
PEKING. Kurz vor dem G20-Gipfeltreffen in Toronto signalisiert China guten Willen im Streit um die Bewertung seines Landeswährung Yuan. Die chinesische Notenbank habe sich entschieden, eine Reform des Devisensystems voranzutreiben, sagte ein Sprecher der Institution am Samstag in Peking. Das lässt sich auf die derzeit bestehende Bindung des Yuan an den US-Dollar beziehen. Über den Zeitpunkt einer Freigabe und ihren Umfang schwieg die Zentralbank jedoch. Die Ausgangslage für so einen Schritt wäre derzeit jedoch günstig: Der chinesische Export ist im Mai um 49 Prozent gestiegen, im Land herrscht Arbeitskräftemangel. Dafür droht Inflation, die durch eine Währungsaufwertung gemindert würde. In China gilt es schon als beachtenswert, wenn eine Institution wie die Zentralbank sich überhaupt öffentlich mit einer strittigen Frage beschäftigt.
Im Jahr 2008 hatte China seine Währung an den Dollar gebunden, um Exporte zu erleichtern und sich vor extremen Auswirkungen der Finanzkrise zu schützen. In den drei Jahren davor hatte die Notenbank jedoch eine stufenweise Aufwertung um 21 Prozent erlaubt. Die jüngste Äußerung aus Peking ist daher eher politisch zu sehen: Peking signalisiert Washington vor dem G20-Treffen am kommenden Wochenende seine Kompromissbereitschaft.
Premier Wen Jiabao hatte nie bestritten, dass die strikte Dollarbindung des Yuan enden sollte, wenn die Wirtschaftskrise überwunden ist. Nach wie vor lässt die Regierung aber keinen Zweifel daran, dass sie die Wechselkurse auch künftig kontrollieren wird. Amerika fordert jedoch, den Yuan dem Spiel der Marktkräfte zu überlassen. Darauf kann Washington sich jedoch kaum Hoffnungen machen: „Eine Basis für eine Aufwertung im großen Stil gibt es nicht“, stellte der Zentralbanksprecher klar. Die Praxis vor 2008, tägliche maximal eine Bewegung von 0,5 Prozent zuzulassen, bleibt also auf absehbare Zeit erhalten.
@ bodo,
Nur weil ich Geithner und bernanke mit dem Untergang des westlichen Abendlandes identifiziere, heisst das noch lange nicht das ich anti-amerikanisch bin. Das Gegenteil ist der Fall. ich finde es aber bemerkenswert zu sehen, wie Kritik an diesen beiden Clowns als anti-amerikanisch interpretiert wird.
Geithner wird von den Chinesen vorgeführt und in Europa nicht Ernst genommen. Der Mann ist im Prinzip gescheitert. bernanke´s Fat Finger erledigt die Schmutzarbeit der politischen Kaste gegen die eigene bevölkerung in Amerika.
Ron Paul hat Recht!!
Man kann es unseren antiamerikanischen Kommentatoren nicht verdenken, dass sie den Erfolg des US-Finanzministers Geithner nicht mögen. Dass die Chinesen noch vor dem G20-Gipfel klein beigeben, zeigt dass sie vermeiden wollten, dass Geithner dieses Thema am Donnerstag in Toronto vor das gesamte Forum bringt. Dem fließend chinesisch sprechenden Geithner gelang damit, was die jahrelangen europäischen bittdelegationen nicht fertig brachten.
@mono
okinawa hat die Arsenale iMHO weder vergessen noch besonders rausgekehrt. Da er viel über Kriege schreibt und das Pseudonym Okinawa iMHO bewusst gewählt hat, ist im das ganze wohl klar.
immerhin sind die tollen US vom A.... nicht in der Lage, das Loch im Golf von Mexiko zu stopfen. Oder sie wollen es nicht. Das Öl liegt in 9000 m Tiefe, Der Meeresgrund in 1500 m. Da kann man in 4 Wochen bequem eine Sprengung anbringen (ca. 150 - 200 m unter Meeresgrund), die den ganzen Pott verschließt. Alleredings ist bP dann seine Lizenz los, weil die mit Einstellung der Förderung verfällt.
Noch Fragen?`bevor ein Ölkonzern eine Quelle möglichen Profits aufgeben muss, verseuchen die USA lieber den ganzen Atlantik. Jenseits aller Limie-Hassrhethorik sind die 7 Schwestern der 70er heute zwar etwas anders verteilt aufgestellt aber immer noch im allerbesten Einvernehmen.
@okinawa
Und da kommt es: Es gibt eben mehrere irrationale Quellen amerikanischer Politik. ihre komischen Verechnungseinheiten sind so ein sensibler Punkt, aber auch das Ölgeschäft.
J.R.Ewing hatte eben nur einen geringen satirischen Gehalt. Das meiste an der grundsätzlichen Einstellung ist etwas PC-gefilterter amerikanischer Mainstream. Sonst wäre die Serie auch kein Erfolg gewesen.
Alarmismus halte auch ich für unangebracht. Dass es sich bei den US vom A.... um ein Armenhaus handelt, dessen realer Zustand auf Kosten der Restwelt verschleiert wird, ist auch meine Meinung.
Wenn der Atlantik fischfrei wird, nutzt das vor allem dem amerikanischen Kapital. Deshalb lassen die da schön weiter sprudeln. Greenpeace wird das Loch schon nicht stopfen können.
Tja, diesen Umweltbarbaren den Krieg zu erklären verbietet sich natürlich aus naheliegenden Gründen (s.o.: Waffen).
Was das alles mit dem Renminbi zu tun hat? Die Chinesen verdienen an Uncle Sam einfach prächtig mit. Deshalb werden sie jenseits allen Theaterdonners den STATUS QUO waren.
Watt nu????





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