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Edelmetalle: Investoren greifen zu Silber und Gold

Die Unruhen im Nahen Osten und Nordafrika haben den Silberpreis auf den höchsten Stand seit 31 Jahren getrieben. Auch bei Gold rückt der Rekordstand von Anfang Januar wieder in Reichweite.

Politische Unruhen lassen Anleger aktuell wieder den "sicheren Hafen" der Edelmetall-Anlage ansteuern. Quelle: dpa
Politische Unruhen lassen Anleger aktuell wieder den "sicheren Hafen" der Edelmetall-Anlage ansteuern. Quelle: dpa

FrankfurtDie Unruhen im Nahen Osten und Nordafrika haben den Silberpreis auf den höchsten Stand seit 31 Jahren getrieben. Der Preis für eine Unze (31,1 Gramm) des auch in der Industrie gefragten Edelmetalls kletterte über die Marke von 33 Dollar. Am Montagmorgen kostete eine Unze 33,16 Dollar und damit 2,16 Prozent mehr als am Freitag. Auftrieb erhielt der Silberpreis laut Händlern auch von Zuflüssen in Silber-ETFs. Insgesamt hat das Edelmetall in diesem Monat mehr als 14 Prozent zugelegt.

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Auch Gold setzte seinen Höhenflug fort. Die Marke von 1.400 Dollar rückt für eine Feinunze immer näher. Der Goldpreis kletterte zwischenzeitlich bis auf 1.396,30 Dollar. Der Rekordstand von Anfang Januar bei 1.423,57 Dollar kommt damit allmählich wieder in Reichweite. Die Flucht in Sicherheit hält nach Angaben von Händlern angesichts der Unruhen an.

Platin hielt sich mit 1.846 Dollar in Reichweite seines Zweieinhalb-Jahres-Hochs von Anfang Februar und Palladium war mit 855,5 Dollar so teuer wie seit zehn Jahren nicht mehr.

„Vor allem die anhaltenden Unruhen in der arabischen Welt haben die Edelmetalle wieder beliebt gemacht“, sagt Ole Hansen, Senior Manager bei der Saxo Bank. Noch im Januar waren die Preise für Silber um neun, für Gold um sechs Prozent gefallen, weil Investoren vor allem auf konjunktursensible Rohstoffe wie Kupfer gesetzt hatten. Den Preisrückgang nutzten viele Anleger wegen der globalen Risiken nun als Wiedereinstieg, sagte ein Händler.

Wegen der Proteste im Nahen Osten und Nordafrika hätten viele Investoren, die auf fallende Kurse gesetzt hätten, ihre Positionen vor dem verlängerten Wochenende in den USA geschlossen, sagte Finanzmarkt-Experte Yuichi Ikemizu von der Standard Bank in Tokio. Wegen des „President's Day“ wird an der Wall Street am Montag nicht gehandelt. „Für Edelmetalle sieht es derzeit gut aus, allerdings sind kleinere Korrekturen nicht auszuschließen“, sagte William Adams von Basemetals.com.

  • 21.02.2011, 10:03 UhrAnonymer Benutzer: mono_01

    Die G10 Banker sitzen angeblich (check Harveyorgan) auf Silber Shortpositionen (Forwards und Swaps) in Höhe des 10 fachen der Jahresförderung. Durch den steigenden Silberpreis beläuft sich der derzeitige Verlust auf geschätzte 120 Milliarden !!! US Dollar.
    Schwer vorstellbar welche Folgen das für die Märkte hat, insbesondere, da die immer vermuteten Preismanipulationen über massives Shortselling durch JPM und HSBC unmöglich geworden sind.
    Zuviele Käufer gehen raus aus dem Papier und bestehen auf physikalischer Lieferung, allen voran die BRIC Staaten mit Betonung auf China.
    Der Effekt von " Quantitative Easing" oder klarer gesagt " inflationieren der Geldmenge" wird langsam sichtbar.
    Der Rohstoff, Energie und Edelmetallmarkt wird uns aufs unangenehmste vorführen wo es lang geht.
    Vielen Dank an die Politiker die versuchen die Überschuldung über die "geheime" Steuer der Inflation abzubauen, anstatt einen klaren Schnitt zu machen und einen gesunden, nachhaltigen Neuanfang mit realem Wirtschaftswachstum zu ermöglichen.

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