartoris. Trotz der leichten Abwärtsrevision des US-Bruttoinlandsprodukts im ersten Quartal sei der Aufschwung in den Vereinigten Staaten immer noch intakt. Zudem wiege derzeit die Vertrauensfrage schwerer am Devisenmarkt als Konjunkturdaten.
Zu anderen wichtigen Währungen hatte die EZB die Referenzkurse für einen Euro auf 0,84625 (0,85470) britische Pfund, 110,79 (111,35) japanische Yen und 1,4164 (1,4206) Schweizer Franken festgelegt. Der Preis für eine Feinunze Gold wurde in London am Nachmittag mit 1211,00 (1212,00) Dollar gefixt. Der Kilobarren Gold kostete 31 910,25 (31 820,55) Euro.





