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Worst-Case-Planung: Schweiz bereitet sich auf Euro-Kollaps vor

Der Franken gilt als sicherer Hafen. Regierung und Notenbank wollen aber im Falle eines Euro-Crash eine Anlegerflucht in die Schweiz verhindern - notfalls auch mit Negativzinsen und Kapitalverkehrskontrollen.

Die Schweizer Regierung trifft Vorkehrungen für ein böses Ende der Euro-Krise. Quelle: dpa
Die Schweizer Regierung trifft Vorkehrungen für ein böses Ende der Euro-Krise. Quelle: dpa

ZürichDie Schweiz bereitet Notfallpläne für den Fall vor, dass die Euro-Krise eskaliert. Die Regierung wolle vor allem einer Flucht in den Schweizer Franken entgegentreten. In diesem Zusammenhang prüfe eine Arbeitsgruppe auch Negativzinsen und Kapitalverkehrskontrollen, sagte die Schweizer Finanzministerin Eveline Widmer-Schlumpf gestern im Parlament. Bei Negativzinsen werden Vermögen von Ausländern in Franken mit einer Strafsteuer belegt.

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"Wir sind selbstverständlich auf mögliche Alternativen vorbereitet", antwortete Widmer-Schlumpf auf Fragen von Abgeordneten, wie die Regierung reagieren wolle. Zu Kapitalverkehrskontrollen oder Negativzinsen sagte sie: "Das sind Fragen, die in dieser Task-Force zur Franken-Stärke geprüft werden."

Die Währung gilt als sicherer Hafen

In der Arbeitsgruppe sitzen Vertreter des Finanzministeriums, der Schweizerischen Nationalbank (SNB) und der Finanzaufsicht Finma. Die Ministerin selbst verwies aber darauf, dass andere Länder mit Kapitalverkehrskontrollen und Negativzinsen "nicht nur gute Erfahrungen" gemacht haben.

Dank gesunder Staatsfinanzen und einer erfolgreichen Exportwirtschaft gilt die Währung der Schweiz weltweit als sicherer Hafen. Daher hat der Franken im Zuge der Euro-Krise deutlich aufgewertet. Doch dies droht die Schweizer Exportindustrie zu erwürgen. In Euro gerechnet sind die Lohnstückkosten in der Schweiz stärker gestiegen als in Griechenland.

Um der Aufwertung Einhalt zu gebieten, hatte die Notenbank im September eine Franken-Untergrenze von 1,20 Franken je Euro verkündet. Das gewagte Manöver hat bis dato Erfolg, derzeit tendiert der Franken bei 1,23 Franken je Euro.

  • 09.12.2011, 17:18 UhrAnonymer Benutzer: awtwahl

    oefters mal "kantoenligeist" aber keine Dummkoepfe die in
    BRUESSEL "regieren" wollen da sie zuhause "strafversetzt"
    wuerden, koennen SIE sich z.b.eine "dr." silvana Koch-Mehrin in BERN vorstellen ? ich nicht !

  • 08.12.2011, 17:46 Uhrpittromi

    Mit Verlaub gesagt aber der Wahrheit entsprechend:
    Schon vor der Einführung des Euro haben 100 Wirtschafts-Weise vor dem Bundesverfassungsgericht gegen den Währungsumtausch geklagt.
    Warum? Aus Langeweile?
    Nein, aus Verantwortung!
    Der Verantwortung, die den verantwortlichen Politikern/innen fehlt.
    Wehe jemand sagte etwas gegen den Euro!

    Jetzt sinkt das Boot. Deutschland steht am Abgrund und seine Bürger werden um ihre jahrzehntelang mühsam erwirtschafteten Ersparnisse gebracht.
    Ersparnisse, die aufgrund des Rentenskandals absolut notwendig sind, für ein halbwegs menschenwürdiges Leben.

    Merkel, Schäuble und ihre Helfer sind für jeden Cent verantwortlich, die jeder Bürger verliert.
    Eine schärfere Bezeichnung dieser Personen erspare ich mir wegen den allgemeinen Höflichkeitsformeln.

  • 08.12.2011, 17:15 Uhr1444057

    Wenn dem so wäre, dann hätte unsere Export lastige Wirtschaft ja 1999 vor der Einführung des Euro schwere Probleme gehabt. So war es aber nicht.
    Sicher mag die Theorie für Staaten zutreffen, die am markt mit den von ihnen exportierten Waren einen harten Preiskampf ausfechten müssen - wie z.B. die Griechen mit ihren Oliven und ihrem Feta Käse.
    Die deutsche STIHL Kettensäge oder das hochspezielle Maschinenbauteil bekommt man in dieser Qualität aber nur aus Deutschland. Wir sind Qualitätsführer in vielen bereichen und müssen uns nicht als Preisführer profilieren.

    Wenn der Euro diesen extremen Vorteil für den Export hat, wieso haben sich dann die Engländer von Anfang an dagegen entschieden?

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