
DüsseldorfIm Büro von John Magee, dem 1986 verstorbenen Autor des Börsenklassikers „Technische Analyse von Aktientrends“, hing ein Poster: „Sag mir nicht, was ich kaufen soll – sag mir nur, wann ich es kaufen soll.“ Bei Gold ist die Frage nach dem besten Einstiegszeitpunkt geklärt – er liegt Jahre zurück. Die Goldpreisrally in Dollar startete 2001 bei weniger als 300 Dollar pro Unze, in Euro nahm Gold Anfang 2005 bei 300 Euro endgültig Fahrt auf. Aktuell kostet die Feinunze 1750 Dollar oder 1330 Euro.
Ob Gold schon zu teuer ist, hängt ab vom Blickwinkel des Betrachters. Da die Einkommen nicht Schritt halten konnten mit dem Anstieg des Goldpreises, ist Gold teuer geworden. Für jemanden, der Ersparnisse besitzt und diese vor Entwertung schützen will, bleibt Gold dennoch eine preiswerte Alternative zur Vermögenssicherung. „Mir zeigt der Goldpreisanstieg, dass die Kaufkraft von Papiergeldwährungen sinkt“, sagt Goldanalyst Ronald-Peter Stöferle von der Ersten Bank in Wien.
Goldschatz: 8.133 Tonnen, Anteil an den Währungsreserven: 75,7 Prozent
Stand: Februar 2013
Goldschatz: 3.391 Tonnen, Anteil an den Währungsreserven: 72,8 Prozent
Goldschatz: 2.814 Tonnen
Goldschatz: 2.451 Tonnen, Anteil an den Währungsreserven: 72,1 Prozent
Goldschatz: 2.435 Tonnen, Anteil an den Währungsreserven: 70,5 Prozent
Goldschatz: 1.054 Tonnen, Anteil an den Währungsreserven: 1,7 Prozent
Goldschatz: 1.040 Tonnen, Anteil an den Währungsreserven: 10,6 Prozent
Goldschatz: 958 Tonnen, Anteil an den Währungsreserven: 9,5 Prozent
Goldschatz: 765 Tonnen, Anteil an den Währungsreserven: 3,2 Prozent
Goldschatz: 613 Tonnen, Anteil an den Währungsreserven: 59,7 Prozent
Goldschatz: 558 Tonnen, Anteil an den Währungsreserven: 9,9 Prozent
Goldschatz: 502 Tonnen, Anteil an den Währungsreserven: 32,9 Prozent
Doch Ökonomen beschwichtigen. Zu Panik vor Inflation bestehe trotz der von den Notenbanken verursachten Geldflut noch kein Anlass. Es sei ja nicht ausgemacht, dass das Geld in den realwirtschaftlichen Kreislauf komme und dort die Güterpreise anschiebt. Tatsache ist aber, dass mehr und mehr Papiergeld gedruckt wird. Weltweit haben Notenbanken neue geldpolitische Lockerungen angekündigt. Gold lässt sich dagegen nicht im gleichen Tempo aus dem Boden holen. Der Produktion von Papiergeld sind keine Grenzen gesetzt – und der Goldpreis wird in Papierwährungen ausgedrückt.
„Intelligente Menschen sehen schon, dass, wenn man die Geldmenge erhöht, eine Papierwährung gegenüber einer Währung, die nicht erhöht werden kann, verliert“, sagt Marc Faber, einer der bekanntesten Investoren weltweit. Sollte die Papiergeldmenge weiter erhöht werden, dann wird wahrscheinlich auch der in Papierwährungen ausgedrückte Preis für Gold weiter steigen. Doch was passiert, wenn die Schuldenlast zu erdrückend wird, die Vermögenspreise fallen, Banken und Unternehmen pleitegehen und die Konjunktur einbricht – und das Pulver der Notenbanken nicht reicht? Dann bricht alles ein, vermutlich auch der Goldpreis, wenn auch nicht so stark wie alles andere.
Zwischen 1980 und 2010 hat sich die weltweite Gold-Nachfrage von Europa und Nordamerika nach Ostasien und Indien verschoben. 1980 kam aus Nordamerika und Europa noch 68 Prozent der Nachfrage, 2010 waren es noch 27 Prozent. Die Ostasiaten und Inder steigerten sich dagegen von 14 auf 58 Prozent.
Der Großteil der Nachfrage lag 1980 noch im Investmentbereich, Goldschmuck spielte damals eine geringere Rolle. Bis zum Jahr 2000 machten Investments einen immer geringeren Teil der Nachfrage aus, die Bedeutung von Schmuck dagegen stieg. Nach 2000 wandelte sich das Verhältnis wieder. Seitdem machen Investitionen knapp 40 Prozent der Gesamtnachfrage aus.
Die West-Ost-Verlagerung zwischen 1980 und 2010 zeigt sich besonders stark beim Goldschmuck. 1980 kamen lediglich 22 Prozent der Nachfrager aus Indien und Asien, 2010 waren es 66 Prozent.
Zwischen 2000 und 2010 ist der Anteil der Europäer und Nordamerikaner unter den Investment-Nachfragern von unter zehn auf über 40 Prozent angestiegen.
Die Goldnachfrage in der Technologie-Branche wird zunehmend von Ostasien getragen. Sie stieg zwischen 1970 und 2010 von 17 auf 67 Prozent.
Denn ein Barren verschwindet nicht einfach und sagt: „Ich zahle nicht“ – so wie ein pleitegegangener Anleiheschuldner. Für Anleger ist Gold eine Notfallreserve außerhalb des Finanzsystems, auf die er zurückgreifen könnte, wenn etwa bei einem Systemausfall oder einem Zusammenbruch seiner Bank der Zugang zu Konten, Depots und Geldautomaten versperrt sein sollte.
Regierungen und Notenbanken werden weiter versuchen, die Zinsen unter die Inflationsrate zu drücken. Das bringt negative Realzinsen und eine reale Entwertung der Staatsschulden auf Kosten der Sparer. Goldanleger, die keine Zinsen bekommen, verzichten also nicht auf besonders viel. Um eine breite Flucht ins Gold zu verhindern, könnten die Daumenschrauben aber angezogen werden. Denkbar wären etwa eine europaweite Mehrwertsteuer und Abgeltungsteuer für physisches Gold.
Veränderung auf Sicht von zehn Jahren: +88,8 Prozent (ohne Dividenden)
Was aus 1.000 Euro geworden wäre: 1.888 Euro
Veränderung auf Sicht von zehn Jahren (in Euro): +52,7 Prozent
Was aus 1.000 Euro geworden wäre: 1.527 Euro
Veränderung auf Sicht von zehn Jahren (in Euro): +31,3 Prozent
Was aus 1.000 Euro geworden wäre: 1.313 Euro
Veränderung auf Sicht von zehn Jahren (in Euro): +10,1 Prozent
Was aus 1.000 Euro geworden wäre: 1101 Euro
Veränderung auf Sicht von zehn Jahren (in Euro): +10,3 Prozent
Was aus 1.000 Euro geworden wäre: 1.103 Euro
Veränderung auf Sicht von zehn Jahren (in Euro): +228 Prozent
Was aus 1.000 Euro geworden wäre: 3.285 Euro
Veränderung auf Sicht von zehn Jahren (in Euro): +314 Prozent
Was aus 1.000 Euro geworden wäre: 4.142 Euro
Veränderung auf Sicht von zehn Jahren (in Euro): +428 Prozent
Was aus 1.000 Euro geworden wäre: 5.275 Euro
Veränderung auf Sicht von zehn Jahren (in Euro): +221 Prozent
Was aus 1.000 Euro geworden wäre: 3.205 Euro
Veränderung auf Sicht von zehn Jahren (in Euro): +92 Prozent
Was aus 1.000 Euro geworden wäre: 1.916 Euro
Veränderung auf Sicht von zehn Jahren (in Euro): +151 Prozent
Was aus 1.000 Euro geworden wäre: 2.509 Euro
Veränderung auf Sicht von zehn Jahren (in Euro): +67 Prozent
Was aus 1.000 Euro geworden wäre: 1.666 Euro
Veränderung auf Sicht von zehn Jahren (in Euro): +56 Prozent
Was aus 1.000 Euro geworden wäre: 1.559 Euro
Was aus 1.000 Euro geworden wäre: 1.095,90 Euro*
*bei einem durchschnittlichen jährlichen Zinssatz von 0,92 Prozent (Spareckzins)
Was aus 1.000 Euro geworden wäre: 1.209 Euro*
*bei einem durchschnittlichen jährlichen Zinssatz von 1,92 Prozent
Was aus 1.000 Euro geworden wäre: 1.266 Euro*
*bei einem durchschnittlichen jährlichen Zinssatz von 2,39 Prozent
Goldhändler könnten, offiziell begründet mit dem Kampf gegen Geldwäsche, verpflichtet werden, über Kunden Buch zu führen. Die schärfste Repression wäre ein Goldbesitzverbot. Wer in Gold anlegen will, sollte es deshalb physisch besitzen und dort aufbewahren, wo es ihm nicht weggenommen werden kann. Denn die Bedeutung von Gold liegt vor allem in seinem Besitz, weniger in seinem Preis.

