„Die Obsession für Gold kann nicht durch Logik allein erklärt werden. Für Inder ist Gold heilig, eine Verkörperung des Göttlichen“, erklärt Devdutt Pattanaik, Buchautor und Experte für indische Mythologie. Daneben hat Gold aber auch eine ganz weltliche Bedeutung. Um diese zu verstehen, muss man sich nur auf einer Hochzeitgesellschaft umschauen. Für die Brautleute ist die Hochzeit der Höhepunkt im Leben, für die Gäste ein soziales Großereignis. Hunderte kommen zusammen. An Geschenken wird einiges aufgefahren: Fernseher, Autos, Eigentumswohnungen, Geld und – am allerwichtigsten – Gold.
Besonders kostspielig wird die Hochzeit für die Eltern der Braut. Eine Faustregel besagt, dass es gut drei Jahresgehälter kostet, eine Hochzeit auszurichten. Die Brauteltern zahlen nicht nur für die Feier, sie müssen Dowry berappen, die Mitgift. Auch wenn Dowry offiziell als abgeschafft gilt, hält sich die Tradition hartnäckig. „Jeder muss das machen, es ist wie ein Gesetz“, sagt der Verkäufer bei Mohanlal Otarma Jewellers. Für ihn ist es ein einträgliches Geschäft. Die Durchschnittsfamilie kaufe 400 bis 500 Gramm Gold für eine Hochzeit ein, behauptet er.
Viele Familien können so teure Hochzeiten nicht bezahlen – und nehmen Kredite auf, damit es doch geht. Andere, die es sich leisten können, feiern wie die Maharadschas. Den inoffiziellen Rekord hält der Großindustrielle Lakshmi Mittal. Für die Hochzeit seiner Tochter soll er angeblich 60 Milionen Dollar spendiert haben.
Das Aussuchen des Schmucks ist Frauensache, der Vater kommt erst später dazu – wenn es ans Bezahlen geht. Sandhya wirft einen kritischen Blick auf die Schmuckstücke. Sie wirkt noch nicht überzeugt. Der Verkäufer räumt ab, legt eine andere Auswahl vor. Er scheint sich nur am Rande für die Kundschaft zu interessieren, während er seinen Schmuck präsentiert hat er ein Handy am Ohr und telefoniert.

Auswahl gibt es genug. Wenn nicht in diesem Laden, dann im nächsten. Der Zaveri Bazaar im Süden von Mumbai ist nicht einfach nur ein großer Marktplatz. Der Basar ist eine eigene kleine Stadt, ein Gewimmel von Straßen, in denen sich alles um Gold, Silber und Edelsteine dreht. Am Vormittag erwacht der Markt zum Leben. Dann drängeln sich Menschenmassen durch die engen Gassen und in Hunderten Goldläden. Nach Schätzungen werden hier bis zu zwei Drittel des Handels mit Goldschmuck abgewickelt.
Bin ich richtig in der Annahme, dass das Handelsblatt auf diesen Artikel mächtigen Ärger von verschiedenen Banken bekommen hat? Banken verfluchen ja Gold da sie ja dann nicht ihre eigenen manipulierten Produkte verkaufen können und so gut wie nichts am Goldverkauf verdienen! Aber selbst kaufen die (Zentral)Banken ja derzeit tonnenweise Gold.
Whow!!! So ein qualifizierter und ausgezeichnet recherchierter Artikel vom Handelsblatt. Kompliment meine Damen und Herren! Ab heute habe ich den Glauben wieder an das Handelsblatt erworben, das es neutral und objektiv ist und nicht vom Staat oder Banken manipuliert oder zensiert wird. Herzlichen Dank.
Nehmen wir an, dass Sie Recht haben. Nehmen wir an, dass Gold das "echte Geld" ist. Nehmen wir doch an, dass Sie am Monatsende Ihre Euros gegen Gold tauschen.
Sie sollten das still und leise machen, denn der Goldpreis ja steigt, wenn alle auf einmal Gold haben wollen.
Sie sollten das keinem anderen sagen und noch weniger in Foren posten. Oder machen etwa SIE Stimmung FÜR Gold???





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