
FrankfurtFür Goldbesitzer gab es in den vergangenen Jahren reichlich Grund zu strahlen: Der Preis des Edelmetalls kannte nur einen Weg: und zwar nach oben. So sollte es eigentlich auch 2013 weitergehen: Rohstoff-Experten hatten in Jahresausblicken in Aussicht gestellt, dass Goldmünzen, Goldbarren oder einfach nur Goldschmuck weiter an Wert gewinnen.
Im Verlauf der vergangenen Woche wurden die Goldliebhaber aber jäh aus den Träumen gerissen. Innerhalb von nur fünf Handelstagen rutschte der Preis für das gelbe Edelmetall um etwa 100 Dollar. Plötzlich fragen sich viele Goldanleger, ob sie nicht doch auf das falsche Pferd gesetzt haben.
Schmuck: 2.484
Barren und Münzen: 304
ETFs: -
Industrie: 386
Zentralbanken: -620
Gesamt: 2.594 Tonnen
Schmuck: 2.616
Barren und Münzen: 355
ETFs: 133
Industrie: 419
Zentralbanken: -479
Gesamt: 3.044
Schmuck: 2.719
Barren und Münzen: 396
ETFs: 208
Industrie: 438
Zentralbanken: -663
Gesamt: 3.098
Schmuck: 2.300
Barren und Münzen: 414
ETFs: 260
Industrie: 468
Zentralbanken: -365
Gesamt: 3.077
Schmuck: 2.423
Barren und Münzen: 435
ETFs: 253
Industrie: 476
Zentralbanken: -484
Gesamt: 3.104
Schmuck: 2.304
Barren und Münzen: 869
ETFs: 321
Industrie: 461
Zentralbanken: -235
Gesamt: 3.720
Schmuck: 1.814
Barren und Münzen: 780
ETFs: 623
Industrie: 410
Zentralbanken: -34
Gesamt: 3.593
Schmuck: 2.017
Barren und Münzen: 1.205
ETFs: 382
Industrie: 466
Zentralbanken: 77
Gesamt: 4.147
Schmuck: 1.972
Barren und Münzen: 1.515
ETFs: 185
Industrie: 453
Zentralbanken: 457
Gesamt: 4.582
Schmuck: 1.908
Barren und Münzen: 1.256
ETFs: 279
Industrie: 428
Zentralbanken: 535
Gesamt: 4.405
Am vergangenen Mittwoch erreichte der Goldpreis bei 1555 Dollar (1179 Euro) je Feinunze den tiefsten Stand seit über sieben Monaten. Eine ähnlich rasante Talfahrt gab es zuletzt vor einem Jahr. Zwar hat sich der Goldpreis zuletzt wieder etwas erholt, und er stand am Wochenausklang bei 1574 Dollar. Mittlerweile ist es aber anderthalb Jahre her, dass der Goldpreis im September 2011 sein Rekordhoch bei 1920 Dollar markierte. Die Hausse geriet ins Stocken und der Goldpreis bewegte sich phasenweise monatelang mehr oder weniger seitwärts.
Selbst Fachleute, die in den vergangenen Monaten häufig optimistisch auf die Entwicklung des Goldpreises geschaut haben, werden plötzlich vorsichtiger. So zum Beispiel das Frankfurter Bankhaus Metzler. „Wir empfehlen, bei 1500 Dollar die Reißleine zu ziehen und auf bessere Einstiegsgelegenheiten zu lauern.“ So lautete der jüngste Rat in Sachen Gold an die Adresse der Investoren.
Es gibt keinen Zweifel: Das gelbe Edelmetall verliert in diesen Tagen viele Anhänger. Einen der wesentlichen Gründe für die Talfahrt beim Goldpreis lieferten die Metzler-Experten gleich mit: Die Investoren haben den Glauben an eine endlose expansive Geldpolitik in den USA verloren. Mit dem Protokoll der letzten Zinssitzung der US-Notenbank hatte sich nämlich der Eindruck verfestigt, dass die Fed Ernst macht und früher als gedacht beginnen könnte, die Geldschleusen wieder zu schließen.

@goldfreund
Rechner regt an. Ihm fehlt allerdings Gefühl für die Bewusstseinslage in Krisenländern.
Gold steigt heut mal wieder. So what.
Der unvermeidbare Konkurs einiger Krisenländer in Europa setzt nicht nur den Euro unter Druck, sollte gar Tante Emma ihr Sparbuch plündern, gehen selbst Volksbanken und Sparkassen in die Knie.
Schon alleine die Verschuldungsproblematik österreichischer Banken in Südosteuropa reicht eigentlich aus. Die Bankenkrise gilt als noch lange nicht behoben.
Erbsendiskussionen bringen nicht viel, der general overlook politisch und wirtschaftlich steht im Vordergrund. Wie denkt die chinesische/russische Führung, wie die reaktionäre Tea Party oder wie ein marod- korruptes Europa.

'zeitenwende' sagt [...]
freunden Sie sich mal mit dem Gedanken an, dass nicht Gold seinen Wert verändert, sondern das durch nichts gedeckte Papiergeld
[...]
Freunden Sie sich 'mal mit dem Gedanken an, daß es "durch nichts gedecktes Papiergeld" nur bei Monopoly gibt.
Die 10-Euro-Banknote ist tatsächlich eine Anweisung auf Schuldgeld, das durch die bei der Eingehung der Schuld überlassenen Sicherheit "gedeckt" ist.
Die Schuldner ("Schuldgeldemittenten") sind gezwungen, Güter und Dienstleistungen gegen Geld herzugeben, um Zinsen und Tilgungen leisten zu können.
Die Papierform der Verbriefung ist unerheblich - ein paar bits im Computer der EZB sind genauso gut.
Schuldgeld ist ein vertraglich besichertes Geld - die Banknote sozusagen eine Inhaberschuldverschreibung.
...
Wenn die Notenbanken und Spekulanten ihres gehorteten Goldes überdrüssig werden, dann ist für die nächsten 50 Jahre keine Goldförderung mehr von Nöten.
Wo dann der Goldpreis hinfällt?
Bestimmt nicht nach oben.
+++
'zeitenwende' sagt
[...]
abzügl 10 % p.a. Euro-Wertverlust
[...]
Seit der Euro-Einführung liegt die jährliche Geldentwertungsrate in Deutschland bei 1,5%.
Und nicht bei 10%.
Beitrag von der Redaktion editiert. Bitte achten Sie auf unsere Netiquette: „Nicht persönlich werden“ http://www.handelsblatt.com/netiquette

freunden Sie sich mal mit dem Gedanken an, dass nicht Gold seinen Wert verändert, sondern das durch nichts gedeckte Papiergeld






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