
Der Glanz des Goldes ist verblasst. Mit einem Preisrückgang von 20 Prozent gegenüber dem Allzeithoch vom September 2011 ist nunmehr ein “Bärenmarkt” erreicht. Dabei hat etwa die US-Bank Goldman Sachs Group Inc. Rekordpreise für das Edelmetall vorausgesagt.
Investoren reduzieren ihre Goldanlagen bereits seit drei Monaten, das ist die längste Phase seit 2004. Favorisiert wird stattdessen der Dollar. Er ist die neue Zuflucht vor der Staatschuldenkrise in der Euro-Zone - zumal die Spekulationen zunehmen, dass Griechenland, das nach der gescheiterten Regierungsbildung vor Neuwahlen steht, aus der Europäischen Währungsunion aussteigen wird. Die Unze Gold verbilligte sich am Mittwoch am Kassamarkt um bis zu 1,1 Prozent auf 1.526,97 Dollar.
Gold ist ein seltenes Metall mit einem Schmelzpunkt von 1064 Grad Celsius. Der Siedepunkt liegt bei 2856 Grad. Die chemische Abkürzung für Gold ist „Au“ und stammt vom lateinischen Wort „Aurum“ ab. Es hat mehrere Eigenschaften, die es für die Menschheit über die Jahre nützlich gemacht hat. Gold leitet extrem gut. Außerdem reagiert es nicht mit Wasser oder Sauerstoff.
Nach Schätzungen wurden in der gesamten Menschheitsgeschichte bis heute um die 166.600 Tonnen Gold aus Minen geholt. Ein Großteil davon – etwa zwei Drittel – seit 1950.
Die letzten Zahlen der US Geological Society gingen im Januar 2011 von weltweit 51.000 Tonnen aus.
In den vergangenen Jahren waren es etwa 2.500 Tonnen pro Jahr.
Überall auf der Welt wird Gold gewonnen. Aber beinahe ein Drittel des Goldes wird in nur drei Ländern abgebaut. An der Spitze liegt China mit 13,1 Prozent, darauf folgen die USA und Australien mit jeweils 9,1 Prozent.
29 Prozent des abgebauten Goldes kommt im Investmentbereich zum Einsatz, also in Form von Münzen und Barren. Aus 59 Prozent wird Schmuck gemacht. 12 Prozent wird von der Industrie verarbeitet.
Mit 1059 Tonnen ist Indien der mit Abstand größte Absatzmarkt für physisches Gold (Münzen, Barren, Schmuck). Dahinter liegt China mit 770 Tonnen. Im Vergleich dazu abgeschlagen sind die USA mit 213 Tonnen und Deutschland mit 154 Tonnen.
Quelle: World Gold Council
Größte Goldbesitzer sind die Notenbanken. Die Vereinigten Staaten sitzen auf rund 8.100 Tonnen, gefolgt von Deutschland mit 3.400 Tonnen und dem Internationalen Währungsfonds mit 2.800 Tonnen. Die Notenbanken waren über Jahre Netto-Verkäufer. Seit dem vergangenen Jahr sind sie jedoch wieder Netto-Käufer. Das Interesse kommt vor allem aus den Schwellenländern.
Die Goldbestände in börsengehandelten Produkten (ETF) sind von einem Rekordvolumen von 2.410,2 Tonnen am 13. März um 30,8 Tonnen gesunken, wie Daten von Bloomberg zeigen. Royal Bank of Scotland Plc, ABN Amro Bank NV und Barclays Plc haben ihre Prognosen für den Goldpreis im Mai heruntergeschraubt, während Goldman Sachs in den nächsten 12 Monaten einen Anstieg um 25 Prozent auf 1.940 Dollar erwartet.
Bislang war die Entwicklung des Goldpreises beeindruckend: Elf Jahre in Folge verteuerte sich das Edelmetall, der Preis hat sich versiebenfacht. Vor allem 2008, während der weltweiten Finanzkrise und der Rezession, kletterte die Nachfrage.
Jetzt erhält der Dollar Rückenwind - durch die Sorge vor einem Auseinanderbrechen der Europäischen Währungsunion und von Anzeichen, dass die US-Konjunktur an Stärke gewinnt.
“Gold ist nur eine weitere Risikoanlage”, sagt Michael Aronstein, Präsident von Marketfield Asset Management in New York. Er hatte 2008 einen Preiseinbruch bei Rohstoffen vorausgesagt und ebenso die nachfolgende Erholung 2009. Wer das Risiko vor acht oder zehn Jahren richtig einschätzte, der habe gut verdient. Aber ein “richtiger” sicherer Hafen wäre ein hoher Stapel großer Schweizer-Franken-Banknoten oder Dollar-Scheine in einem Safe.
Am Terminmarkt brach der Juni-Kontrakt am Mittwoch um zwei Prozent auf 1.526,79 Dollar die Unze ein. Damit lag der Preis mehr als 20 Prozent unter seinem Rekord und es ist ebenfalls ein Bärenmarkt eingetreten.
Als der Goldpreis am 6. September auf einen Rekord bei 1.921,15 Dollar kletterte, bewegte er sich im Einklang mit dem Volatilitätsindex der Chicago Board Options Exchange, genannt VIX. Die Korrelation war bei 0,92. Die Staatsschuldenkrise in der Eurozone und zunehmende Besorgnis über die US-Wirtschaft ließ viele Investoren zu Gold als greifen, um ihre Kapitalanlagen zu diversifizieren. Mittlerweile ist die Korrelation mit dem “Angstbarometer” auf 0,1 Prozent gesunken.
Goldschatz: 8.133 Tonnen, Anteil an den Währungsreserven: 75,7 Prozent
Stand: Februar 2013
Goldschatz: 3.391 Tonnen, Anteil an den Währungsreserven: 72,8 Prozent
Goldschatz: 2.814 Tonnen
Goldschatz: 2.451 Tonnen, Anteil an den Währungsreserven: 72,1 Prozent
Goldschatz: 2.435 Tonnen, Anteil an den Währungsreserven: 70,5 Prozent
Goldschatz: 1.054 Tonnen, Anteil an den Währungsreserven: 1,7 Prozent
Goldschatz: 1.040 Tonnen, Anteil an den Währungsreserven: 10,6 Prozent
Goldschatz: 958 Tonnen, Anteil an den Währungsreserven: 9,5 Prozent
Goldschatz: 765 Tonnen, Anteil an den Währungsreserven: 3,2 Prozent
Goldschatz: 613 Tonnen, Anteil an den Währungsreserven: 59,7 Prozent
Goldschatz: 558 Tonnen, Anteil an den Währungsreserven: 9,9 Prozent
Goldschatz: 502 Tonnen, Anteil an den Währungsreserven: 32,9 Prozent
Der Dollar Index hat bis zum 15. Mai 12 Handelstage in Folge zugelegt. Das ist die längste Phase seit der Einführung des Index im Jahr 1973. Investoren verkaufen den Euro und kaufen Dollars. “Normalerweise galt Gold als sicherer Hafen oder als Kontra-Anlage zum Dollar”, sagt Bill Greiner, als Chief Investment Officer verantwortlich für die Kapitalanlagen bei Mariner Wealth Advisors in Kansas City, Missouri. “Jetzt ist Gold nichts davon. Es ist hoch wahrscheinlich, dass Gold und Rohstoffe allgemein weiter abwärts driften werden - so lange, bis die Federal Reserve Maßnahmen zur quantitativen geldpolitischen Lockerung ergreift”, fügte er an.
In einer Umfrage von Bloomberg News gehen die Analysten im Median von einem durchschnittlichen Goldpreis von 1.740 Dollar in diesem Jahr aus. Bislang liegt der Durchschnittspreis bei 1.672,68 Dollar je Unze. Barclays hat seine Prognose in der vergangenen Woche um acht Prozent auf 1.716 Dollar zurück genommen, RBS senkte um 25 Dollar auf 1.725 und ABN Amro schraubte am 2. Mai die Prognose von 1.600 Dollar auf 1.550 Dollar herunter.
Morgan Stanley erwartet dagegen eine Erholung auf durchschnittlich 1.825 Dollar in diesem Jahr und einen Anstieg auf 2.175 Dollar im Jahr 2013. Und zwar, weil die Europäische Zentralbank voraussichtlich noch mehr Geld in das Finanzsystem der Eurozone pumpen muss, wie Hussein Allidina, Leiter der Rohstoffanalyse bei Morgan Stanley in New York, in einem Bericht vom 14. Mai darlegte.
Die Rohstoffanalysten von Goldman Sachs um Jeffrey Currie in New York schrieben in einem Bericht vom 9. Mai, die US- Notenbank werde im Juni wahrscheinlich mit einer dritten Runde der quantitativen Lockerung beginnen. In den beiden vorherigen Runden, die im Juni 2011 endeten, kaufte die Federal Reserve US- Staatspapiere im Volumen von 2,3 Billionen Dollar. Der Goldpreis kletterte in diesem Zeitraum um rund 70 Prozent.
Es sei zu früh, zu sagen, der Dollar habe seinen Status als Währung der letzten Zuflucht von Gold zurückerobert, schrieben die Analysten.

