
DüsseldorfDie US-Notenbank Federal Reserve hat angekündigt, ihren Leitzins bis Ende 2014 auf Minimalniveau zu belassen. Viele Anleger haben daraufhin wieder kräftig beim Gold zugegriffen: Um fast drei Prozent ging der Goldpreis am Donnerstag in der Spitze nach oben. Am Freitag setzte sich der Anstieg mit etwas verringertem Tempo fort. Am Morgen lag der Preis für die Feinunze Gold bei 1.718 Dollar, in Euro kostete die Unze 1.310 Euro. So teuer war Gold zuletzt Mitte Dezember. Seit Jahresanfang ist der Preis um fast zehn Prozent gestiegen. Eine Niedrigzinspolitik der Notenbank birgt die Gefahr einer erhöhten Inflation, Gold hingegen wird von vielen Anlegern als inflationssichere Geldanlage angesehen.
Das bestätigt auch die Kauflaune in der Fondsbranche: Börsengehandelte Fonds deckten sich seit der Zinsentscheidung wieder verstärkt mit Gold ein. Im Devisenhandel verschlechterte der Zinsentscheid allerdings die Stimmung: Der Dollar verlor dem Euro gegenüber zwei Cent an Wert.
"Die Investoren fahren ihre Goldkäufe wieder hoch", sagte Tobias Merath, Rohstoff-Analyst bei der Credit Suisse, der Agentur Bloomberg. Von seinem Höchststand von über 1.900 Dollar vergangenen September ist der Goldpreis allerdings noch weit entfernt.
Der amerikanische Leitzins dürfte sich noch drei weitere Jahre zwischen null und 0,25 Prozent bewegen. Auf seiner Pressekonferenz sagte Notenbank-Präsident Bernanke sogar, dass die Fed auch noch ein neues Programm zum Aufkauf von Staatsanleihen auflegen könnte.
Gold ist ein seltenes Metall mit einem Schmelzpunkt 1064 Grad Celsius. Der Siedepunkt liegt bei 2856 Grad. Die chemische Abkürzung für Gold ist „Au“ und stammt vom lateinischen Wort „Aurum“ ab. Es hat mehrere Eigenschaften, die es für die Menschheit über die Jahre nützlich gemacht hat. Gold leitet extrem gut. Außerdem reagiert es nicht mit Wasser oder Sauerstoff.
Nach Schätzungen wurden in der gesamten Menschheitsgeschichte bis heute um die 166.600 Tonnen Gold aus Minen geholt. Ein Großteil davon – etwa zwei Drittel – seit 1950.
Die letzten Zahlen der US Geological Society gingen im Januar 2011 von weltweit 51.000 Tonnen aus.
In den vergangenen Jahren waren es etwa 2.500 Tonnen pro Jahr.
Überall auf der Welt wird Gold gewonnen. Aber beinahe ein Drittel des Goldes wir in nur drei Ländern abgebaut. An der Spitze liegt China mit 13,1 Prozent, darauf folgen die USA und Australien mit jeweils 9,1 Prozent.
29 Prozent des abgebauten Goldes kommt im Investmentbereich zum Einsatz, also in Form von Münzen und Barren. Aus 59 Prozent wird Schmuck gemacht. 12 Prozent wird von der Industrie verarbeitet.
Mit 1059 Tonnen ist Indien der mit Abstand größte Absatzmarkt für physisches Gold (Münzen, Barren, Schmuck). Dahinter liegt China mit 770 Tonnen. Im Vergleich dazu abgeschlagen sind die USA mit 213 Tonnen und Deutschland mit 154 Tonnen.
Quelle: World Gold Council
Größte Goldbesitzer sind die Notenbanken. Die Vereinigten Staaten sitzen auf rund 8.100 Tonnen, gefolgt von Deutschland mit 3.400 Tonnen und dem Internationalen Währungsfonds mit 2.800 Tonnen. Die Notenbanken waren über Jahre Netto-Verkäufer. Seit dem vergangenen Jahr sind sie jedoch wieder Netto-Käufer. Das Interesse kommt vor allem aus den Schwellenländern.
Guter Artikel, aber solche Lobeshymnen auf Gold erscheinen immer wenn der Goldpreis kräftig ansteigt. Beim Comex-inszenierten Blutbad des Goldpreises im September und November 2011 las man dann nur solche Schlagzeilen wie "Gold hat ausgedient" oder "investoren flüchten". Bleibt dem Investor nur die Strategie zu kaufen wenn die Massenmedien Gold wieder abschreiben, und halten oder Teilgewinne mitnehmen wenn sie Jubelmeldungen verbreiten.
Tatsächlich mal ein neutraler Artikel zu Gold. Jeder der vor einigen Jahren z.B. aus LV´s in Edelmetall gestiegen ist, kann sich über gute, steuerfreie Gewinne (in D) freuen.
Gold kann nicht wie Papier unbegrenzt vermehrt werden und hat seinen Wert über Jahrtausende erhalten. Der ideale Wertspeicher, für kurzfristige Spekulationen eher ungeeignet da die Preise regelmässig manipuliert werden. Info bei Gata zu finden.
@Ohweiohweiohwei
...Sie sind mein Bruder im Geiste (auch bei Kommentaren zu anderen Artikeln hier auf HB)
Das Handelsblatt hat nach meiner Beobachtung in der Vergangenheit von Goldkäufen immer abgeraten und so haben denn auch viele Leser Riesenchanchen verpasst, schadeee!





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