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Edelmetalle: Goldpreis knackt den nächsten Rekord

Die Begeisterung über den Rettungsschirm für den Euro-Raum hallt zwar an den Märkten nach, doch suchen die verunsicherten und zunehmend zweifelnden Anleger ihr Heil einmal mehr im Gold.

Quelle: Reuters
Quelle: Reuters

HB DÜSSELDORF/FRANKFURT/LONDON. Der Goldpreis ist nun auch in Dollar so teuer wie nie. Nach einer ganzen Serie von Rekorden in Euro in jüngster Zeit übersprang der Goldpreis gestern Abend erstmals seinen alten Rekord vom Dezember. Heute Mittag setzte sich der Höhenflug fort. Der in der US-Währung berechnete Preis war mit 1.238,85 Dollar je Feinunze so hoch wie noch nie. Investoren aus der Eurozone zahlten in der Spitze den Rekordpreis von 979,22 Euro. In Schweizer Franken kostete das Edelmetall 1.375,74 Franken je Feinunze - ebenfalls ein Rekordhoch.

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In Euro ausgedrückt ist der Goldpreis binnen eines Jahres inzwischen um mehr als 30 Prozent gestiegen. Als Hauptgrund für den Anstieg gilt die staatliche Schuldenkrise, die Ängste vor einer künftig hohen Inflation schürt.

Auch Euro-Anleger müssen tief in die Taschen greifen und zahlen den Höchstpreis von über 963 Euro. "Heute Morgen kam die Desillusionierung zurück an die Märkte", zitierte Reuters einen Analysten zu dem Preisanstieg. Mit einem Plus von sechs Prozent kam nach Angaben von Unicredit bereits im April der "sicherer Hafen"- Status bei den Edelmetallen zum Tragen.

Eines steht fest: Die Furcht der Investoren vor einer möglichen Inflation wächst. "Alles was wir tun können, ist, unser Geld in reale Anlagen zu stecken - denn das Papiergeld wird entwertet", sagte Jim Rogers, Chairman von Rogers Holdings, am Mittwoch im Gespräch mit Bloomberg Television. Gold hat sich 2010 bereits um 12 Prozent verteuert. Der Preis des Edelmetalls steuert auf den zehnten Jahresanstieg in Folge zu.

Auch in Deutschland wächst die Furcht vor einer schleichenden Geldentwertung, sollten es den Notenbanken nicht gelingen, das viele Geld, das sie in die Märkte gepumpt haben, geräuschlos einzusammeln. Aber wohin dem Ersparten? "In letzter Zeit ist es wesentlich schwieriger geworden, diese Frage zu beantworten", sagt Jens Ehrhardt, Vorstand und Gründer DJE Kapital. Ehrhardt zählt zu den angesehensten seiner Zunft, seit mehr als 40 Jahren ist er im Geschäft. Er ist keiner, der sich um eine Antwort herumdrückt, auch wenn die Zeiten schwierig sind. Seine Antwort lautet: Gold!

Gold sei nach wie vor unterrepräsentiert in den Depots der Anleger, sagt Ehrhardt. Der positive Trend werde sich fortsetzen. Sobald sich aber die Masse für ein Thema interessiere, müsse man vorsichtiger werden. "Mich stört etwas, dass man Gold inzwischen an Bahnhöfen oder Flughäfen am Automaten kaufen kann." Auch Rolf Banz, Chief Investment Architect von Pictet & Cie, hat seine Liebe zum Gold entdeckt. "Ich hätte vor zehn Jahren nie gedacht, dass ich das mal über die Lippen bringe. Aber in der jetzigen Situation ist Gold eine Alternative".

  • 14.05.2010, 20:25 UhrAnonymer Benutzer: DCWorld

    Es geht hier um Werterhalt. Die Leute möchten ihr Vermögen vor dem Verlust der Kaufkraft bewahren. Und da ist Gold genau das richtige investment.

    Es soll sogar noch viel weiter gehen:
    Quelle: http://start-trading.de/goldpreisanalyse0510.htm

  • 12.05.2010, 13:21 UhrAnonymer Benutzer: Peter

    Lassen Sie mich darauf tippen, dass die Geldentwertung nicht schleichend verlaufen wird. Eine Entwertung in homöopathischen Dosen kann man unter dem gewaltigen Druck der aufgehäuften Staatsschulden nicht mehr steuern. Sie entsteht durch den panikartigen Tausch von Staatsanleihen gegen frischgedrucktes Papiergeld (oder meinetwegen der entsprechenden Kontogutschrift bei der Zentralbank). Der große batzen ist nur deshalb noch nicht auf dem Markt, weil die inhaber der Staatsanleihen immer noch hoffen, dass der Kelch an ihnen irgendwie vorüber geht.
    Das Verkaufssignal wird gesetzt, wenn neu zu emittierende Anleihen nicht mehr genug Käufer finden. Dann werden die Halter der alten (Sekundärmarkt-)Anleihen misstrauisch, und es ist nur noch eine Frage der Zeit, bis der erste Hammel "Los!" ruft und die Herde hinterher stürmt. Das kann in Europa passieren oder in den USA, es ist eigentlich egal, denn es gibt keine Möglichkeit mehr, durch regionale Maßnahmen irgend etwas zu verhindern.
    Die Anleger werden versuchen, die freiwerdenden Mittel in Sachwerte umzusetzen. Für die Entscheider bei den großen institutionellen investoren (Pensionsfonds, Versicherungen und dergleichen) eine schwierige Angelegenheit, denn anders als oft behauptet handelt es sich bei diesen nicht um Spekulanten, sondern weisungsgebundene Anleger, die nicht alles und jedes kaufen dürfen.

  • 12.05.2010, 13:18 UhrAnonymer Benutzer: Jürgen Detering

    Falsch ist an diesem Artikel nur eines. Der Goldkäufer zahlt
    heute nicht € 963.-- sondern vielmehr € 1035.--

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