Solange die Geldmenge (EUR und USD) schneller waechst als Gold aus dem Boden geholt wird, wird Gold in EUR und USD steigen, da es nicht absehbar ist wann die Druckerpresse abgeschaltet wird, sind wir noch sehr weit von einer Blase. Nicht zu vergessen: eine grosse Menge des taeglich gehandelten Goldes existiert nur auf Papier, Am Tag wo ein Grosskunde auf Lieferung besteht, wird physisches Gold (im Gegensatz zu Papiergold) nochmal richtig zulegen.
Warum sollte Goldbesitz in Deutschland verboten werden? Der Grossteil der Deutschen wuenscht sich doch eine neue DM, das Vertrauen in eine neue DM waere doch da, was soll also Goldbesitz/Handel verboten werden?

Wenn Sie sich auf der WEB-Seite goldbanquier.com umsehen, werden Sie lesen, dass Sie Ihren Goldbestand bis 60 Prozent beleihen können.
MfG. Berg

"Noch Fragen?"
Klar!
Beleihbar: Für wieviel Euro pro Unze ist es denn "jederzeit" beleihbar?
800? 350? Oder die 35 Dollar oder sonstwas, mit denen es vermutlich bei den Notenbanken in den Büchern steht?
Wenn ich ins Pfandhaus gehe, kann ich praktisch alles "jederzeit" verleihen.






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