Hallo Leute, ich überlege in Gold und Silber als Kleinanleger zu investieren und hab da mal, vielleicht ne dumme Frage.
Nehmen wir an, unser Geldsystem bricht zusammen, Dollar, Euro, unsere Wirtschaft usw. und wir sitzen auf unserem Gold, wird das im Notfall wirklich noch den Wert haben? Ist der Goldwert nicht auch nur künstlich hochgetrieben, wenn ich mir anschauen, 29% des abgebauten Goldes geht in den Investmentbereich, 59% Schmuck, das sind also zusammen schon 88% in unpraktisches Zeug oder? Nur 12% wird für die Industrie benötigt. Ist das eigentlich nicht nur wertloses Zeug und Gold nur einfach ne dicke Blase?

Wie passt das nur mit dem u.g. Link zusammen? Bitte liebe Leute, sagts mir? Aber wie war das mit der angeblichen Weisheit der Dakota-Indianer (die nur ein Märchen, aber durchaus richtig, ist): "Wenn du entdeckst, dass du ein totes Pferd reitest, steig ab." Die Frage ist doch, welcher Gaul nun tot ist. Der Dollar oder das Gold. Dem Chart nach würde ich Gold behaupten. Da aber der US Dollar und der Dow Jones nur durch Asset Inflation oben gehalten wird, kommt das Gold doch in einen ganz anderen Betrachtungswinkel. Daher sage ich weiterhin: Dollar, nein danke. Alles über 60% des BIP an Staatsverschuldung ist ein krepierender Gaul. Egal wie man es dreht oder wendet. Der Klepper wird nur durch Insolvenzverschleppung aktiv am Leben gehalten. Dass das nicht gut gehen kann ist hoffentlich jedem klar.
http://www.handelsblatt.com/politik/international/us-staatsverschuldung-mit-15-033-867-390-294-dollar-in-der-kreide/5856952.html

Alles Manipulation und Spekulation und Verdummungsversuche der Anleger.
Mit physischem Gold kann der schwitzende Fondsberater bzw. Bankberater nichts verdienen.
Liegt also nicht im Interesse des ach so seriösen Institutes.






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